Perchten?

Laut Volkskunde sind die wahren, echten Perchten zwischen den Jahren oder in den Rauhnächten “aktiv” und haben als geheimnisvolle Wesen zwischen den Welten mit den Krampussen, die am 5. Dezember ihren einzigen Tag haben “sollten”, überhaupt nichts gemeinsam. Eine Ausnahme bilden hier die “Schönperchten”, die im westlichen Österreich zum Winterende hin dessen Ende herbeifeiern.

Bei den derzeitigen Aufläufen und Spektakeln mit Horror – und Zombie-Masken, hinter denen sich Aggression und Brutalität feig und anonym verstecken kann, geht es nur um reine Geschäfte-und-Spaßmacherei mit dazugehörigem Saufgelage.

Der Hl. Nikolaus, der Gabenbringer rückt hier völlig in den Hintergrund, auch hier legt man sehr wohl Wert darauf, daß er “nur” an seinem Tag gefeiert wird! Warum wohl? Ist das Böse, das Hässliche, das Fratzenmäßige, neuerdings auch das Blutige viel interessanter, anziehender und reizvoller als das langweilige Gute? Haben diese Massenläufe deshalb soviel Publikumszuspruch, weil Mensch dem Bösen direkt ins Auge sehen und dabei mit dem Feuer der Anziehung spielen, sich einem gewissen erotischen Bann hingeben kann?
Den Anschein hat es wohl! Und jetzt stellt sich die Frage: “Wo bleibt das Brauchtum, die ewige Frage um die Botschaft von Gut und Böse? Vorbildlicherweise distanzieren sich dennoch schon Brauchtumsgruppen beispielhaft vom Prädikat Perchten, diesen Vereinen ist im Namen von Brauchtum und Tradition ein respektvolles Danke zu sagen!

Friederike Amort

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