Neumarkt
Für einige Schüler ist der neue ÖBB Fahrplan ein Problem
- Ab Dezember werden die Züge der ÖBB einen neuen Fahrplan einhalten.
- Foto: Alois Huemer
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Der neue ÖBB-Fahrplan bringt für die Region Murau-Murtal Licht und Schatten: Während Richtung Graz künftig halbstündlich Züge fahren, sorgt eine geänderte Verbindung nach Klagenfurt für Ärger bei Schülerinnen und Schüler in Neumarkt und Scheifling.
NEUMARKT/SCHEIFLING. Der neue ÖBB-Fahrplan wurde vor Kurzem präsentiert – geprägt ist er vor allem durch die neue Koralmbahn. Für die Region Murau-Murtal bringt der Fahrplan ab Dezember sowohl Vorteile als auch Nachteile (mehr dazu). So fährt künftig von Judenburg aus gesehen alle 30 Minuten ein Zug über Bruck weiter nach Graz. Der Wermutstropfen betrifft allerdings die Verbindung in Richtung Wien: Ab Judenburg gibt es künftig nur noch zwei Direktverbindungen in die Hauptstadt, am Wochenende drei.
Großes Problem für Neumarkt und Scheifling
Ein weiteres Problem betrifft vor allem Jugendliche aus Neumarkt und Scheifling, die in Klagenfurt eine Schule besuchen. Grund dafür ist, dass die frühestmögliche Zugverbindung nach Klagenfurt um elf Minuten nach hinten verlegt wurde. Was auf den ersten Blick geringfügig klingt, hat für viele Schülerinnen und Schüler große Auswirkungen: Im neuen Fahrplan erreicht der Zug Klagenfurt erst um 7.49 Uhr statt wie bisher um 7.38 Uhr. Schon bisher war es für viele ein knappes Rennen, rechtzeitig zum Unterricht zu erscheinen – künftig ist das schlicht nicht mehr möglich. "Das betrifft aus Neumarkt rund 40 Jugendliche", erklärt Andreas Wölfl von den Grünen Neumarkt. Er setzt sich gerade dafür ein, dass das Problem gelöst wird.
- So sieht die Verbindung für einige Schülerinnen und Schüler nach Klagenfurt aus.
- Foto: Screenshot ÖBB-Fahrplan
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„Auf das Verbindungsproblem haben wir die ÖBB bereits hingewiesen, allerdings bleibt es vorerst so. Wir bleiben bei diesem Thema natürlich dran, aber es hilft uns, wenn uns die Bevölkerung unterstützt“, so Wölfl. Daher wird darum gebeten, dass Betroffene mittels eines Beschwerdeformulars direkt an die ÖBB herantreten, um das Problem aufzuzeigen.
Problem war bekannt
Mögliche Optimierungen bei der Fahrplanänderung wurden seitens der ÖBB im Vorfeld nicht ausgeschlossen. Nationalratsabgeordneter Wolfgang Moitzi, der die Fahrpläne mitverhandelt hat, verweist allerdings auf das Land Steiermark: "Die einfachste Möglichkeit wäre, dass der Verkehrsbund zum Beispiel einen Bus nach Friesach beauftragt, denn so einfach lassen sich die Fahrpläne der ÖBB nicht ändern, beziehungsweise hätte das wieder Auswirkungen auf andere Verbindungen und somit würden auch weitere Folgeprobleme auftauchen." Zudem sei das Land Steiermark auf dieses Problem schon vor der Präsentation der neuen Fahrpläne hingewiesen worden, um mögliche Schritte zu unternehmen. Moitzi ist allerdings um eine Lösung bemüht. Ob eine Verbesserung gefunden werden kann, bleibt abzuwarten.
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