14.03.2017, 13:00 Uhr

Gekämpft wie die Löwen

Robert Koller avancierte mit vier Toren zum „Man of the Match“. In dieser Szene lässt er KSV-Torhüter Still keine Chance, trifft zum 5:5. (Foto: Gröbl)

Nichts für schwache Nerven: Nach Overtimekrimi verkürzten die EVZ-Lions in der Finalserie auf 1:2.

Eliteliga, Finale, Spiel 3


EVZ Murtal Lions - Kapfenberg 7:6 nach Verlängerung (2:3, 3:2, 1:1; 1:0)

Nur mehr die kühnsten Optimisten im Zeltweger Lager hatten nach dem 0:8-Debakel in Spiel zwei noch Hoffnung, dass die Serie nach Spiel drei noch eine Fortsetzung findet. Meisterpokal und Meistermedaillen waren für die KSV-Cracks bereits vorbereitet, diese konnten nach einem denkwürdigen Eishockey-Thriller, der echte Werbung für den steirischen Eishockeysport bot, aber vorerst wieder eingepackt werden.


EVZ-Cracks körperlich präsent

Im Gegensatz zu Spiel zwei machten die Zeltweger ihrem Vereinsnamen alle Ehre, kämpften im wahrsten Sinne des Wortes wie die Löwen, machten die eisläuferische Unterlegenheit durch großen Einsatz wett und boten dem Favoriten mit harten, aber fairen Checks sichtlich Paroli.

Video von Spiel drei



Fans als „sechster Mann“

Das zahlreich erschienene Publikum in der Aichfeldhalle sorgte für Gänsehaut-Atmosphäre bei den Spielern und hatte letztlich wesentlichen Anteil, dass die Murtal Lions noch als Sieger vom Eis fuhren.

Match wogte hin und her

Auf die EVZ-Führung zum 1:0 durch einen Gewaltschuss von Gerald Koller hatten die Kapfenberger rasch eine Antwort parat, Winkler und Hoppl schossen die Gäste 1:2 in Führung. Nach dem 2:2 durch Robert Koller traf Grüneis 18 Sekunden vor Ende des Start-drittels zum 2:3.

Nach dem 2:4 durch Stühlinger verkürzte Pierre Graf zwar auf 3:4, aber auch die Kapfenberger hatten einen Koller als Torschützen aufzubieten, Thomas Koller stellte mit seinem Treffer zum 3:5 zur Hälfte der Spielzeit wieder den Zweitore-Abstand her, brachte Kapfenberg auf Meisterkurs. Die Zeltweger Löwen steckten aber, angetrieben vom fantastischen Publikum, nicht auf: Daniel Panzer war im Powerplay erfolgreich, verkürzte auf 4:5. Ein neuerliches Zeltweger Überzahlspiel nützte Robert Koller allein auf KSV-Torhüter Still zustürmend eiskalt aus, stellte den 5:5-Gleichstand nach zwei Dritteln her.


Robert Koller „Man of the Match“

Im Schlussdrittel sorgte abermals Robert Koller für lautstarken Jubel, nach Idealpass von Marco Saria knallte der pfeilschnelle Stürmer die Scheibe mit einem wuchtigen Schlagschuss zum 6:5 ins Netz. Doch die cleveren Kapfenberger stellten kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit durch ein Powerplaytor von Draschkowitz den 6:6-Ausgleich her.


Siegestor in der Overtime

Eine Verlängerung musste her, um das siegreiche Team zu ermitteln - die Overtime war nur von kurzer Dauer, denn wieder war es Torjäger Robert Koller, der in nummerischer Überlegenheit mit seinem vierten Tor im Match und seinem insgesamt 35. Saisontreffer den Puck zum 7:6-Endstand ins gegnerische Netz platzierte, die Halle endgültig zum Beben brachte und für einen kollektiven Zeltweger Freudenausbruch sorgte.


Heimvorteil EVZ in Spiel vier, KSV hat abermals Matchpuck

Spiel vier der Finalserie steigt am Mittwoch, 15. März, um 19 Uhr im Eisrink der Murtal Lions-Arena in Zeltweg. Können die Kapfenberger den Sack zumachen oder kommt es zu gar einem Showdown eines fünften Entscheidungsspieles? Für Spannung ist jedenfalls gesorgt - die Zeltweger Löwen können auf jeden Fall wieder mit einer tollen Fanunterstützung rechnen...
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