Felssturz am Hochkönig
Großeinsatz in Dienten
- Der Felssturz war weit zu sehen.
- Foto: FF Dienten am Hochkönig
- hochgeladen von Christian Amtmann
Naturgewalt am Hochkönig: Mitten im beliebten Wandergebiet donnerten Zwei massive Felsstürze ins Tal und lösen Großeinsatz in Dienten aus. Drohnen waren im Einsatz.
Dienten am Hochkönig. Zwei gewaltige Felsstürze haben am Donnerstag im Bereich Weisskar–Wasserofenboden am Hochkönig einen Großeinsatz von Feuerwehr, Bergrettung und Behörden ausgelöst. Die Gesteinsmassen gingen am Nachmittag beziehungsweise am frühen Abend im Gemeindegebiet von Dienten nieder und sorgten für erhebliche Sicherheitsmaßnahmen im betroffenen Gebiet. Nach dem zweiten Felssturz gegen 20 Uhr wurde in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Zell am See eine umfassende Suchaktion gestartet. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Personen im Gefahrenbereich aufgehalten hatten, rückten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Bergrettung Dienten aus, um das schwer zugängliche Gelände nach möglichen Verletzten oder Verschütteten abzusuchen.
Drohnen unterstützen Suchaktion
Die Suche gestaltete sich aufgrund des steilen und unwegsamen Geländes besonders schwierig. Um einen Überblick über das Ausmaß der Felsstürze zu erhalten und mögliche Personen rasch lokalisieren zu können, kamen Drohnen zum Einsatz. Die Einsatzkräfte sondierten das betroffene Gebiet aus der Luft und überprüften die Schuttkegel sowie angrenzende Bereiche auf Hinweise auf verschüttete oder verletzte Wanderer.
Zufahrtsweg gesperrt
Aus Sicherheitsgründen wurde der Zufahrtsweg in den betroffenen Bereich vorübergehend gesperrt. Die Behörden appellierten an die Bevölkerung und Besucher, die Absperrungen strikt einzuhalten und das Gefahrengebiet zu meiden. Durch weitere mögliche Felsbewegungen könne weiterhin Gefahr bestehen.
Beliebte Wanderwege bleiben offen
Trotz der Ereignisse bleiben die bekannten und stark frequentierten Wanderwege am Hochkönig nach aktuellem Stand geöffnet. Die Behörden beobachten die Lage jedoch weiterhin genau und behalten sich weitere Maßnahmen vor, sollte sich die Situation verändern.
Ursache noch unklar
Wodurch die beiden Felsstürze ausgelöst wurden, war zunächst nicht bekannt. Experten gehen davon aus, dass sowohl geologische Prozesse als auch Witterungseinflüsse eine Rolle gespielt haben könnten. Das Ausmaß der abgegangenen Gesteinsmassen wird derzeit von Fachleuten untersucht. Die Suche nach möglichen Betroffenen sowie die Beurteilung der Gefahrenlage standen bis in die Abendstunden im Mittelpunkt der Einsatzmaßnahmen. Informationen über Verletzte oder Verschüttete lagen zunächst nicht vor.
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