"Quo vadis" Handelsmetropole?

Helmut Blaser wünscht sich ein "ganzheitlicheres Denken" regionaler Entscheidungsträger. | Foto: KK
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  • <b>Helmut Blaser </b>wünscht sich ein "ganzheitlicheres Denken" regionaler Entscheidungsträger.
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Ungewohnt aus dem Munde eines "Wirtschaftsmen-schen", klingen die einleitenden Worte Helmut Blasers (Wirtschaftskammer-Regionalstellenleiter von Liezen) zum Thema "Einkaufszentrum Liezen neu". "Man hat die Stadt Liezen konzeptlos weiterentwickelt", kritisiert er, "... und zwar nicht nur in Hinblick auf die Verödung des eigenen Stadtzentrums, sondern auch, was die wirtschaftliche Entwicklungseinschränkung der anderen Gemeinden im Bezirk betrifft."
15.000 Quadratmeter mehr Verkaufsflächen, südlich der B 320 bringe laut Helmut Blaser nicht notwendiger Weise auch zusätzliche Kunden. "Ich glaube nicht, dass, selbst wenn der vielkolportierte Elektronik-Großmarkt im ELI einzieht, sich die Paltentaler davon abhalten lassen werden, zum Einkaufen nach Leoben zu fahren; geschweige denn die Schladminger nach Salzburg. Alleine schon wegen der sehr guten Autobahnanbindung, werden beide Städte Shopping-Hochburgen für die Ost- und West-Liezener bleiben", fügt er hinzu. Als wirtschaftlicher Mensch müsse man ganzheitlicher denken. "Es kann nicht nur einen einzelnen wirtschaftlichen Gewinner geben", ist Blaser überzeugt. Die Regionen und Gemeinden müssten endlich abgehen vom Kirchturmdenken.

Kamel & Nadelöhr
Wendet man dieses Sprichwort auf die Verkehrssituation im Bezirk an, dann sind die Warenströme auf der B 320 das Kamel und Liezen wäre das Nadelöhr. Ein künstlich geschaffenes Dilemma, wie Helmut Blaser findet, denn man hätte in der Vergangenheit schon mehrmals die Gelegenheit gehabt, die Stausituation auf Ortsgebiet der Bezirkshauptstadt, zum Beispiel mittels einer Umfahrungsstraße, zu entschärfen. "Man hatte aber immer Angst davor, die Kundschaft nicht direkt vor das Geschäft fahren lassen zu können - nun müssen eben die Wirtschaftsstandorte im Westen unter den ampelbedingten Verzögerungen leiden."
Eine zusätzliche Verschlechterung würde, nach Blaser, die derzeit angedachte zusätzliche Ampel auf Höhe "Eurogast" mit sich bringen. "Irgendwann wird man auch in den Tourismusgebieten im Oberland spüren, dass die regelmäßigen Stauberichte die Tagesgäste aus dem Osten abschrecken", prophezeit er.

Helmut Blaser wünscht sich ein "ganzheitlicheres Denken" regionaler Entscheidungsträger. | Foto: KK
"Heute schon 80 Stautage im Jahr in Liezen. Das ist eine flotte Negativwerbung für den ganzen Bezirk", meint Helmut Blaser. | Foto: KK
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