Bildung trifft Naturgefahren
In Öblarn fand ein Infotag für Pädagogen statt
- Die Teilnehmenden besichtigten das einzigartige Outdoor-Demonstrationsmodell "Wassererlebnis Öblarn", das realitätsnahe Szenarien zu Naturgefahren wie Hochwasser, Murenabgängen und Verklausungen simuliert.
- Foto: Natalie Prüggler
- hochgeladen von Christoph Schneeberger
Unter dem Motto "Naturgefahren im Unterricht" fand in Öblarn ein Infotag für Pädagoginnen und Pädagogen aus ganz Österreich statt. Die Veranstaltung richtete sich exklusiv an Direktorinnen und Direktoren sowie Lehrpersonen mittlerer und höherer Schulen aus ganz Österreich. Ziel war es, aktuelle Bildungsangebote rund um das Thema Naturgefahren praxisnah und erlebnisorientiert vorzustellen.
ÖBLARN. Im Rahmen des Infotags wurden die neuen "Naturgefahrentage Ennstal" präsentiert. Diese ein- bis viertägigen Exkursionsprogramme sind ab sofort buchbar und richten sich an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen. Sie thematisieren Hochwasser, Schutzwald und Biodiversität und eignen sich ideal für Kennenlerntage, Projektwochen oder Exkursionstage.
- Die Exkursionsprogramme thematisieren die Themen Hochwasser, Schutzwald und Biodiversität.
- Foto: Natalie Prüggler
- hochgeladen von Christoph Schneeberger
Pädagoginnen und Pädagogen können je nach inhaltlichem Fokus der Projekttage unterschiedliche Bildungs- und Freizeitmodule zusammenstellen. Für das Angebot kooperiert das Wassererlebnis Öblarn eng mit dem Naturpark Sölktäler und weiteren regionalen Partnern.
Spaß kommt nicht zu kurz
Mathilde Muhrer, Managerin des Wassererlebnis Öblarn, erläutert: "Unsere Mehrtages-Angebote fördern nicht nur das Verständnis für Naturgefahren, sondern stärken auch den Teamgeist in der Klasse und sensibilisieren zugleich für den Selbstschutz. Durch die Verknüpfung lehrreicher Inhalte mit erlebnisreichen Aktivitäten ist nicht nur der Lerneffekt besonders hoch, auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz."
- Natürlich durfte auch ein abschließendes Gruppenfoto nicht fehlen.
- Foto: Susanne Brandstetter
- hochgeladen von Christoph Schneeberger
Neben abwechslungsreichen Exkursionsprogrammen wurden auch Einblicke in die neuesten Bildungsinitiativen des Ministeriums gegeben:
- Naturgefahrenmanagement: Wie wird Wissen zu Risiken und Schutzmaßnahmen effektiv vermittelt?
- Waldatlas: Die innovative Geodaten-Plattform zur Visualisierung von räumlichen Wald-Daten
- Wasserjugendplattform und Kampagne "Hochwasser – ich schütze mich!": Interaktive Tools und Materialien für moderne Bildung
- Biber Berti: Bildungsangebot (Lesehefte und Arbeitsblätter) für Schulen zum Thema Naturgefahren und wie kann ich mich schützen.
Diese Tools unterstützen Lehrkräfte dabei, Themen wie Schutzwald, Waldbrandprävention, Schutzbauwerke, Retention, Versickerung, Wildbachhochwasser, Flusshochwasser, Verklausungen und der Selbstschutz bei Hochwasser interaktiv in den Unterricht zu integrieren.
"Mit unseren digitalen Angeboten wollen wir den Unterricht modern gestalten und gleichzeitig das Bewusstsein für den Wert von Schutzmaßnahmen gegen Naturgefahren schärfen", erklärt Alexander Starsich, Schutzwald-Experte der Wildbach- und Lawinenverbauung.
Gefahren wurden demonstriert
Höhepunkt des Tages war das einzigartige Outdoor-Demonstrationsmodell "Wassererlebnis Öblarn", das realitätsnahe Szenarien zu Naturgefahren wie Hochwasser, Murenabgängen und Verklausungen simuliert. Die Teilnehmenden konnten so praxisnah erleben, welche Herausforderungen Naturgefahren mit sich bringen. Die zahlreiche Beteiligung und das positive Feedback zeigen: Das Interesse an praxisorientierter Bildung zum Thema Naturgefahren ist groß.
Organisiert wurde der Tag von Moosmoar Energies OG im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, Abteilung III/4 für Wildbach- & Lawinenverbauung, Schutzwaldpolitik und Waldbrandprävention.
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