Bibliotheken
Mürzer Bibliothek feiert 100er

Bürgermeister Karl Rudischer, Karin Lang, Michaela Hödl, Petra Bauer, v.li.
  • Bürgermeister Karl Rudischer, Karin Lang, Michaela Hödl, Petra Bauer, v.li.
  • hochgeladen von Heinz Veitschegger

Die Stadtbücherei Mürzzuschlag erfüllt einen Bildungsauftrag und feiert "100 Jahre Bibliothekwesen".
Das Bildungsreferat der Sozialdemokratischen Partei Mürzzuschlag gründete 1920 die „Arbeiterbücherei“. Bürgermeister Karl Rudischer in einem Pressegespräch: „Die Stadtbücherei ermöglicht heute wie früher für jedermann einen Zugang zur Bildung. Sie ist Teil unseres gesellschaftlichen Lebens und muss weiterhin aufrechterhalten werden.“
Büchereileiterin Petra Bauer ergänzte die Geschichte der Bibliothek, die bis zu den Februarereignissen 1934 und anschließend als „Bücherei der Kammer für Angestellte Steiermark“ ihre Aufgabe erfüllte. Ab 1945/46 übernahm die Stadt die Bibliothek, die zu den ältesten der Steiermark zählt. Aus Anlass des Bestandsjubiläums bietet die Stadtbücherei Mürzzuschlag zu ihren vielfältigen Lese- und Medienangeboten, darunter Hörspiele (u. a. „Tonies-Hörspielwelt für Kleinkinder) und E-Books jeden Monat ein spezielles Veranstaltungsprogramm. Den Beginn macht der gebürtige Mürztaler Harald Darer mit einer Lesung aus seinem Roman „Blaumann“ am 23. Jänner (18 Uhr). Weitere Highlight-Termine sind einem Folder zu entnehmen, so zum Beispiel „Neue Welten und Abenteuer“ von Michael Schottenberg (13. März).

Schwerpunkt Senior

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„Als einzige Bibliothek Österreichs“, so Bauer, „haben wir seit 2004 einen Schwerpunkt im Seniorenbereich gesetzt und bieten Gedächtnistraining mit Karin Lang, einer ausgebildeten Senioren-Gedächtnistrainerin, an. Weiters arbeiten wir mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, wo wir zum Beispiel für Demenzkranke spezielle Printmedien, geeignete Brettspiele und Hörbücher einsetzen.“ Das Land Steiermark wie auch das Bundes-Sozialministerium würdigten in jüngster Zeit diese besondere Senioren-Bildungsarbeit mit Auszeichnungen.

Bibliothek im Wandel

Bauer berichtete weiters über das Büchereiwesen insgesamt, welches sich einer ständigen Neuausrichtung und den Gewohnheiten der Leser anzupassen hat. Einige statistische Zahlen der Stadtbücherei belegen den Wandel. Zählte man nach dem Zweiten Weltkrieg 4.200 und in den 1980er-Jahren 15.000 Entlehnungen, so sind es im Vorjahr 38.000 gewesen. Rund 80 Prozent der Medien besteht aus Büchern und Zeitschriften, der Rest teilt sich in sonstige Medien auf. Die Zunahme liegt bei den digitalen Medien. „Die Entlehnung von elektronischen Medien ist kostenlos und Kinder zahlen überhaupt nichts.“
Die Stadtbücherei hatte ursprünglich ihr Zuhause bis 1955 im ehemaligen Bürgerversorgungshaus, siedelte dann in die Wiener Straße in das Stadtwerke-Gebäude und ist seit 1987 im „Zankl“-Haus, Kirchengasse 14. „Unsere Bücherei ist ein Treffpunkt aller Generationen und Berufsgruppen.“ Wilhelm Urisk (1945 – 1971) und Dr. Erwin Holzer (1975 – 1996) zählten zu den längst dienenden Bibliothekaren. Petra Bauer leitet die Stadtbücherei seit 2003, wobei ihr Karin Lang und Michaela Hödl zur Seite stehen.

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