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Wintersaison am Präbichl mit Licht und Schatten

Vor allem Tagesgäste wussten den Präbichl als Skigebiet zu schätzen.
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  • Vor allem Tagesgäste wussten den Präbichl als Skigebiet zu schätzen.
  • Foto: Steiermark Tourismus/Tom Lamm
  • hochgeladen von Katrin Stiper-Mauhart

Halten Sie die Corona-Maßnahmen vom Skifahren ab?

Die Öffnung der Skilifte war ein kontroverses Thema. Unter bestimmten Auflagen konnte diesen Winter die Saison am Präbichl doch starten. Die Frage ist, sind alle am Berg zufrieden mit der laufenden Saison? Wir haben nachgefragt.

VORDERNBERG. Anja Sari aus Leoben war diese Saison mehrmals mit ihrer fünfjährigen Tochter Gast am Präbichl. Einschränkungen aufgrund der Corona Maßnahmen nahmen sie keine wahr: „Meiner Tochter war nie kalt, wir waren gut angezogen und immer fleißig unterwegs. Da es ohne Essen nicht geht, hatten wir an manchen Tagen eine Jause mit, an anderen Tagen nutzten wir das gastronomische Angebot am Präbichl. Den Food Truck fand meine Tochter toll und im Freien zu essen war für uns überhaupt kein Problem. Uns hat es am Präbichl sehr gefallen und es wurden alle unsere Wünsche erfüllt.“

Skigäste sind verständnisvoll 

Dass die Gäste durchwegs sehr zufrieden sind bestätigt Johann Roth, Geschäftsführer der Präbichl Bergbahnen: “Durchwegs sind die Gäste heuer sehr freundlich und verständnisvoll. Mein Eindruck ist, dass sie glücklich und zufrieden sind, weil sie Skifahren können. Es ist eine sehr angenehme Stimmung. Personen, die mit den neuen Rahmenbedingungen nicht zurecht kommen gibt es nur vereinzelt.“
Roth über die aktuellen Corona Maßnahmen: „Natürlich ist es ein Vorteil, dass wir keine geschlossenen Fahrbetriebsmittel haben, das heißt weder Gondeln noch Sesseln mit Abdeckungen. Dadurch haben wir keine FFP2-Maskenpflicht im Skigebiet, bei uns genügt der Mund-Nasen-Schutz bzw. der Schlauchschal – außer wenn man die Toiletten benutzt oder das Skidepot verwendet. Das wird von den Gästen als sehr angenehm empfunden.“

Mehr Tagestourismus

Fehlende Übernachtungsmöglichkeiten führen zu einer Veränderung der Gästestatistik. „Die Gäste in diesem Winter sind vorwiegend aus Leoben Umgebung, das ist unser Kernbereich. Sie kommen auch verstärkt aus Graz und Graz Umgebung. In den Wiener Semesterferien haben wir sehr guten Zuspruch aus Niederösterreich gehabt. Es war deutlich erkennbar, dass sich die Leute durchaus zwei Stunden ins Auto setzen, um einen Skitag verbringen zu können“, erläutert Roth.
Florian Mauhart kam für einen Tagesausflug auf den Präbichl: „Von Graz aus habe ich mir etwas gesucht was relativ in der Nähe ist, oft war im Süden das Wetter schlechter. Ich war mit der Gastronomie zufrieden. Es war sehr angenehm, dass der Mund-Nasen-Schutz bzw. der Schlauchschal ausreichend war. Ohne Corona hätten wir uns wahrscheinlich ein größeres Schigebiet mit Übernachtungsmöglichkeiten gesucht. Für einen Tagesausflug ist der Präbichl super.“

Finanzielle Einbußen

Die finanziellen Einbußen sind, in Anbetracht der Rahmenbedingungen, laut Johann Roth verschmerzbar. Vor allem durch den Tagestourismus konnte einiges abgefangen werden, obwohl weniger Saisonkarten verkauft wurden und auch der Aufenthaltstourismus wegfällt.

„Wir planen so lange wie möglich mit allen Liften zu fahren, das heißt bis Ostern."
Johann Roth, Geschäftsführer Präbichl Bergbahnen

Die Berg- und Schischule Alpenfox hat hingegen mit den Auswirken der Coronakrise zu kämpfen. Skischuleigentümer Andi Puswald: „Unser Kerngeschäft sind Gruppenkurse. Wir hatten in der Saison 2020/21 durchgehend Anmeldungen für Gruppenkurse, seit 1. Dezember müssen wir die Termine verschieben. Normalerweise hätten wir 40 bis 50 Schilehrer beschäftigt, heuer sind es nur zwei und die sind nicht voll ausgelastet. Wir haben zwischen 95 und 97 Prozent Umsatzverlust.“
Es bestehe zwar die Möglichkeit Privatstunden zu buchen, jedoch können dabei nur Personen aus einem Haushalt plus Skilehrer teilnehmen. Das gilt auch für Skitouren. „Wir sind eine Bergsteigerschule, wir haben auch Skitourengruppen. Aber das geht alles nicht“, erklärt Puswald „eine gravierendes Probleme ist, dass wir eigentlich offen haben und deshalb auch keinen Anspruch auf Förderungen haben. Unsere Angestellten wären motiviert zu arbeiten, sind aber noch immer in Kurzarbeit.“

Weiterer Verlauf der Saison

Dürfen sich die Gäste auf sonnige Frühjahrsabfahrten freuen? Johann Roth: „Wir planen so lange wie möglich mit allen Liften zu fahren, das heißt bis Ostern. So wie es jetzt ausschaut haben wir noch schöne Wochen vor uns.“
Trotz etlicher finanzieller Rückschläge ist Andi Puswald für den kommenden Sommer positiv gestimmt: “Wir sind guter Dinge, dass wir wieder mehr Aktivitäten anbieten können. Mit neuen Bergattraktionen werden unsere Stammgäste etwas Neues vorfinden.“

Weitere Infos zum Skigebiet Präbichl finden Sie hier!
Informieren Sie sich auch über die Skischule Alpfox!

Vor allem Tagesgäste wussten den Präbichl als Skigebiet zu schätzen.
Skischulen hatten im Coronawinter mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen.


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