Wiener Stadtregierung verzichtet gerne auf die ÖBB
S-Bahn: Ungeliebtes Stiefkind der Stadt Wien

Die Stadt Wien wächst enorm und die Wiener Stadtregierung lässt daher den öffentlichen Nahverkehr massiv ausbauen. Ihr neues milliardenschweres Verkehrsrückgrat – wie sie es selbst so schön nennen – ist das U2/U5 Drehkreuz im Zentrum der Stadt. Leider vergisst die Stadt Wien, die tausenden Anwohner am Rande der Stadt, denn die Flächenbezirke erhalten seit Jahren kaum Verbesserungen, ausgenommen sind die Prestigeprojekte in der Seestadt und Oberlaa. Dabei wäre eine Verbesserung der Flächenbezirke so einfach möglich, denn die Bundeshauptstadt hat einen enormen Vorteil, den andere Städte nicht haben. Die Stadt ist durchzogen von Eisenbahngleisen der ÖBB, welche derzeit vorrangig als Güterzugstrecken genutzt werden. Dass die Wiener Stadtregierung keine Freude mit der S-Bahn hat, das hat sie schon mehrfach gezeigt, aber so eine Chance Jahrelang ungenützt zu lassen grenzt am Totalversagen der Politik.

Die Arbeiter- und Wirtschaftskammer haben ein gemeinsames Projekt vorgestellt, dass die Stadt Wien die ungenützten Eisenbahngleise endlich als S-Bahnen ausbauen soll. Durch die Errichtung neuer Stationen und Verbindungen könnte die Stadt in wenigen Jahren und mit geringem Kostenaufwand neue Verkehrswege in der Stadt ermöglichen.

Ein gutes Beispiel ist die S45 (Wiener Vorortelinie), welche derzeit am Handelskai im 20. Gemeindebezirk endet. Diese Linie kann ohne große Baumaßnahmen bis zum Praterkai verlängert werden und würde die Vorortebezirke an die U1, U2 und an die S80 anbinden. Zudem würde es endlich zu einer dringenden Entlastung der Stammstrecke kommen und die Diskussionen über einen Ersatz der Buslinie 11A zu einer Straßenbahnlinie zum Erliegen bringen. Bei einem Planungsbeginn in diesem Jahr könnte die Verlängerte S45 bereits zum kleinen Fahrplanwechsel im Sommer 2020 in Betrieb gehen.

Solche Beispiele gibt es öfter in Wien und es verwundert, dass die Stadt nicht den Beispielen der AK und WKÖ folge leistet. Denn wenn sich zwei so unterschiedliche Kammern gemeinsam für ein Projekt aussprechen, dann muss der Nutzen für die Allgemeinheit mehr als hoch sein. Daher ist ein nicht verfolgen dieses Projektes eine eindeutige Erklärung und eine eindeutige Absage gegen den Konkurrenten der Wiener Linien.

Link: AK und WKÖ Presseaussendung

Autor:

Simon Weber aus Innere Stadt

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