Talk im Turm mit Thomas Sykora
- Thomas Sykora beim „Talk im Turm“. V. l.: Leo Schriefl, Thomas Sykora, Jürgen Peindl, Bernd Hammer und RB-Dir. Hubert Schiester. Fotos: Heinz Waldhuber
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Nach dünner Luft in Jahren an der Spitze fallen jene, die zu „Heros“ emporgestiegen sind, nicht selten in ein tiefes Loch. Einsamkeit ist noch einer der verträglicheren Schatten, die nach dem Leben im Licht folgen. Oft aber auch absolute Sinnlosigkeit. Einer, der diese Klippen erfolgreich umschifft hat und trotzdem von den Problemen weiß, ist Thomas Sykora. Der heute 43-jährige Ex-Schirennläufer mit steirischen Wurzeln, aber sonst durchaus „streng“ niederösterreichischem Lebens- und Verwandtschaftsambiente – Tante war etwa die verstorbene Ministerin Liese Prokop – war Gast einer Neuauflage von „Talk im Turm“, zu dem die Protagonisten, Raiffeisenbankchef Hubert Schiester und WK-Obmann Bernd Hammer zahlreiche Zuhörer zu „oberster Turm-Etage“ begrüßen konnten, übrigens erstmals auch den eigentlichen „Halb-Hausherrn“, Stadtpfarrer Kurt Udermann. Thomas Sykora, heute erfolgreicher Mental-Trainer, der diese ihm eigene Stärke mit zu seinem neuen Beruf gemacht hat, stammt bekanntlich aus einer sportlichen Familie. Vater Ernst war Leiter des Hochkar-Schulschiheimes und dort spielten sich auch die ersten Kapitel im Leben des jungen Sportlers ab: „Seit ich mich erinnere, fahre ich Schi“, reminiszierte der Familienmensch und fünffache Vater, für den ein Erfolgsrezept unumstößlich ist: „Erfolg stellt sich nur dann ein, wenn Freude mit dabei ist – und genügend eigene Motivation!“ Ehe sich die ersten großen Tops im Schi-Weltcup für Sykora einstellten, sah er die Steiermark wieder. Judenburg ist für ihn nichts Neues: Der legendäre Judenburger Schitrainer Fritz Vallant, heute mit Wohnsitzen in Salzburg und den USA, hatte ihn damals unter seine Fittiche genommen. „Ich erinnere mich noch an eine Pizzeria da unten“, so Sykora in Richtung Burggasse. Und an Obdach, wo Trainingseinheiten auf dem Programm standen. Den Slalom-Weltcup 1996/97 und 1997/98 konnte Sykora für sich entscheiden, ebenso neun Weltcuprennen, dazu kam eine Bronzemedaille im Slalom bei der Olympiade in Nagano und natürlich mehrere österreichische Meistertitel. Schisport ist für ihn Geschichte: Nicht nur wegen zahlreicher Knieverletzungen („Ich wurde 12-mal operiert“), sondern auch, weil es gilt, nach einem erfolgreichen Lebenskapitel ein neues aufzuschlagen und nicht „wie Thomas Muster oder ein Michael Schumacher letztlich eine Parodie seiner selbst zu werden“. Das sei eben auch ein Problem vieler erfolgreicher Sportler, die außerhalb ihrer Profession keinen geistigen Angelpunkt besäßen und dann immer tiefer ins bekannte „schwarze Loch“ fallen.
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