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Hospizteam Mürztal: Begleitung bis zum Lebensende

Emotionale Herausforderung: Roswitha Fraiss begleitet seit 20 Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen im Mürztal.
  • Emotionale Herausforderung: Roswitha Fraiss begleitet seit 20 Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen im Mürztal.
  • Foto: Fraiss
  • hochgeladen von Angelina Koidl

Roswitha Fraiss aus St. Lorenzen ist seit fast 20 Jahren im Hospizteam Mürztal tätig. Sie begleitet Sterbende.

Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu begleiten, ist eine sehr emotionale Herausforderung, die viel Stärke abverlangt. Das Hospizteam Mürztal bietet diese Begleitung an – ehrenamtlich. Schon seit fast 20 Jahren auch Roswitha Fraiss aus St. Lorenzen, Obfrau des Hospizteams Mürztal.
"Unser Ziel ist es, in dieser emotionalen Ausnahmesituation in Gesprächen die anstehenden Sorgen und Ängste der Menschen und ihren Familien abzubauen, ihnen Sicherheit zu geben und da zu sein", sagt Roswitha Fraiss. Das Hospizteam Mürztal gibt es bereits seit fast 20 Jahren und umfasst derzeit 29 Personen; 27 Damen und zwei Herren. Sehr viele der Teammitglieder blicken auf eine langjährige Erfahrung zurück. "Häufig sind es die kleinen Dinge, die belasten oder über die man sich grämt, aber über die man aus verschiedenen Gründen nicht mit der Familie sprechen möchte – dafür sind wir da", erklärt Fraiss.

Umgang mit Sterbenden

In ihrem Beruf als Intensivkrankenschwester ist Roswitha Fraiss immer wieder in Situationen der Hilf- und Sprachlosigkeit gekommen, wie sie sagt. Das hat sie dazu bewogen, die Hospizgrundausbildung zu absolvieren. "Diese gab mir vor allem Sicherheit im Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen. Ein Satz hat mich besonders geprägt: 'Wenn medizinisch nichts mehr getan werden kann, gibt es für uns in der Hospizbegleitung noch sehr viel zu tun'", betont Fraiss.

Begleitungen verarbeiten

So unterschiedlich die einzelnen Menschen sind, so unterschiedlich seien auch die Begleitungen. Reger Informationsaustausch innerhalb des Teams sowie Supervisionen mit einer ausgebildeten Supervisionärin und laufende Fortbildungen helfen, die Begleitungen besser zu verarbeiten. "Ein Spaziergang im Wald, innehalten, Stille und Ruhe genießen, Gedanken ordnen und durchatmen, so verarbeite ich persönlich einschneidende, traurige Erlebnisse. Die berührenden Augenblicke in einer Begleitung, ein letztes Lächeln, ein leises Danke geben mir die Kraft für neue Aufgaben", erzählt Fraiss. "Ich werde häufig gefragt, ob Begleitungen nicht sehr belastend oder bedrückend sind. Nein, Begleitungen sind eine große Bereicherung für mich, weil ich viel mehr zurückbekomme, als ich gebe", sagt Fraiss abschließend.

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