Zurück in die Normalität

Marc Klicnik zog zuletzt in der Landesliga bei Bruck die Fäden, in Judenburg soll er die Mannschaft zum Aufstieg führen.
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Amateur-Fußball soll wieder in normale Bahnen zurückkehren. Sechs Murtal-Clubs sind in der Oberliga dabei.

MURAU/MURTAL. Die beiden letzten Saisonen im Amateurfußball waren nicht von Normalität geprägt. In der Saison 19/20 wurde der gesamte Fußball von dieser außergewöhnlichen Situation noch überrascht, so wurden die Meisterschaften in den Amateur-Klassen ohne Wertung abgebrochen. Für die letzte Saison wurde vorausblickend eine Halbzeit-Lösung angestrebt, welche letztendlich aber nicht zum Tragen kam, da wegen der Pandemie noch vor dem Abwickeln der Hinrunde von der Bundesregierung die Reißleine gezogen wurde.
Für die in Kürze startende Oberliga-Meisterschaft hoffen die Murtal-Vereine, endlich wieder zur Normalität zurückzukehren. Da schon zahlreiche Spieler eine Impfung erhalten haben, zeigen sich die Verantwortlichen der Clubs zuversichtlich, nach zweijähriger Unterbrechung wieder mit sportlicher Freude (Aufstieg), aber auch Leid (Absteiger) umgehen zu dürfen.
Die Murtal-Vertreter gehen dabei mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die neue Saison. Judenburg, das in den letzten beiden Spielzeiten jeweils um den Aufstieg mitspielte, zählt auch heuer zum engeren Favoritenkreis um den Aufstieg in die Landesliga. Murau hingegen schraubt nach gewaltigem personellen Aderlass die Ziele zurück und gibt als vorrangigen Plan den Klassenerhalt an. Auch Obdach und St. Lorenzen streben primär den Klassenerhalt an, wobei diese beiden Teams mit völlig konträrer Herangehensweise in der Transferpolitik agieren. Mit einem abgesicherten Mittelfeldplatz als Vorgabe geht Unzmarkt in die am 6. August startende Meisterschaft. Der ESV Knittelfeld dürfte im Titelkampf das Zünglein an der Waage sein, will unter Neo-Trainer Susic dort anknüpfen, wo vor dem Abbruch im letzten Herbst aufgehört wurde.

Die Veränderungen
Judenburg hat sich für den Kampf um den Titel mit vier Spielern verstärkt. Vor allem in Marc Klicnik (Bruck) setzen sie große Hoffnungen, um das Ziel Landesliga zu erreichen. Neben Klicnik sind noch Fabian Penasso (Zeltweg), Alexander Eder (Pöls) und Levin Pejicic (GAK) neu beim Team von Trainer Dietmar Schöggl. Diesen vier Zugängen steht kein Abgang gegenüber, womit die Kaderdichte den für den Titelkampf nötigen Konkurrenzkampf fordert.
In Murau wird vermehrt auf den Nachwuchs gesetzt. Dabei gilt es, den Abgang von sieben routinierten Spielern wettzumachen. Martin Stock, Patrick Zangl, Mario Plattner (Karriere-Ende), Benjamin Pressnitz, Christoph Lintschinger (Neumarkt), Michael Autischer (Justiz Graz) und Gabor Sipöcz (Ungarn) haben dem Verein den Rücken gekehrt. Neo-Trainer Alexander Galler soll diesen Aderlass mit eigenen Nachwuchsspielern kompensieren.
Auch in Obdach stehen einem Zugang mehrere Abgänge gegenüber. So haben David Papst (Bad St. Leonhard), Bernard Stjepanovic, Istvan Kovac, Stefan Rabensteiner (Karriere-Ende) den Verein verlassen. Als einzigen Neuzugang kann Trainer Kurt Schwendinger Mirko Nikolic (Jedinstvo Brodac) im Zirbenland begrüßen.
Personell am meisten geändert hat sich bei St. Lorenzen. Nach dem Aufstieg noch keine Oberligasaison zu Ende gespielt, stehen gleich 17 Veränderungen zu Buche. Neun Zu- stehen acht Abgänge gegenüber. Für Neo-Trainer Fritz Grassl bedeutet dies, eine neue Mannschaft zu formieren. Nicht mehr im Kader scheinen Marco Wolfsberger (Kobenz), Lukas Kriechbaum, Helmut Haslinger, Christoph Hubmann (Karriere-Ende), Daniel Gräf, Dominik Kalb (Pernegg), Michael Vollmann (Unzmarkt) und Markus Hochfellner (ESV) auf. Dafür geht Lorenzen das Thema Klassenerhalt mit Johann Dörflinger (Kobenz), Daniel Grassl, Michael Traffler (Unzmarkt), Marco Früstük (Trofaiach), Ardian Jashari (ESV), Shafi und Rafih Omar (Niklasdorf), Filip Ilic (Deutschland) und Christoph Stropnik (Hinterberg) an.
Auch in Unzmarkt hat sich einiges getan. Spielertrainer Emanuel Schalk hat mit David Leeb (Kraubath), Nemanja Makic (Lobmingtal), Michael Vollmann (St. Lorenzen), Sandro Wieland (WAC Amateure) und Felix Degold (Kraubath) fünf Spieler neu zur Verfügung, muss im Gegenzug mit Daniel Grassl, Michael Traffler (St. Lorenzen), Marco Baumgartner (Zeltweg), Rene Zisser, Manuel Cernko, Daniel Reiter (alle Oberzeiring) aber auf sechs Akteure verzichten.
Beim ESV Knittelfeld gibt es auf der Trainerbank ein Wiedersehen mit Ljubisa Susic, der mit Markus Hochfellner (St. Lorenzen), Armin Masovic (DSV Leoben), Roland Peinhopf (St. Lorenzen), Niklas Gally (Rapid Kapfenberg) vier Neuzugänge begrüßen darf. Vor allem in Armin Masovic wird große Hoffnung gelegt. Nicht mehr im ESV-Dress zu sehen sein werden Ardian Jashari (St. Lorenzen), Daniel Agachi, Michel Deutschmann (Fohnsdorf), Christian Hoffelner und Amer Pajic (Zeltweg). Letztgenannter hatte nach dem Wechsel im Winter nach Knittelfeld aufgrund des Abbruches kein einziges Spiel für den ESV bestritten.

Autor: Richard Purgstaller

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