Pfarrkindergarten Langenwang
Kinder reisten ein Jahr ins "Gefühleland"
- Vertrauen: eines der Gefühle, die Kinder vom Pfarrkindergarten Langenwang im Rahmen des Jahresprojektes "Reise ins Gefühleland" genauer kennengelernt haben.
- Foto: Symbolbild pixabay
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Ein besonderes Jahresthema hatten Kinder des Pfarrkindergartens Langenwang im vergangenen Jahr. Die gruppenführende Pädagogin Mirjam Schmoll entschied dafür, mit den Kindern eine "Reise ins Gefühleland" zu machen. Ein Thema, von dem sie hofft, dass die Kinder auch noch in Zukunft von dem Gelernten profitieren.
LANGENWANG. Mit Kindern über Gefühle zu sprechen, egal ob über positive oder negative, ist für die emotionale Entwicklung wichtig. Das belegen Studien. Dass das vielen schwerfällt, weiß Kindergartenpädagogin Mirjam Schmoll. Als gruppenführende Pädagogin, sie leitet die Ganztagesgruppe im Pfarrkindergarten Langenwang, entschied sie sich, mit ihrer Gruppe im vergangenen Kindergartenjahr eine "Reise ins Gefühleland" zu unternehmen.
- Auch Kekse wurden gebacken. Die Kinder konnten danach verschiedene Gesichter darauf malen.
- Foto: Schmoll
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"Schwierig, Gefühle einzuordnen"
"Ich habe gemerkt, dass viele Kinder sich schwertun, mit Gefühlen umzugehen, sie richtig einzuordnen. Deswegen habe ich mich für dieses Jahresthema entschieden", erklärt Schmoll. Unterstützt hat das Projekt die Langenwanger Psychotherapeutin Marion Pitzl, die aus Erfahrung weiß, wie wichtig es ist, sich mit der eigenen Gefühlswelt zu beschäftigen.
"Eine gute emotionale Entwicklung ist ein wichtiger Grundbaustein für die spätere psychische Gesundheit. Was hier in der Kindheit nicht erlernt wird, muss häufig später mühevoll in einer Psychotherapie erarbeitet werden."
Marion Pitzl, Psychotherapeutin in Langenwang
- Marion Pitzl, Psychotherapeutin in Langenwang.
- Foto: Polansky
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Gefühle kennenlernen
Angst, Wut, Trauer, Neugier, Vertrauen, Freude – diese sechs Gefühle wurden in Begleitung mit Anleitungen aus einem Buch das ganze Jahr über immer wieder spielerisch erklärt. Es wurde passend zu jedem Gefühl ein passendes "Männchen" gestaltet, es wurden Geschichten gelesen, gebastelt, gesungen, Spiele gespielt, experimentiert und sogar Kekse gebacken, die verschiedene Gesichter zeigen. Zum Abschluss wurde ein Fest der Gefühle gefeiert und eine Gefühle-Uhr für zu Hause gestaltet.
"Den Unterschied für Kinder zwischen Trauer und Wut herauszuarbeiten, war nicht einfach. Wenn Kinder ein Thema interessiert, saugen sie es auf wie einen Schwamm. Ich hoffe, dass ich den Kindern damit etwas mitgeben konnte und sie davon auch noch später profitieren werden."
Mirjam Schmoll, Kindergartenpädagogin Pfarrkindergarten Langenwang
- Mirjam Schmoll ist gruppenführende Pädagogin im Pfarrkindergarten Langenwang.
- Foto: Koidl
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In den Alltag integrieren
Ideal sei es, wenn das Sprechen über emotionale Inhalte ähnlich natürlich in den Alltag integriert werde, wie beispielsweise die Themen Ernährung oder Hygiene. "Wenn das nicht so leicht fällt, gibt es tolle Hilfsmittel wie Bücher und Spiele oder auch den Austausch mit anderen", sagt Marion Pitzl.
Nicht zuletzt würden Gefühle uns Orientierung geben. Sie können uns z.B. zeigen, was uns gut tut (Freude), uns vor Gefahren schützen (Angst, Ekel) oder auch auf die Verletzung eigener Grenzen hinweisen (Wut).
- Die Kinder haben für zu Hause eine Gefühle-Uhr gestaltet.
- Foto: Koidl
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