14.11.2016, 00:00 Uhr

Immer wenn die Jauche stinkt: Konfliktzone in Thernberg

Jauchespritzen bis knapp vor die Grenze: die Familie ist verzweifelt. (Foto: privat)

Äcker neben Siedlung sorgen für die sprichwörtlich "dicke Luft".

Eine junge Familie ist verzweifelt: Der Landwirt spritzt die Jauche bis knapp zur Grundgrenze. Er ist im Recht, aber ist das menschlich in Ordnung? Inzwischen wird sogar vermutet, dass die politische Farbe mit dem Ärger zu tun hat

BEZIRK NEUNKIRCHEN. Der Landwirt ist ÖVP-Gemeinderat, die Häuslbauerin saß für die SPÖ im Gemeinderat Scheiblingkirchen. Und die junge Frau arbeitet für einen roten Nationalrat. Grund genug für Zores?

Warum vorm langen Wochenende?

Die Anrainerin in der Bachgasse: "Warum bringt er die Jauche um 14 Uhr aus, wenn er weiß, dass ein langes Wochenende bevorsteht?"
Auch das Stapeln von Siloballen unweit des Wohnhauses stinkt dem Ehepaar. "Das schränkt uns ein. Das Feld ist so groß und sie stehen hier. Ich erachte das schon als Schikane", so die Thernbergerin.

"Fingerspitzengefühl"
Bürgermeister Johann Lindner (ÖVP) wurde von der Familie bereits schriftlich über die Probleme informiert. Ohne Erfolg. Der Ortschef sprach von einem "gewissen Fingerspitzengefühl", das hier angebracht sei.

Bauer überrascht

Und der Landwirt und ÖVP-Gemeinderat? Der zeigte sich überrascht, als die Bezirksblätter mit ihm über den Konflikt Jauche und Siloballen sprachen. "Mit mir hat noch keiner darüber gesprochen", so der Bauer. Absichtlich mache er das nicht. Die Bezirksblätter schlugen dem Landwirt vor, das klärende Gespräch mit der Familie zu suchen.
Ein erstes Gespräch der beiden Streitparteien brachte leider nicht den gewünschten Durchbruch.

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