Frauenfußball in Österreich
FC Südburgenland erkämpft Sieg in Altenmarkt

Der FC FarbenPartner Südburgenland durfte über den zweiten Sieg in Folge jubeln.
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Der FC FarbenPartner Südburgenland kehrte mit sechs Punkten vom Auswärtsdoppel in Altenmarkt zurück.

ALTENMARKT. Nach der zweiwöchigen Länderspielpause war wieder Planet Pure Frauenbundesliga angesagt. Der FC Farbenpartner Südburgenland gastierte beim SKV Altenmarkt, wo man im Frühjahr in einer engen Partie mit 3:2 gewann.
Nach dem Sieg gegen Bergheim sollte auch in Altenmarkt ein Dreipunkter eingefahren werden, um sich ins Mittelfeld nach vor zu positionieren.

Klarer Elfmeter vorenthalten

Gleich zu Beginn zeigte sich ein kampfbetontes und emotionales Spiel. Den ersten Aufreger gab es nach gut 6 Minuten als Emily Planer in einen Rückpass von Carina Melchior sprintete und Keeperin Vanessa Kuttner umkurvte. Einschussbereit wurde sie einen halben Meter vorm leeren Tor von Desiree Wiener am Bein getroffen - ein klarer Elfmeter, Schiedsrichter Oliver Fix hatte dies jedoch anders gesehen.
Danach entwickelte sich ein offenes Match, auch wenn Torszenen eher Mangelware blieben und meist durch Fehler begünstigt wurden. So hatte Chiara Schaub nach unglücklicher Kopfballabwehr der starken Katja Graf die Riesenchance alleine vor Keeperin Magdalena Eberhardt auf die Führung, sie verzog aber aus kurzer Distanz (20.). In Minute 26 tankte sich Patrícia Gašparovičová durch und bediente Franziska Thurner, die zielte mit ihrem hohen Ball am langen Eck vorbei.

Zwei Tore, eines zählt

In der 35. Minute dann die nächste knifflige Szene - Hannah Kunschert spielt ideal in die Tiefe und Vanessa Rauter trifft im Rutschen an Keeperin Eberhardt vorbei, doch der Assistent hatte die Fahne oben - eine hauchdünne Entscheidung (möglicherweise gleiche Höhe) mit viel Glück für die Gäste aus dem Südburgenland.
Knapp zwei Minuten später dann der Jubel bei den Mahlknecht-Mädels. Ein hoher Ball von Gašparovičová auf Planer, die den Abschlagversuch von Wiener ideal herunternimmt und halbvolley aus knapp 18 Metern über Kuttner zum 0:1 versenkt. Im Finish konnte sich Eberhardt mit einer tollen Parade noch gegen einen Schaub-Schuss auszeichnen (44.).

Gerangel um den Ball zwischen Franziska Thurner und Carina Melchior
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Späte Entscheidung

Nach einigen Minuten gab es wieder ein wenig Aufregung. Nach einem Freistoß von Wiener und einem Gestocher traf Sophie Grafl zunächst aus sieben Metern die Latte, danach springt beim Nachschuss von Henrieta Polacikova der Ball an den Arm von Rauter, Diana Lemesova stochert den Ball zwar über die Linie, aber Fix hatte bereits auf Handspiel entschieden (53.).
Altenmarkt zeigte sich weiter bemüht, verstrickte sich aber immer wieder auch in verbale Kritik zu Entscheidungen des Schiedsrichterteams. Südburgenland versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. So wurde ein solcher von Thurner zum harmlosen Schupfer in die Arme von Kuttner aus spitzem Winkel (71.). Auf der Gegenseite zielte Schaub einen Freistoß knapp drüber (80.).
Sechs Minuten später fiel dann aber die Entscheidung - nach weitem Abstoß von Katja Graf ließ Thurner zunächst zwei Verteidigerinnen stehen, umspielte die zaghaft agierende Lemesova und ließ dann aus kurzer Distanz Kuttner keine Chance (86.).
Altenmarkt gab aber weiter nicht auf und wollte den Treffer erzwingen, doch Grafl (87.) aus wenigen Metern überhob das Tor und dann zeichnete sich Eberhardt bei einem weiteren Schuss der Altenmarkterinnen auszeichnen (89.). So blieb es beim erkämpften 2:0-Auswärtssieg der Südburgenländerinnen, die damit auf Platz 5 nach vor rückten.

Stimmen

FC Südburgenland-Kapitänin Susanna Koch-Lefevre: "Wir waren das effizientere Team. Altenmarkt hatte nach der Pause mehr Ballbesitz, konnte daraus aber keinen Nutzen ziehen. Wir haben es erstmals in der Saison geschafft, ohne Gegentor zu bleiben. Mit dem Sieg konnten wir gleich vier Plätze gut machen."

FC Südburgenland-Trainer René Mahlknecht: "Ich bin überglücklich über das 2:0. Es war ein schwieriges Spiel und eine großartige taktische Leistung meines Teams. Wir stehen jetzt dort, wo wir auch hingehören - im Mittelfeld der Tabelle."

Desiree Wiener, Spielerin SKV Altenmarkt: "Wir haben schlecht ins Match gefunden und uns dem  Spielstil von Südburgenland angepasst, statt selbst zu agieren. Wir haben unsere Chancen nicht zu Ende gespielt, Südburgenland unsere Eigenfehler zu zwei Toren genutzt. Zweite Halbzeit haben wir Vieles probiert, hatten aber das Glück nicht auf unserer Seite. Wir haben die drei Punkte zu leicht verschenkt!"

Jennifer Köppel, Spielerin FC Südburgenland: "Es war aus meiner Sicht ein sehr schwieriges Spiel, das wir mit einer großartigen Leistung des gesamten Teams für uns entscheiden konnten. Wir haben unsere Chancen genutzt und die Null bis zum Schluss gehalten. Nach diesem zweiten Sieg infolge wollen wir im kommenden Heimspiel weitere drei Punkte einfahren und uns somit im Mittelfeld festsetzen."

Die 1b-Spielerinnen bejubelten schließlich einen 4:2-Sieg und den ersten vollen Erfolg in der Future League.
  • Die 1b-Spielerinnen bejubelten schließlich einen 4:2-Sieg und den ersten vollen Erfolg in der Future League.
  • Foto: FC Südburgenland
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Erster Sieg fürs 1b-Team

Im Anschluss durfte das 1b-Team in der Future League ebenfalls über einen vollen Erfolg jubeln. Nach einigen ausgelassenen Möglichkeiten bediente nach schnellem Angriff Linda Popofsits die freie Stefanie Koch-Lefevre, die mit leichtem Lupfer Altenmarkt-Torfrau Sara Ludwig bezwang (15.). Danach hatten die Gästenach einem Eckball mit einem Lattenkopfball Pech (23.), ehe sich auf der Gegenseite "Ersatz-Keeperin" Isabella Gold gegen Polacikova auszeichnete (27.).
Trotz Überlegenheit gegen eine Altenmarkter Notelf blieb es beim 1:0 für Südburgenland nach 45 Minuten. Nur wenige Minuten nach Seitenwechsel gelang Hannah Kunschert der Ausgleich (48.). Doch die Graf-Mädels gingen erneut durch Koch-Lefevre in Führung (50.). Polacikova schaffte abermals den Ausgleich fürs wacker kämpfende Heimteam (69.). Wieder dauerte es aber nur kurz und Popofsits brachte Südburgenland 1b wieder in Front (73.). Im Finish gelang ihr auch noch das Tor zum 4:2. Damit belohnten sich die Südburgenländerinnen erstmals mit einem Sieg.

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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