Almweide statt Germer und Latschen

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Durch Latschen hatschen ist schon bei Wanderern nicht so beliebt - und bei Kühen schon gar nicht, die ziehen saftige Almweiden vor. So auch die rund 160 Kühe der Almgemeinschaft Schneealm, deren Weidefläche durch Latschen aber immer mehr zuwächst. Um dieser Verbuschung entgegenzuwirken, haben sich am 10. Juni 2018 16 Freiwillige zusammengefunden, um im Rahmen eines Bergwaldprojekts des Österreichischen Alpenvereins Pflegemaßnahmen für die Almen zu treffen.

So wurden eine Woche lang auf unterschiedlichen Arbeitsflächen kleine Latschen geschwendet, Begrenzungsschnitte bei größeren Latschengruppen durchgeführt und auch bereits vertrocknete Latschen, die nach einem großen Hagelunwetter verdorrt waren, von der Weidefläche entfernt.

Auch das nasskalte Wetter konnte die Freiwilligen nicht von der Latschenbekämpfung abhalten. Nur 2 Grad über Null, Regen, Nebel und heftiger Wind, waren kein Grund um in der Hütte zu bleiben.

Auch dem Weißen Germer, eine Giftpflanze, die sich stark auf den Almflächen ausbreitet, rückten die Teilnehmer zu Leibe oder vielmehr „zum Stängel“: Die Germerpflanzen wurden – noch vor der Blüte - möglichst nahe am Boden gekappt, um zumindest eine weitere Ausbreitung durch die Samen zu verhindern. Mit diesen Maßnahmen wird nicht nur Futterfläche für Kühe und Pferde (wieder) gewonnen, sondern auch gleichzeitig auch die Biodiversität gefördert und die Kulturlandschaft erhalten.

Initiiert wurde das Projekt von Manfred Holzer, Geschäftsführer der Almgemeinschaft Schneealm und dem Österreichischen Alpenverein. Der Kontakt ist durch Andreas Steininger, Geschäftsführer des Naturpark Mürzer Oberland zustande gekommen.

Die 14 Teilnehmer waren eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus vier Nationen: Österreich, Deutschland, Niederlande und Afghanistan. Von der 19-jährigen Studentin bis zum 65-jährigen Pensionisten haben drei Generationen Hand in Hand gearbeitet. Tatkräftig unterstützt und fachlich begleitet wurden sie von den Almbauern, die sich mehr als begeistert von der Arbeitsleistung der Freiwilligen zeigten.

Seitens des ÖAV-Bergwaldprojekts wurden die Teilnehmer ehrenamtlich betreut von Susanne Gahn und Rainer Vogl, der auch als Guide beim Alpenverein Edelweiss tätig ist.

„Basislager“ der sehr engagierten Arbeitsgruppe war die Michlbauerhütte, deren Pächter Judy und Tom für beste Verköstigung sorgten. Ein Abendessen beim Lurgbauer und am Schneealpenhaus, sowie eine Wanderung zur Bodenalm rundeten das Programm der Bergwaldwoche ab.

Autor:

Angelina Koidl aus Mürztal

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