Zwei „Weltmeister-Macher“ aus Oberwölz

Murtaler Trainerduo: Burkhard Schaffer (links) und Sepp Brunner, die „Medaillenschmiede“ der Kanadier und Schweizer Skifahrer.
  • Murtaler Trainerduo: Burkhard Schaffer (links) und Sepp Brunner, die „Medaillenschmiede“ der Kanadier und Schweizer Skifahrer.
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  • hochgeladen von Fritz Meyer

OBERWÖLZ. Als wahre „Goldgräber“ in ihren langjährigen Ski Alpin-Trainerkarrieren gelten die beiden Oberwölzer Sepp Brunner und Burkhard Schaffer.

Die Freunde haben sich schon in jungen Jahren für eine Trainerlaufbahn entschieden und tingeln seither mit ihren Läuferinnen und Läufern sehr erfolgreich rund um den Erdball.

Beide verbindet nicht nur die Heimatstadt Oberwölz, sondern auch das stressige Weltenbummlerleben und äußerst erfolgreiche Dasein im internationalen Trainergeschäft.

Brunner startete Trainerkarriere in Neuseeland

Brunner hat seine Trainerkarriere vor 31 Jahren in Neuseeland gestartet und dabei mit der Olympia-Silbermedaille von Anneliese Coberger einen sensationellen Erfolgscoup gelandet.

Nach mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft hat der 58-Jährige Trainerstationen in Großbritannien, beim ÖSV, als Privattrainer von Miriam Vogt und Sonja Nef sowie in den letzten 13 Jahren als Herren-Technik- und Speedtrainer für unzählige Medaillen, Weltcupsiege, Podestplätze und Weltcup-Gesamtsiege gesorgt.

Riesentorlauf-Olympiasiege von Carlo Janka und Nef sowie Weltmeistertitel von Nef, Janka, Daniel Albrecht, Patrick Küng und zuletzt Beat Feuz führen seine Erfolgsstatistik neben vielen weiteren Medaillen in Silber und Bronze an.

Erfolgsserie in der Schweiz

Der Murtaler hat sich jedenfalls in den letzten 19 Jahren für Swiss-Ski verdient gemacht und ist zweifellos der erfolgreichste Trainer bei unseren ewigen Konkurrenten:

„Ich bin schon relativ lange in der Schweiz tätig und habe mir durch die Erfolge, bei denen auch immer wieder etwas Glück dabei war, auch einen Namen gemacht. Ich versuche durchzusetzen, was ich mir vornehme und durch die Erfolge ist es natürlich auch leichter möglich.“

Dass der Weltmeistertitel in der Abfahrt bei allen Skinationen die wichtigste Goldmedaille ist, ist unbestritten, und dementsprechend happy ist Brunner über das „Feuz-Gold“ auf Schweizer Schnee:

„Vor zwei Jahren Küng, jetzt Feuz, wir konnten im eigenen Land den Titel erfolgreich verteidigen. Kombi-Bronze von Mauro Caviezel ist auch großartig. Es ist eine Euphorie entstanden und wir haben auch ein wenig gefeiert.“

Burkhard Schaffer in Kanada in aller Munde

Während Brunner als Trainergröße im Schweizer Sport anerkannt ist, gilt sein „Weltmeistermacherkollege“ Schaffer derzeit in Kanada als gefeierter Speedtrainer.

Der 50-Jährige hat in St. Moritz seine beiden Routiniers Eric Guay (Gold, Silber) und Manuel Osborne-Paradis (Bronze) zu einem Medaillen-Hattrick begleitet:

„Das ist eine gehörige Ausbeute und passt gut. Ein Vorteil ist, dass ich beide schon von meiner ersten Trainerzeit in Kanada gut kenne. Jetzt ist alles super, aber man darf nicht vergessen, alles ist vergänglich. Mein Anteil ist nicht größer als von jedem anderen im Betreuerteam.“

Die hervorragenden Trainingsbedingungen auf den Murtaler Skibergen Grebenzen, Kreischberg und Turracher Höhe sowie am Lungauer Fanningberg haben übrigens auch dazu beigetragen, dass die Schaffer-Schützlinge Edelmetall in der Schweiz umgehängt bekamen.

Gestartet hat Schaffer seine Trainerära vor 26 Jahren in England, ehe er viele ÖSV-Trainerfunktionen bei Damen und Herren ausübte und auch für die Skiverbände in Slowenien und Norwegen erfolgreich tätig war.

Die Resultate mit Olympiasieger Matthias Mayer an vorderster Front, weitere Medaillengewinne seiner Schützlinge bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sowie vielen Weltcup-Erfolgsfahrten können sich sehen lassen.

Die beiden stets bescheidenen Wölzer Traineraushängeschilder hatten übrigens auch ihre Hände bei der erfolgreichen Karriere von „Speedqueen“ Renate Götschl im Spiel.

Sieben WM-Medaillen mit Murtaler Beteiligung

Während Österreich mit drei Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen die Medaillenbilanz der alpinen Ski-WM in St. Moritz offiziell gewonnen hat, darf man sich auch im Skibezirk IV-Oberes Murtal und insbesondere in der Stadt Oberwölz riesig freuen.

Durch Nici Schmidhofer (Super G-Gold)sowie den Schützlingen der beiden Trainer-Aushängeschilder Sepp Brunner (Beat Feuz/Abfahrts-Gold, Mauro Caviezel/Kombi-Bronze) und Burkhard Schaffer (Erik Guay/Super G-Gold, Abfahrt-Silber, Manuel Osborne-Paradis/Super G-Bronze) tragen drei Weltmeistertitel, eine Silberne und zwei Bronzene die Handschrift erfolgreicher Oberwölzer und Vereinsmitglieder der Union-Vereine Oberwölz und Schönberg-Lachtal.

Dazu kommt auch eine weitere Silbermedaille durch Rang zwei von Stephanie Venier in der Damen-Abfahrt. Die Tirolerin mit steirischen Wurzeln begleitet auf ihren Erfolgsfahrten mit ÖSV-Servicemann Christoph Wolfsberger ein Gaaler.

Im WM-Einsatz stand mit Gregor Sonnleitner als Servicemann für Ramona Siebenhofer und Christine Scheyer ein weiterer „Experte“ aus der Gaal.

Manfred Brunner (Oberwölz), der zu Saisonbeginn beim Skiverband in Südkorea einen Vertrag als Servicetechniker unterschrieben hat, war in St. Moritz für schnelle Latten der asiatischen Skirennsportexoten verantwortlich.

Mit drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen hat der Skibezirk IV-Oberes Murtal somit in der Medaillenstatistik in St. Moritz Platz zwei belegt.

Meyer / Taucher

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