Es geht auch anders!

Es geht auch anders, wenn man guten Willens und bestem Könnens ist!
So gesehen, erlebt und geschehen am 5. 12. 2015 in St. Gallen in der obersteirischen Eisenwurzen bei der Veranstaltung der Hammerschmiedteufel und deren traditionellem Aufführungsspiel aus der Feder des legendären Zwanzleitner-Vaters vom Hocherb. Kein unnötiger Höllenlärm von Schellen und Glocken berieselt und belästigt das gespannte Publikum von älter und jung, wobei gerade die Jüngeren so sehr auf Lärm und Spektakel erpicht sind. Daß dem nicht so sein muß, bewies der große Besucheransturm. Damit so eine Veranstaltung so vorbild – und beispielhaft abgewickelt werden kann, liegt an der hervorragenden Zusammenarbeit von Exekutive, Feuerwehr und letztendlich der Landjugend, der Bauernschaft und Freiwilligen und nicht zuletzt an der behutsamen, wohlüberlegten durchdachten Regie von Peter Zwanzleitner, der bereits dritten Generation der hochbegabten, vielseitigen Familie. Hier in St. Gallen ist man noch stolz auf ihre Tradition und läßt sich nicht von abstrusen Horrormaskentrends und überlautem, fremdsprachigem Konservenlärm verführen. Das Spiel erzählt die Geschichte aus der Hammerherrenzeit, somit bekennt man sich zur Heimat und ihren alten Werten mit authentischer, bodenständiger Musik –und-Wortbegleitung und stellt sich stets erfolgreich dieser Verantwortung! Hier „erscheint“ der Patron der Schiffsleute und Flößer, der Hl. Nikolaus, der zudem die Verbindung mit der Eisenwurzengeschichte herstellt, noch ehrwürdig mit Bart und ohne gutgemeinte, neumodische Änderungen.
Man hält sich erfreulicherweise auch fern vom falsch verstandenem, neu erfundenen und aufdringlichem Gutmenschenkrampuskuschelkurs, damit niemand Angst zu haben braucht und man zelebriert auch keine Anzeichen von unangenehmen, bösartigen Ausschreitungen in jeglicher Form, man weiß sich diesseits und jenseits der „Bühne“ zu benehmen und das echte Brauchtum zu pflegen. Und man ist selbstbewußt genug, diese Veranstaltung alle zwei Jahre durchzuführen um den Wert der Rarität zu steigern.
Nur und nur in dieser Art und Weise wird das Brauchtum um Krampus und Nikolo überleben, alles andere wie Massenveranstaltungen-und-aufläufe mit Krach, Pyrotechnik, Böller, Feuerwerk, unkontrollierter Gewaltbereitschaft und Möchtegern-Pseudospielen wird zum ohnehin schon vorausgesagten Scheitern verurteilt sein!
Der sichtbare Erfolg der Hammerschmiedteufel gibt ihnen „Gott sei Dank“ recht, denn dies ist wirklich gelebte 1A-Brauchtumskultur.

(vielleicht erhalte ich noch ein paar bessere bilder)

Autor:

Friederike Amort aus Liezen

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