So tickt NÖ - Teil 7
Teilzeit-Ehrenamt als Stütze in Niederösterreich
Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher stehen aufs Ehrenamt, fix verpflichten wollen sie sich eher nicht. Von Nachbarn erwarten sie Rücksicht.
NÖ. Die Niederösterreicher sind Vereinsmeier. 86 Prozent, also so gut wie alle, halten Vereine für wichtig, lebendig und zeitgemäß. Allerdings, jeder Zweite will sich nicht dauerhaft an ein Ehrenamt binden, lieber nur bei einem konkreten Projekt und auf Zeit mitarbeiten.
- Links: Wie wichtig ist ehrenamtliches Engagement für eine Gemeinde?
Rechts: Wird in der Nachbarschaft bei kleinen Alltagsdingen geholfen? - Foto: Grafik MeinBezirk/Reisner
- hochgeladen von Sandra Schütz
Ein Ergebnis unserer großen MeinBezirk-Meinungsforschung, das durchaus aufhorchen lässt, ist Niederösterreich doch das Land der Freiwilligen. Vieles würde auch in den Gemeinden des Landes stillstehen, gäbe es die unzähligen "Dorfheldinnen" und "Dorfhelden" nicht. Dass rund ein Drittel jederzeit spontan im Notfall zur Stelle wäre, stimmt wiederum positiv.
Niederösterreicher wollen helfen
Anderen helfen und Gutes tun ist dann auch für 73 Prozent der Niederösterreicher der größte Antrieb, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das bereichert nicht nur das kulturelle und soziale Leben einer Gemeinde, sondern auch die Helfer selbst. Jeder Zweite schätzt es, so neue Erfahrungen sammeln zu können. Und auch der Austausch zwischen Alteingesessenen und Zuagroasten nimmt durch das Vereinsleben Fahrt auf, finden 39 Prozent.
Leben und leben lassen
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" – ein Sprichwort, das den Niederösterreichern aus der Seele spricht. Für 84 Prozent ist demnach Respekt und Rücksichtnahme der Schlüssel für ein gutes Zusammenleben, noch wichtiger ist ihnen ein freundlicher Umgangston und Hilfsbereitschaft. Ein gutes Einvernehmen in der Nachbarschaft verbessert die Lebensqualität für mehr als zwei Drittel der Niederösterreicher und kann mitunter auch durch Krisenzeiten helfen. 89 Prozent, also fast alle, wollen auf gegenseitige Unterstützung nicht verzichten. Für 58 Prozent sind die Menschen nebenan Freunde, das gibt Sicherheit und Vertrauen.
- Foto: Grafik MeinBezirk/Reisner
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Weitere Ergebnisse im Detail
- Halten Sie Vereine für eine zeitgemäße Form freiwilligen Engagements? 68% ja - 18% eher ja - 7% eher nein - 3% nein - 4% KA
- Was würde Sie persönlich motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren? 73% anderen helfen & Gutes tun - 36% neue Menschen kennenlernen - 15% berufliche Erfahrungen sammeln - 26% Persönlichkeitsentfaltung - 46% neue Erfahrungen sammeln - 27% persönliche Weiterbildung - 8% KA
- Warum sollte gute Nachbarschaft gepflegt werden? 69% bessere Lebensqualität - 61% mehr Sicherheit im Wohnumfeld - 58% soziale Kontakte und Freundschaften - 53% mehr Vertrauen untereinander - 55% Unterstützung in Krisenzeiten - 74% angenehme Atmosphäre im Wohnumfeld - 1% KA
- Wie sehr fühlen Sie sich in Ihrer Nachbarschaft zu Hause? 44% sehr - 46% etwas - 8% gar nicht - 2% KA
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- Die Live-Analyse auf Gemeinde TV mit Andreas Punz, MeinBezirk Niederösterreich Chefredakteur Oswald Hicker und Meinungsforscher Christoph Haselmayer.
- Foto: Gemeinde TV
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