Gartenhummel (Bombus hortorum) - Artportrait
Biodiversität im Pinzgau
- Gartenhummel - Bombus hortorum
- hochgeladen von Guntram Hufler
Die Gartenhummel ist eine im Pinzgau sehr häufig vorkommende Hummelart.
Königinnen fallen schon durch ihre Größe auf (20 – 26mm), aber auch ihre Färbung sticht ins Auge.
Der schwarze Kopf ist bullig und lange und ermöglicht es dieser Hummel auch in sehr tiefe Blüten einzutauchen (z.B. Krokus, Enzian – aber auch die blauen Blüten des Kriechenden Günsel im Frühjahr sind sehr beliebt).
Der Thorax (Brustbereich) ist schwarz behaart, trägt aber am Vorder- und Hinterrand eine auffällig breite, gelbe Binde. Die hintere Binde ist meist sichelförmig gebogen.
Das Abdomen (der Hinterkörper) ist bei weiblichen Tieren (Königinnen und Arbeiterinnen) in 6 Segmente (Tergite) unterteilt. Das 1. Tergit ist gelb behaart, ebenso der Vorderrand von Tergit 2. Der hintere Teil von Tergit 2 und Tergite 3 sind schwarz, der Rest des Abdomens ist grau bzw. weiß behaart.
Eine Verwechslung der Gartenhummel mit anderen Hummelarten ist bei uns im Pinzgau kaum möglich. Die sehr ähnlich aussehende Feldhummel (Bombus ruderatus) habe ich hier noch nie gesehen (dafür liegen wir noch zu hoch; deren Höhenverbreitung endet etwa bei 4-500m).
Am ehesten könnte man die Art noch mit Bombus jonellus (Heidehummel) verwechseln. Aber diese fliegt bereits unmittelbar nach der Schneeschmelze und ist wesentlich kleiner als die Gartenhummel. Deren Gelb ist auch bei weitem nicht so leuchtend.
In warmen Jahren, in welchen auch das Nahrungsangebot gut ist, kann ab dem Sommer eventuell noch eine 2. Generation gebildet werden.
Auf jeden Fall erwarten wir in den nächsten Tagen bereits die ersten Gartenhummel-Königinnen, die aus dem Winterschlaf hervorkommen. Die ersten Tage sind sehr wichtig, um selber zu Kräften zu kommen. Dann geht es an den Nestbau (bevorzugt werden verlassene Mausnester; es werden aber auch alte Vogelnester und sogar Vogelnistkästen besiedelt).
Sobald die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, wird die Königin das Nest nicht mehr verlassen und sich nur mehr der Vergrößerung des Hummelvolkes widmen.
Mit der Plattform „observation.org“ kann man, wenn man Bilder hochlädt, auch gute Bestimmungen bekommen. Ein großer Vorteil ist, dass sich Experten im Hintergrund solche Meldungen auch ansehen und in der Regel auch definitive Bestimmungen machen (das System baut also nicht nur auf ein KI-Bilderkennung auf).
Hummeln lassen sie sich gut fotografieren und auf Grund ihrer Größe ist es meistens auch möglich, mit unscharfen Bildern zu einem Bestimmungsergebnis zu kommen.
Observation.org bietet auch eine APP. Damit kann man also auch die guten Handykameras nutzen.
Laden Sie die observation org app herunter und legen Sie los. Es wird Ihr Naturerlebnis und -empfinden deutlich bereichern.
Wer mit einer Kamera unterwegs ist, kann später seine Funde auch auf der Homepage: www.observation.org hochladen.
Im Bio-Blitz „Biodiversität im Pinzgau“ wird alles gesammelt.
https://observation.org/bioblitz/17549/biodiversitat-im-pinzgau/
Damit kann jeder Einzelne einen Beitrag zur Artkenntnis beitragen.
Auf observation.org kann aber auch Jedermann (-frau) seine eigene, persönliche Fundstatistik haben.
Sie haben Interesse? Sie haben Fragen?
Mich erreicht ihr unter: guntram.hufler@gmail.com
Wo ich kann, werde ich gerne hilfreich zur Seite stehen!
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