30.11.2016, 13:00 Uhr

Startklar für das Comeback

Der „Murtal Express“ mit Nici Schmidhofer und Ramona Siebenhofer ist im Damen-Skiweltcup wieder komplett und gemeinsam unterwegs. (Foto: KK)

Nici Schmidhofer kehrt in Lake Louise (Kanada) ins Renngeschehen zurück.

SCHÖNBERG/LACHTAL. Im Jänner 2016 in Cortina d`Ampezzo (Italien) einen Kreuzbandriss zugezogen, kehrt Nici Schmidhofer nach einem harten Weg am Wochenende beim Weltcup-Speedauftakt der internationalen Skidamen mit zwei Abfahrten und einem Super G in Lake Louise (Kanada) ins Renngeschehen zurück.

"Murtal-Express" komplett

Nachdem mit Ramona Siebenhofer (USV Krakauebene) eine weitere Läuferin aus dem Skibezirk IV-Oberes Murtal auf höchster internationaler Skisportebene mitmischt, ist jetzt der Murtal-Weltcup-Express endlich wieder komplett.

Drei Fragen an Nici Schmidhofer

Ist auf dem Weg zurück ins Weltcuprenngeschehen alles nach Wunsch gelaufen?

Ja, im Großen und Ganzen schon. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, etwas früher mit dem Ausdauertraining beginnen zu können.

Die Zeit dafür war, nachdem mein Knie belastungsfähig war, mit den vielen Kraftaufbaueinheiten doch recht knapp. Konditionell bin ich somit nicht ganz da, wo ich letztes Jahr war, aber nach so einer schweren Verletzung war es nicht anders zu erwarten.

Skifahrerisch bin ich wieder auf einem guten Niveau eingestiegen, besser als ich erhofft habe. In letzter Zeit hat die Entwicklung jedoch etwas stagniert.

Skifahren ist die eine Sache - aber rennmäßiges Skifahren ist doch etwas anderes. Um richtig angreifen zu können, wie bei einem Rennen, musst du dir in allem sicher sein und diese Sicherheit fehlt mir noch ein wenig

Wieviele Prozente fehlen noch?
In Prozenten lässt es sich nicht richtig ausdrücken. Es sind schon sehr gute Schwünge bei den Trainings zu sehen. Noch fällt es mir schwer, diese vom Start bis ins Ziel zu zeigen.

Auch die Konstanz fehlt mir noch und die Trainingsumfänge sind noch etwas niedriger als gewohnt. Bei Übergängen und Sprüngen tue ich mir auch noch etwas schwer, um ganz ans Limit zu gehen.

Ich bin zuversichtlich, dass dies in den nächsten Tagen und Wochen mit jedem Trainingstag besser wird.

Wie ist dein weiterer Plan?
Mein weiterer Plan ist, mich skifahrerisch zu stabilisieren und mein Selbstvertrauen durch gutes Training weiter aufzubauen.

In Lake Louise (Kanada) werde ich in den Weltcup zurückkehren und was dabei rauskommt, kommt raus. Ich versuche, mir so wenig Druck wie möglich zu machen. Es wäre natürlich schön so zu starten, wie letztes Jahr, aber ganz so leicht wird es nicht werden.

Wenn ich einige gute Schwünge zeigen kann, wird am Ende auch eine gute Platzierung rausschauen.



Interview: Fredi Taucher
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