Ski Alpin
„Start frei" für den Murtal-Express
- Wollen auf der Skipiste wieder für Furore sorgen: Michaela Heider, Nici Schmidhofer und Ramona Siebenhofer (v. l.).
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MURAU/MURTAL. Damen-Speed-Trio Nici Schmidhofer, Ramona Siebenhofer und Michaela Heider vertritt den Skibezirk IV - Oberes Murtal.
Nach vier technischen Weltcupentscheidungen in Sölden (RTL), Levi (2 Slaloms) und Lech am Arlberg (Parallel-RTL) startet die Damen-Weltelite am Wochenende auch das Renngeschehen in den Speeddisziplinen.
Zweimal Super G in St. Moritz
Nach der coronabedingten Absage des traditionell geplanten Auftakts in Lake Louise geht es in St. Moritz (Schweiz) am Samstag und Sonntag (Start jeweils 11.30 Uhr) los. Gleich zwei Super G-Entscheidungen stehen für die „rasanten“ Girls auf der WM-Piste des Schweizer-Traditionsweltcuports an. Die Vorfreude ist enorm, alle brennen nach der coronabedingten, schwierigen Trainingsphase auf die erste Standortbestimmung.
Hoffnung auf weitere Weltcuppunkte
Ramona Siebenhofer hat in der jungen Weltcuprennsaison bei ihren zwei Einsätzen im Riesentorlauf von Sölden (19./12 Punkte) und zuletzt mit Platz 28 im Parallel-RTL von Lech weitere drei Punkte gesammelt. Damit hat Siebenhofer, die heuer innerhalb der ÖSV-Damenriege der neuen WC3-Gruppe angehört, bereits in zwei unterschiedlichen Disziplinen gepunktet. Als aktuell 40. der Weltcupzwischenwertung stehen 15 Punkte am Konto.
Die 29-Jährige hofft, dass in der Saison 2020/2021, nach ihren bisherigen vier Weltcupkarriere-Podestplätzen (Siegesdouble in Cortina d`Ampezzo/2019, dritte Plätze in Gröden/2016 und Lake Louise/2015) in der Abfahrt, in insgesamt 138 Rennen seit ihrem Weltcupdebüt vor elf Jahren in Lienz, auch Podestplätze im Super G dazukommen.
Strecke als gutes Omen
Dieses Kunststück ist dem Skibezirk IV-Oberes Murtal-Aushängeschild Nici Schmidhofer mit dem Super G-Weltmeistertitel in St. Moritz (2017) schon einmal gelungen. Die Lachtalerin gilt nach bisher 155 Weltcuprennen mit zwölf Podiumsplätzen, darunter vier Siegesfahrten (Lake Louise/Abfahrt 2018/2 und 2019, Garmisch-Partenkirchen 2019/Super G), mittlerweile schon als "Grande Dame" innerhalb der ÖSV-Damen-Equipe.
Weltmeisterschaft im Visier
In den letzten beiden Saisonen hat die 31-Jährige mit dem Sieg in der Abfahrtsweltcup-Spezialwertung (2019) und Platz drei in der Weltcup-Super G-Disziplinenwertung ihr Können auf den schnellen Latten eindrucksvoll bewiesen. Wenn man Schmidhofers bisherige vier Weltcup-Podestränge (2x Super G, 2x Abfahrt) in Cortina d`Ampezzo in Erinnerung ruft, gibt es für die rot-weiß-rote Speedlady Nummer eins natürlich auch gute Vorzeichen in Blickrichtung Weltmeisterschaft 2021 auf der berühmt berüchtigten Piste „Olympia delle Tofana“.
Versöhnung mit der WM-Strecke?
Mit insgesamt 18 Weltcupstarts seit dem Debüt im Super G von Garmisch-Partenkirchen (2016) und darunter als beste Platzierung Rang 14 im Super G von Bansko (2020) hat Michaela Heider noch ganz andere Ziele als die routinierten und erfolgreichen ÖSV-Nationalkaderläuferinnen und Murtaler Skirennsportkolleginnen. Die letzte Saison hat mit einem Außenbandeinriss und einer Knorpelprellung nach ihrem schweren Sturz im Super G von St. Moritz begonnen und eine sechswöchige Rennpause ausgelöst.
Am Wochenende will sich Heider mit der Strecke im Schweizer WM-Ort wieder versöhnen und hofft gleich in den ersten beiden Rennen anschreiben zu können.
Wechsel der Skimarke
Die 25-Jährige hat ebenso wir ihr Freund Vincent Kriechmayr im Sommer einen Materialwechsel vorgenommen und die Fischer-Brettl mit Head-Latten ausgetauscht. Die ÖSV-A-Kader-Läuferin hat vor allem bei ihren fast 100 Europacupeinsätzen mit fünf Podiumsplätzen, darunter auch eine Siegesfahrt beim Super G von Kvitfjell (NOR) vor fünf Jahren, viel Erfahrung gesammelt.
Dass sich die Knittelfelderin auf den Spuren ihrer beiden routinierten Kolleginnen befindet, bestätigt, dass sie in dieser Saison auch das Logo von „Baustott+Metall“ am Kopf trägt und ins rasante „B+M Racing-Team“ aufgenommen wurde.
Beim Kartrennen rasant
Bei einem Kartrennen anlässlich eines PR-Events des Kopfsponsors der drei heimischen Skidamen hat übrigens Schmidhofer die Nase vorne gehabt. Schmidhofer hat knapp vor dem Weltcupstart auch eine weitere Partnerschaft abgeschlossen und verstärkt ab sofort auch das „Omni Biotic Power Team“.
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