24.10.2016, 14:38 Uhr

Ennstaler Traditionen rund um Allerheiligen

Heute werden die meisten Gräber im Bezirk mit Reisigzweiglein oder Latschen geschmückt. (Foto: ServusTV_Kukuvec)
Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Gräber mit Gestecken, die nur mehr zum Teil selbst hergestellt werden, geschmückt. An Stelle der früher üblichen Kränze wird heute das Grab rundherum mit Reisigzweiglein oder Latschen ausgelegt. In der Sölk werden auch Kranawitt und Almrauschblätter genommen.

Lichterprozession
Kerzen in allen Größen werden zum Andenken an die Verstorbenen auf den Gräbern entzündet. Durch den Friedhof gibt es einen Umgang (Lichterprozession), wobei die Musikkapelle oder ein Bläserquartett spielt und ein Wortgottesdienst gefeiert wird.
In Aigen heißt es am Allerseelentag, dass "die Verstorbenen ausgelassen werden". Man kann mit ihnen bis sechs Uhr am Abend reden. Weder in der Großsölk noch in der Kleinsölk ist zu Allerheiligen der Brauch des Godngehens üblich. Hier geht man am Stefanitag und am Ostermontag. In den meisten anderen Orten gehen die Kinder am Allerheiligentag zur Godn und bekommen dort ihr Geschenk. Der große Godnstrutzn wird jetzt hauptsächlich beim Bäcker gekauft. In Admont werden an beiden Allerheiligentagen Verwandte besucht.
Ennstaler Bräuche im Jahrlauf
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