AMS-Chef Burgstaller
"Pongauer Lehrstellenmarkt ist von Krise nicht betroffen"

Thomas Burgstaller, Leiter des Arbeitsmarktservice Bischofshofen, freut sich, dass zumindest der Lehrstellenmarkt in der Krise floriert.
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  • Thomas Burgstaller, Leiter des Arbeitsmarktservice Bischofshofen, freut sich, dass zumindest der Lehrstellenmarkt in der Krise floriert.
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Wer auf der Suche nach einer Lehrstelle ist, muss sich derzeit weniger Sorgen um Arbeitsplätze machen: Laut AMS-Statistik befindet sich der regionale Lehrstellenmarkt weiterhin im Wachstum. 

PONGAU. Entgegen aller Befürchtungen wächst der Lehrstellenmarkt in der Krise weiter. Aktuell sind 123 Lehrstellen (+39) zur Besetzung im Arbeitsmarktservice Bischofshofen gemeldet. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist im Dezember um zehn auf 24 angewachsen. AMS-Leiter Thomas Burgstaller erklärt diesen Trend: "Salopp gesagt haben die Unternehmen die Lehre aus der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 gezogen. Damals gab es einen starken Bruch, Betriebe schraubten die Ausbildung zurück. Aufgrund des resultierenden Fachkräftemangels beharren die meisten jetzt trotz Krise auf der Ausbildung, weil es ja auch eine Zeit danach gibt."

Salzburg ist gutes Pflaster für Lehrlinge

Laut Burgstaller gingen die Lehrstellen nur im Tourismus aus reiner Strukturbereinigung leicht zurück, sie machen aber immer noch 40 Prozent der Lehrstellen im Pongau aus. Ansonsten sei der Lehrstellenmarkt sehr stabil. Österreichweit sei die Situation unterschiedlich, aber:

"In Salzburg kann man definitiv sagen, dass der Lehrstellenmarkt von der Krise nicht betroffen ist." (AMS-Leiter Thomas Burgstaller) 

Die Tabelle und Grafik zeigt die positive Entwicklung des Lehrstellenmarktes im Pongau.
  • Die Tabelle und Grafik zeigt die positive Entwicklung des Lehrstellenmarktes im Pongau.
  • Foto: Arbeitsmarktservice Bischofshofen/Arbeitsmarktservice Salzburg
  • hochgeladen von Alexander Holzmann

Jobmarkt verlangt höhere Qualifikation

Die Lehre sei aufgrund gefragter Fachkräfte nicht nur Thema bei 15- und 16-Jährigen, sondern auch bei bis zu 29-Jährigen: "Es gibt nach wie vor Branchen, wo dringend Personal gesucht wird. Wir bauen die Fachkräfteausbildung am zweiten Bildungsweg massiv aus, damit viele die Zeit der Arbeitslosigkeit nutzen können. Wir fahren hier Programme wie noch nie, müssen aber auch die Leute erreichen", sagt Burgstaller.



"Wir bauen die Fachkräfteausbildung am zweiten Bildungsweg derzeit massiv aus."AMS-Chef Thomas Burgstaller

Er verweist darauf, dass 43 Prozent der aktuell Arbeitslosen lediglich einen Pflichtschulabschluss haben, der Jobmarkt aber eine andere Qualifikation verlange. Händeringend suchen 
derzeit Metall- und Elektroberufe, Bauwirtschaft und Handel im Pongau nach Lehrlingen.

Lehre gilt als krisensicher

Burgstaller sieht die Lehrstellen auch künftig nicht in Gefahr:

"Gewisse Unternehmen pausieren ihre Ausbildung in der Krise, bilden aber schon ein Jahr später wieder aus. Manche Lehreintritte haben krisenbedingt statt gewöhnlich im September erst jetzt im Jänner begonnen."

Zudem gäbe es auch einige Lehrstellen, die sofort zu besetzen seien. "Ein größeres Problem haben junge Erwachsene ab 19 Jahren mit höherer Schulausbildung oder Studium in den Markt reinzukommen. Praktika und Trainee-Programme werden in Betrieben deutlich häufiger dicht gemacht als Lehrstellen."

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