Bezirk Neunkirchen
Hiebe für die Geliebten – Update: Weitere Gewalt-Exzesse in Beziehungen

Gewalt in den eigenen vier Wänden: die Polizei musste bis 16. Jänner bereits 15 Mal einschreiten.
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  • Gewalt in den eigenen vier Wänden: die Polizei musste bis 16. Jänner bereits 15 Mal einschreiten.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN. 2020 ist noch jung. Umso bedenklicher ist die Zahl an Wegweisungen wegen Gewaltexzessen zuhause. Eben noch waren es 15 Fälle in 16 Tagen. Doch das Bezirkspolizeikommando musste bis zum Wochenende noch 3x einschreiten.

Gewalt in den eigenen vier Wänden: die Polizei musste bis 16. Jänner bereits 15 Mal einschreiten.
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BEZIRK. Ein trauriger Trend punkto Gewalt in Beziehungen dürfte sich fortsetzen. Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller, gleichzeitig Landestrainer für Gewalt in der Privattsphäre: "Wir hatten in den ersten 16 Jänner-Tagen 15 Wegweisungen. Im Vorjahr fielen im gesamten Jänner neun Maßnahmen an."

Und der Jänner ist noch nicht vorbei

Eine Zahl, die Bezirkspolizeikommandant Neumüller jedoch im Bezirksblätter-Gespräch am 20. Jänner nochmals nach oben korrigieren musste: "Bis zum Samstag kamen noch drei Fälle dazu. Der letzte Vorfall ereignete sich in Grafenbach."

"Im Vorjahr fielen 95 Wegweisungen im Bezirk an. Alleine bis 18. Jänner zählten wir heuer bereits 18 Wegweisungen."
Oberstleutnant Johann Neumüller

Oberstleutnant Johann Neumüller

Schwerpunkte bei den Einsätzen wegen häuslicher Gewalt waren Neunkirchen und Ternitz (jeweils fünf Fälle), gefolgt von Gloggnitz (zwei Fälle).
Warum derzeit diese Häufung auftritt, kann Neumüller nicht sagen. Aber das neue Gewaltschutzgesetz, das mit 1. Jänner 2020 in Kraft trat, verspricht Opfern mehr Schutz.
Bezirkspolizeikommandant Neumüller: "Mit einem verhängten Betretungsverbot geht nun automatisch ein Annäherungsverbot an das Opfer von 100 Metern einher. So etwas musste früher vom Polizeibeamten extra festgelegt werden." Ein weiterer Schutzmechanismus betrifft die Durchsuchung von Gewalttätern. Neumüller: "Wir haben nun die Kompetenz zur Personendurchsuchung." Damit können Polizisten den Wohnungsschlüssel sicherstellen, damit der Täter nicht in das gemeinsame Zuhause zurückkehren kann.
Ein Zungenbrecher mit großer Wirkung wurde ebenfalls eingeführt: die "Sicherheitspolizeiliche Fallkonferenz". "Das ermöglicht den Austausch von Frauenhaus, Polizei und Staatsanwaltschaft. Das ist für Hochrisikofälle wichtig, etwa, wenn ein Täter mehrmals anfiel", so Neumüller.

Zur Sache
Gewaltschutzzentrum NÖ: 02622/24300, E-Mail: office.wr.neustadt@gewaltschutzzentrum-noe.at
Weißer Ring: 0800 112 112, www.opfernotruf.at
Frauenhelpline: 0800 222 555, www.frauenhelpline.at

Gewalt in den eigenen vier Wänden: die Polizei musste bis 16. Jänner bereits 15 Mal einschreiten.
Oberstleutnant Johann Neumüller
Autor:

Thomas Santrucek aus Neunkirchen

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