06.10.2016, 09:33 Uhr

Regionalität ist das Um und Auf

Sind stolz auf ihre innovative Fischzuchtanlage: Klement Grasser und Helmut Mitterfellner. Foto: Leitner

Die Mentz Fischwirtschaft setzt den Fokus auf Qualität und Regionalität.

ST. PETER/JDBG. Die Mentz Fischwirtschaft kann sich stets über viele Besucher freuen - aber nicht alle kommen ausschließlich, um frischen und qualitativ hochwertigen Fisch zu erwerben. „Viele Leute schauen wegen unserer Anlage vorbei“, sagt Inhaber Klement Grasser stolz. Denn die ist in Österreich einzigartig: Die sieben Vollholzbecken wurden mithilfe des „TimberConnect®“-Systems errichtet. Ein Klick-Konzept, welches die Zimmerei Peter Jesche aus St. Georgen/Jdbg. gemeinsam mit Helmut Mitterfellner und Klement Grasser speziell für den Beckenbau der Fischwirtschaft entwickelt hat.

Wertschöpfung in der Region

Für die Gestaltung der Anlage wurden ausschließlich regionale Firmen beauftragt, die Becken bestehen aus heimischem Holz. „100 Prozent Wertschöpfung in der Region“, sind sich Klement Grasser und Helmut Mitterfellner einig. Außerdem macht diese besondere Art des Beckenbaus die Mentz Fischwirtschaft biozertifiziert. Denn egal ob Material, der Boden, die Beschattung - alles ist hier natürlich. Durch niedrige Besatzdichten, kontinuierliche Wasserkontrollen und ausgewählte Futterlieferanten können sich Forelle, Stör und Edelkrebs bis hin zum Saibling bestens entwickeln.

Präventive Hygienemaßnahmen

Die Mentz Fischwirtschaft legt außerdem großen Wert auf einen natürlichen Lebensraum für die Tiere. „Bei uns gibt es keine Massentierhaltung.“ Auch die Teichhygiene spielt eine immense Rolle. Damit keine Keime ins Wasser gelangen, führt man regelmäßig Reinigungen und Filterungen durch. Weiters wird jedes Becken separat mit Wasser versorgt. „Das Wasser aus dem Möschitzbach ist unser wertvollstes Kapital. Deshalb setzen wir auf präventive Hygienemaßnahmen, um Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen“, so Grasser. Antibiotika werden bei Mentz niemals verwendet.

Vorzeigeanlage

Die anfängliche Hobbyanlage hat sich mittlerweile zur Vorzeigeanlage etabliert, welche auf Qualität und Regionalität setzt. „Das kommt bei den Leuten gut an“, erzählen die Geschäftspartner Grasser und Mitterfellner. Besonders das Fischabo wird von den Murtalern gerne genutzt. „In zweiwöchigem Rhythmus liefern wir frischen Fisch aus.“ Natürlich kann er auch am Standort der Mentz Fischwirtschaft erworben werden, am ersten Samstag im Monat gibt es außerdem schmackhafte Räucherforelle und sogar Sushi auf Vorbestellung. Ziel der Mentz Fischwirtschaft ist es, den heimischen Fisch in regionale Küchen und Restaurants zu bringen und somit den Fischtourismus aus Importländern wie Italien, Dänemark und Asien zu verhindern.

Wasserrad 4.0®

Auch beim Maxlaunmarkt ist die Mentz Fischwirtschaft vertreten. Dort präsentiert die PI Mitterfellner GmbH unter anderem das von ihnen mitentwickelte „Wasserrad 4.0®“. „Damit reichern wir das Quellwasser mit zusätzlichem Sauerstoff an“, erzählt Mitterfellner. Weiters wird Strom damit produziert. In Verbindung mit einem zusätzlichen Wasserkraftwerk läuft die Anlage komplett autark.
Obwohl die Mentz Fischwirtschaft erst seit April im Vollbetrieb geführt wird, streben Klement Grasser und Helmut Mitterfellner bereits nach mehr: Geplant ist ein eigenes Bruthaus sowie eine zweite Anlage in St. Georgen ob Judenburg. „Die soll nächstes Jahr gebaut werden“, berichten sie. Doch nicht nur eigene Projekte werden umgesetzt. „Wir planen Anlagen auf Wunsch. Interessierte können sich bei der PI Mitterfellner GmbH melden und beraten lassen.“

Info

Die Mentz Fischwirtschaft hat den Abholshop Do. u. Fr. von 13-17 Uhr geöffnet. Infos & Vorbestellungen: 0664/2506585.
Auch beim Maxlaunmarkt ist die Mentz Fischwirtschaft vertreten. Dort wird das „Wasserrad 4.0®“ präsentiert.
Am Donnerstag, 8. Dezember, findet der „Advent am Teich“ mit „Tag der offenen Tür“ statt. Möschitzstraße 8, St. Peter/Jdbg.
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