Landtagswahl Burgenland 2020
Mobilität und Klimaschutz zentrale Themen in Pinkafeld

Die Diskussionspartner: Julia Kernbichler (NEOS), Christian Dax (SPÖ), Regina Petrik (GRÜNE), Thomas Steiner (ÖVP), Pascal Kettenhummer (Landesschulsprecher), Anna Bozecski (Landesgeschäftsführerin NEOS), Andreas Kuchelbacher (LBL), Konstantin Langhans (FPÖ)
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  • Die Diskussionspartner: Julia Kernbichler (NEOS), Christian Dax (SPÖ), Regina Petrik (GRÜNE), Thomas Steiner (ÖVP), Pascal Kettenhummer (Landesschulsprecher), Anna Bozecski (Landesgeschäftsführerin NEOS), Andreas Kuchelbacher (LBL), Konstantin Langhans (FPÖ)
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NEOS Burgenland und Landesschülervertretung organisierten Podiumsdiskussion zur Landtagswahl in Pinkafeld.

PINKAFELD. In Pinkafeld fand die erste von mehreren Schuldiskussionen organisiert von NEOS Burgenland und der Landesschülervertretung statt. Rund 200 Schüler nahmen an dieser teil.
Julia Kernbichler (NEOS): "Ich freue mich, dass NEOS einen Beitrag zur politischen Kultur im Burgenland leisten konnte, diesen Stil werden wir auch im Landtag fortsetzen. Wir bedanken uns für die Unterstützung der Landesschülervertretung und der Schulen und freuen uns, dass sich die Vertreter aller Parteien der Diskussion zu den Zukunftsthemen gestellt haben", betont Kernbichler.

Julia Kernbichler: "Das große Interesse an der heutigen Schuldiskussion zeigt, wie wichtig es ist, dass diese stattfinden und Schüler die Gelegenheit bekommen, sich mit der Politik und den jeweiligen Parteiprogrammen auseinanderzusetzen."

Beitrag geleistet

"Wir alle haben heute einen Beitrag dazu geleistet, dass Demokratie ein Stück weit mehr gelebt wird und mehr Interesse an der Politik besteht, das freut uns als Landesschülervertretung ganz besonders", so Moderator und Landesschulsprecher Pascal Kettenhummer.
Am Podium diskutierten Christian Dax (SPÖ), Thomas Steiner (ÖVP), Konstantin Langhans (FPÖ), Regina Petrik (GRÜNE), Andreas Kuchelbacher (LBL) und Julia Kernbichler (NEOS).

Mobilität im Fokus

Alle Diskutanden waren sich einig, dass der öffentliche Verkehr ausgebaut und gestärkt gehört. "Im Norden passt es schon ganz gut, im Süden schaut es hingegen nicht so rosig aus. Da sehe ich die Priorität beim Bus statt bei der Schiene. Das geht schneller, da eine Umsetzung im Bahnbereich schwierig ist und viel zu lange dauert", so Kuchelbacher.
"Eine flächendeckende Einführung eines Gemeindebussystems und Ausbau der Busverbindungen insgesamt ist rasch umzusetzen und ein zentraler Faktor für uns. Jeder sollte die Wahlmöglichkeit haben, mit dem Auto oder öffentlich zu fahren. Das ist vor allem im Landessüden derzeit kaum möglich", betonte Steiner.
Petrik spricht sich, ebenso wie Kernbichler, für den Bahnausbau aus: "Es kann nicht sein, dass das Südburgenland bahnmäßig nicht vorhanden ist. Der Bezirk Güssing ist überhaupt nicht angebunden. Wir wollen einen Schienenausbau und eine Revitalisierung stillgelegter Gleise."
"Mit G1 nach Wien und G2 nach Graz gibt es bereits ein gutes Angebot. Wir setzen auf das was möglich ist. Bei der Bahn gab es Evaluierungen und die zeigten, dass die Anzahl der Bahnfahrer einfach zu gering war. Ideen wie Carsharing oder Umrüstung der Busse auf Wasserstoffantrieb gehören gefördert", meint Dax.
"Mehr Unterstützung von Angeboten wie "Give me a Ride" oder eine Fahrgemeinschaftsapp wären eine Idee, um Alternativen zu bieten", so Kernbichler. "Es ist gut, im Öffentlichen Verkehr zu tun, was möglich ist, aber man sollte nichts Unrealistisches versprechen. Derzeit sind viele Angebote einfach unattraktiv. Vor allem die Verbindung vom Süden in den Norden ist mit Öffis nicht zumutbar", so Langhans.

Bildungsmaßnahmen beim Lehrplan

Im Bildungsbereich sprechen sich die Teilnehmer für eine "Entrümpelung des Lehrplanes" aus. "Die Basics sind notwendig, aber selbstbestimmtes Lernen gehört gestärkt. Es ist wichtig, die individuellen Stärken zu erkennen und zu fördern", so Petrik.
"Wir wollen den Jugendlichen mehr Chancen geben. Eine Zukunftsvision ist den Führerschein in der Schulzeit zu machen. Auch die Förderung von Auslandaufenthalten ist ein wichtiges Ziel. Es funktioniert gut, gerade im Burgenland ist das Bildungsniveau hoch, dennoch soll noch einiges verbessert und auch an die Anforderungen der Wirtschaft angepasst werden", sagt Dax.
Für Steiner ist ein "differenziertes Schulsystem" immens wichtig: "Ein vielseitiges Angebot, das auf Interessen und Stärken eingeht, ist wesentlich. Politische Bildung gehört in den Unterricht."
"Bildung muss sich lohnen. In vielen Bereichen hat das Bildungssystem in den letzten Jahren versagt. Dem wollen wir als Liste Burgenland entgegenwirken", sagt Kuchelbacher.
Für Kernbichler sind "Medienkompetenz und Klimaschutz" für die Zukunft in den Lehrplan miteinzubauen: "Wir fordern mehr Schulautonomie und Förderung der Stärken jedes Einzelnen."
Auch Langhans sieht Verbesserungsbedarf im Lehrplan: "Ein wichtiger Punkt für uns ist die Unterstützung von Pflichtpraktika. 2019 konnten wir 148 Praktika durch Subventionierung ermöglichen. Dafür nahm die Regierung in den letzten drei Jahren 300.000 Euro in die Hand." 

Klimaschutz bis Startups

Ein weiteres Schwerpunktthema, das alle Parteien einigt, ist der Klimaschutz. "Abseits vom Verkehr, der im Burgenland einen Haupanteil am CO2-Ausstoß ausmacht, gibt es noch viele Bereiche, wo anzusetzen ist. Sanierung im Wohnbau, Erneuerbare Energie - da hat die neue Bundesregierung ein ambitioniertes Ziel. Auch beruflich bietet die Energiewirtschaft oder öffentlicher Verkehr viel Potential. Gerade im Gesundheits- und Pflegebereich wird der Bedarf an Fachkräften ebenso steigen", sagt Petrik.
"Eine Mehrbelastung der Pendler darf es nicht geben und wird es mit uns nicht geben", so Langhans, der den "erfolgreichen Weg für das Burgenland weiter gehen" will: "Schuldenabbau, weitere Unterstützung für die Wirtschaft, um die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt und bei den Beschäftigten fortzusetzen, sind unsere Pläne. Wir müssen auch junge Leute noch mehr unterstützen, damit sie ihre Ideen umsetzen können. Da ist noch einiges zu tun. "
 "Wir wollen bei der Schulen ansetzen, Wirtschaftsförderungen ausbauen und auch junge Startups mehr Möglichkeiten bieten."
Auch Steiner und Kuchelbacher fordern mehr Förderung für Jungunternehmer. "Eine Idee sind Bürozentren für Startups. Das war ursprünglich der Gedanke für Technologiezentren, dort sind aber meist nur große Unternehmen eingemietet."

Zielsetzungen für die Wahl

"Wir wollen mit der Liste Burgenland den Wiedereinzug schaffen", erklärt Kuchelbacher. Steiner und Langhans streben eine Regierungsbeteiligung an. "Wir sind im Burgenland stark verankert und eine gute Mischung. Wir wollen in einer Regierung einiges verbessern", so Steiner. "Wir wollen den erfolgreichen Weg von Rot-Blau fortsetzen", wiederholt Langhans.
Eine solche ist auch für Petrik denkbar: "Doskozil wird Landeshauptmann bleiben. Wir können uns eine Regierungsbeteiligung vorstellen, wenn die SPÖ das will. Ansonsten werden wir eine starke Opposition sein. Jedenfalls wollen wir gestärkt aus der Wahl hervorgehen." "Wir haben schon gezeigt, was wir können und wollen dies nun auch als konstruktive Oppositionskraft im Landtag beweisen. Das Ziel ist der erstmalige Einzug", meint Kernbichler.
Für Dax gilt: "Hans Peter Doskozil muss Landeshauptmann bleiben. Wir wollen weiter für das Burgenland das beste herausholen."

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