60.000 Produkte verkauft
Das "Speiskammerl" ist zwei Jahre alt
- Andrea Steiner vor dem "Speiskammerl" in Kindberg. Im Herbst 2023 wurde in der Fußgängerzone der Automat mit regionalen Schmankerln aufgestellt.
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Seit zwei Jahren stehen im Mürztal in sechs Gemeinden die sogenannten "Speiskammerln". Hier sind Produkte von regionalen Produzentinnen und Produzenten erhältlich. Von Eiern, über Wurst und Aufstrichen bis zu Essen im Glas ist hier alles erhältlich. Bis heute wurden 60.000 Produkte verkauft.
MÜRZTAL. Spital am Semmering hat eines, Mürzzuschlag auch, Neuberg ebenso, Langenwang und St. Barbara haben auch eines, wie auch Kindberg – ein "Speiskammerl". Das Erste wurde vor zwei Jahren in St. Barbara in Betrieb genommen. Bis heute wurden 60.000 Produkte verkauft. Zu finden sind in den sechs "Speiskammerl" Waren heimischer Bäuerinnen und Bauern, Gastronominnen und Gastronomen und anderer Produzentinnen und Produzenten. 225 verschiedene Produkte standen in den zwei Jahren im "Speiskammerl" bereits zum Verkauf.
- Das "Speiskammerl" in Langenwang steht an der Grazer Straße neben dem "Waaghütterl".
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Regionales rund um die Uhr
24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche kann man in den "Speiskammerln" im Mürztal regionale Produkte einkaufen. "Und das wird auch wirklich genutzt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit wird eingekauft. Am meisten am Wochenende und an den Feiertagen", weiß Andrea Steiner, Geschäftsführerin des Regionalen Entwicklungsverbandes (REV) Mürzzuschlag, der das Projekt im Mürztal umgesetzt hat. Und auch alle Altersgruppen würden zum Kundenkreis zählen.
- Aktuell befinden sich 70 verschiedene Produkte in den Automaten von bis zu 41 verschiedenen Lieferantinnen und Lieferanten.
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Bratlfettn, Freilandeier, Mostkrapferl
Neben Wurst- und Käsespezialitäten finden sich in den "Speiskammerln" auch Eier, Nudeln, Süßes, Aufstriche, Suppeneinlagen, Öle, Säfte, ja sogar fertig gekochte Gerichte. "Die Renner im heurigen Jahr sind das Bratlfettn von Karin Zangl aus Kindberg, die Freilandeiner von Andreas Knabl aus Kindberg und die Mostkrapferl von Maria Kamsker aus St. Barbara", verrät Steiner. Aktuell befinden sich 70 verschiedene Produkte in den Automaten von bis zu 41 verschiedenen Lieferantinnen und Lieferanten.
Lange Lieferanten-Liste
Die Qualität der Produkte ist dem "Speiskammerl"-Team sehr wichtig, aber auch: "Ich schaue mir jede Produzentin, jeden Produzenten vorher genau an: wie werden die Tiere gehalten, haben sie Handschlagqualität, wie gehen sie beim Arbeiten vor? Wichtig ist mir auch, dass die das, was sie machen, mit Liebe tun", betont Andrea Steiner. Die Warteliste der potenziellen neuen Lieferantinnen und Lieferanten sei lange.
- Produzentinnen und Produzenten mit dem "Speiskammerl"-Team vor dem Automaten in Kindberg.
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Arbeit mit den "Speiskammerln"
Neben Andrea Steiner sind auch Mitarbeiterin Verena Lengauer und Mitarbeiter Hannes Tangl für die sechs "Speiskammerln" verantwortlich. Das bedeutet nicht nur die Auswahl und Koordination der Lieferungen der Produzentinnen und Produzenten, sondern auch die Logistik dahinter, die Bestückung der Automaten wie auch die Wartung. "Vier Mal in der Woche sind wir mindestens bei den Automaten vor Ort, um sie zu befüllen", sagt Steiner.
- Produkte mit einem grünen Preisschild sind neu im Sortiment.
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Die Lager befinden sich in Mürzzuschlag und in Kindberg, wo die Lieferantinnen und Lieferanten ihre Produkte anliefern können. "Damit muss keiner weit fahren. Alle Lieferantinnen und Lieferanten aus dem oberen Mürztal liefern nach Mürzzuschlag, jene vom unteren Mürztal nach Kindberg", erklärt die Geschäftsführerin. An jedem Standort stehen sechs gewerbliche Kühlschränke für die Waren zur Verfügung.
Recycling und Geschenke
Sehr gut angenommen wird nicht nur die Produktvielfalt der "Speiskammerln", sondern auch die Möglichkeit, Eierkartons, Gläser und Flaschen wieder bei den Automaten retour geben zu können. Dafür gibt es auf der linken Seite der "Speiskammerln" zwei Öffnungen – eine für die Eierkartons, eine für leere Flaschen und Gläser.
- Gut angenommen wird auch die Rückgabe-Möglichkeit für Eierkartons, Gläser und Flaschen.
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Und auch Geschenkpakete sind in den "Speiskammerln" erhältlich. "Wir bieten eine kleine Geschenkbox mit Süßem und eine mit Pikantem an", so Steiner. Auf Bestellung, ab 30 Euro Warenwert, können auch größere Geschenkboxen bestellt werden.
Prominenz und Auszeichnungen
Über eine solche Geschenkbox konnte sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen schon freuen. Nicht nur viele Mürztalerinnen und Mürztaler schätzen die regionalen Produkte in den "Speiskammerln", begeistert zeigte sich auch schon Maria Happel, bekannt als Gerichtsmedizinerin in der Fernsehserie "Soku Donau". Zudem wurde das Projekt schon einige Male von verschiedenen Stellen ausgezeichnet.
- Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Norbert Totschnig (3.v.li.) stattete dem "Speiskammerl" in Mitterdorf einen Besuch ab. Rudolf Hofbauer (Bgm. Langenwang), Christian Sander (Bgm. Kindberg), Maria Fischer (Bgm. Spital), Andrea Steiner (GF REV), Peter Tautscher (Bgm. Neuberg) und Jochen Jance (Bgm. St. Barbara) hießen ihn herzlich willkommen.
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Der Entwicklungsverband
Der Regionale Entwicklungsverband Mürzzuschlag ist eine gemeinnützige Vereinigung, in der alle Gemeinden des ehemaligen Bezirkes Mürzzuschlag Mitglieder sind. Der REV wurde im Jahr 1980 gegründet und war der erste Regionale Entwicklungsverband in Österreich. Das Projekt "Speiskammerl" ist nur eines von vielen Projekten des REV. Es wurde mittels Leader-Förderung in der Region umsetzt. 40 Prozent des Projektes wurde von Leader gefördert, den Rest haben die beteiligten Gemeinden übernommen.
Hier geht es zur Homepage vom "Speiskammerl"!
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