Er bringt das Beatboxen in die Schulklassen

Beatboxer Thomas Rieder mit dem von ihm entwickelten Lehrbuch für Betboxen.
  • Beatboxer Thomas Rieder mit dem von ihm entwickelten Lehrbuch für Betboxen.
  • hochgeladen von Stefanie Schenker

Thomas Rieder ist dreifacher Staatsmeister und erfolgreicher WM-Teilnehmer im Beatboxen. Für alle, die immer noch glauben, das sei eine Sportart: Auch wenn dabei zahlreiche Muskeln beansprucht werden und sich bei Ungeübten jedenfalls ein Muskelkater einstellt – ist es doch eine Form von Musik. Dabei ist die Stimme das Instrument, anders als beim Singen werden mit Mund, Nase und Rachen aber Schlagzeug, Percussion und teilweise andere Musikinstrumente imitiert.

Sie wollen das hören? Hier geht es zum Stadtblatt365-Video.

Ursprünglich kommt Beatboxen aus den USA, in Europa gibt es mittlerweile aber die größere Szene dieser Hip-Hop-Kunstform. Das weltweit erste Lehrbuch zu Beatboxen hat ein Salzburger – nämlich der aus Saalfelden stammende Thomas Rieder – gemeinsam mit dem Pädagogen Werner Wiechenthaler entwickelt. Der 27-Jährige musste dafür eine neue grafische Darstellung entwicklen, den mit herkömmlichen Noten wäre er dabei nicht weit gekommen. Sein Brotberuf als technischer Zeichner und Stahlbaukonstrukteur hat ihm dabei geholfen. Die Beats werden in Form von Kegeln dargestellt, einfache Silben zu jedem Beat helfen Anfängern, den richtigen "Ton" zu treffen. Seit Februar ist "The Real Beatbox School" (Verlag Doblinger, Preis: 18,95 Euro) als offizielles österreichisches Schulbuch Teil der Schulbuchaktion. Das Lehrbuch wird außerdem gerade ins Englische übersetzt.

"Wenn man tägliche vier Stunden übt, dann dauert es ungefähr ein Jahr lang, damit es richtig cool klingt", sagt Thomas Rieder, räumt aber gleichzeitig ein: "Ein bisschen etwas kann man schon nach den ersten 15 Minuten, nur das Feingefühl kommt halt erst mit der Zeit. Das Lehrbuch ist sehr einfach aufgebaut und wird durch ein Lehrerhandbuch ergänzt. Wenn sich ein Musiklehrer etwa drei Monate lang damit beschäftigt, dann kann er das Beatboxen auch mit seinen Schülern ausprobieren." Und: Thomas Rieder lebt derzeit zwar in Graz, kommt aber oft und gerne für Workshops direkt in die Schulen. Die Vermittlung erfolgt über die Kunsthilfe Salzburg (http://www.kunsthilfe.at), ein Verein, der Thomas Rieder auch bei seinen eigenen Beatbox-Aktivitäten unterstützt.

Mit seiner Band "Massive Beatscrew" tritt Thomas Rieder bei Konzerten auf. "Wir sind zu dritt, da kann man schon richtige Songs bringen." Und auch wenn man es sich schwer vorstellen kann: Beatboxen passe "sehr, sehr gut zur Volksmusik. Wir sind zum Beispiel schon öfters mit der Trachtenmusikkapelle Maishofen aufgetreten."

Eine Möglichkeit, Beatboxen in einem Workshop mit Thomas Rieder selbst auszuprobieren, gibt es beim Checkpoint Jam am 18. Juli 2014 in Salzburg. Mehr dazu hier.

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