Hochwasser
Selbstschutz ist der beste Schutz

In Öblarn erhielten die Zuseher wichtige Tipps von Anna Schaunitzer (links) und den Männern der Freiwilligen Feuerwehr.
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  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Viele Schäden durch Hochwasser könnten im Vorfeld vermieden werden.

In der Mehrzweckhalle Öblarn fand die letzte der drei Selbstschutz-Hochwasser Veranstaltungen der KLAR!-Reihe „Das nächste Unwetter kommt bestimmt! – Vorsorge vor Starkniederschlägen“, statt. Zuvor wurden die Bürger bereits in Michaelerberg-Pruggern und in Stein/Enns von Experten des Zivilschutzverbandes Steiermark sowie den sieben Ortsfeuerwehren der KLAR!-Gemeinden, darüber informiert, wie man sich und sein Eigentum bestmöglichst selbst schützen kann.

Schäden wären vermeidbar

Die Beschaffenheit der persönlichen Lebensumwelt ändert sich. Wiesen werden großflächig verbaut, der fallende Niederschlag kann nicht mehr versickern und fließt über die versiegelten Flächen ab. Dazu kommt, dass verstärkt lokale Starkregenereignisse auftreten, Straßenzüge verwandeln sich in reißende Bäche. Plötzlich ist an Stellen Wasser, wo noch nie eines war. Häuser wurden auf Überflutungsflächen errichtet, die beim Bau noch unbekannt waren. Bei entsprechender Vorsorge wären viele Schäden vermeidbar und Arbeiten der Feuerwehr, die mittlerweile als selbstverständlich angesehen werden, gar nicht notwendig, so der Tenor.

Ennstal besonders betroffen

"Es ist ein wissenschaftlicher Fakt, dass das Ennstal vom Klimawandel besonders betroffen ist. Das ist auch der Grund dafür, dass in unserer Region lokale Starkniederschläge zukünftig nicht alle 100 Jahre, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit in viel kürzeren Abständen vorkommen werden", zeichnet die Geschäftsführerin von KLAR!, Natalie Prüggler, ein düsteres Bild. Mit oftmals einfachen Maßnahmen kann sich jedoch jeder auf ein Hochwasser vorbereiten. Damit können nicht nur Schäden verhindert, sondern auch Menschenleben gerettet werden.

Was kann ich tun?

Bei Neubauten etwa können Innenabdichtung, Rückstauklappen und Abwasserhebeanlagen dabei helfen, dass das Wasser nicht in das Haus eindringt. Auch hochwassersichere Türen und Fenster wie auch Damm-Tafeln, schützen das Eigenheim. Wer vorsorglich Sandsäcke zu Hause lagert, sollte darauf achten, dass sie in einem abgedunkeltem Raum untergebracht sind. Öl-Tankanlagen kann man durch Verankerung sichern, den Stromverteiler im Obergeschoß platzieren. "Ich rate auch dazu, persönliche Sachen wie etwa Fotoalben dort zu lagern, wo das Wasser nicht eindringen kann", so Anna Schaunitzer vom Zivilschutzverband Steiermark.

Verhaltensvorsorge

Schaunitzer rät außerdem dazu, einen persönlichen Alarm- und Maßnahmenplan zu erstellen. Etwa um die Frage zu klären, wer im Fall einer erneuten Hochwasser-Katastrophe die Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten abholt, wer welche Aufgaben übernimmt, wo das Auto hochwassersicher geparkt werden und wo man im Falle einer Evakuierung für ein paar Tage unterkommen kann. Aber natürlich auch, was mit etwaig vorhandenen Haus- und Nutztieren geschehen soll.

Das nächste Hochwasser kommt bestimmt

Eindringlich gewarnt wird davor, Gegenstände oder das Auto aus der Garage zu holen. "Hier dringt das Hochwasser als erstes ein. Auch sollte man auf keinen Fall mit dem Auto auf überflutete oder teilüberflutete Straßen fahren. Beide Situationen können lebensgefährlich sein." Zusätzlich raten die Experten eine Hochwasser-Ausrüstung zusammenzustellen. Darin enthalten sollten unter anderem etwa Gummistiefel sein, eventuell ein Nass-Sauger und ein Gaskocher. Außerdem sollte man sich auch für einen Stromausfall rüsten, etwa mit Taschenlampen, Batterien, Wasser und Bargeld.
Insgesamt nahmen rund 120 Personen an den Informations-Veranstaltungen teil und sind nun bestens mit Tipps und Tricks zum Thema "Selbstschutz" ausgestattet. Und das ist gut so, denn eines ist gewiss: das nächste Hochwasser kommt bestimmt.

Autor:

Alexandra Mattarollo aus Liezen

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