Flow Massage
Masseurin machte sich in Aigen-Schlägl selbstständig

Magdalena Mitschdörfer ist Masseurin.
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AIGEN-SCHLÄGL (srh). "Eine eigene Praxis war schon immer mein Traum", freut sich Magdalena Mitschdörfer. Die 24-Jährige hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und Anfang Mai ihr Massageinstitut "Flow" in Aigen-Schlägl eröffnet. Mitschdörfer absolvierte eine Ausbildung als Einrichtungsberaterin. "Es war für mich immer klar, dass ich Masseurin werde. Da man diesen Beruf erst ab dem 17. Lebensjahr ausüben kann, habe ich mich entschieden vorher eine Lehre zu machen, um Geld zu verdienen", so die Aigen-Schläglerin. Danach bewarb sich die 24-Jährige im Hotel Guglwald, wurde angenommen und machte eine Lehre als Masseurin. Es folgten zahlreiche Zusatzausbildungen. 2017 absolvierte Mitschdörfer die Meisterprüfung. Nach einem weiteren Jahr im Hotel ging sie nach Kitzbühel auf Saison.

Von der Idee zur eigenen Praxis

Die 24-Jährige war fest davon überzeugt, dass sie sich selbstständig macht und plante im Kopf bereits die nächsten Schritte. "Ich habe zufällig erfahren, dass in Aigen-Schlägl leerstehende Räume zu vermieten sind. Anschließend telefonierte ich eine Stunde mit dem Vermieter. Drei Tage später habe ich gekündigt, kam zurück in den Bezirk und traf mich mit diesem", erinnert sich Mitschdörfer. Laut ihren Aussagen habe alles sofort geklappt. Sie und ihr Freund bekamen die Wohnung im ersten Stock und die leerstehenden Räume im Erdgeschoß. "In den folgenden zwei Monaten wurde alles geplant, vorbereitet, möbliert und fertig gestellt. Ich habe jeden Tag gearbeitet. Nicht einmal an einem Sonntag konnte ich auf der Couch entspannen", sagt die Aigen-Schläglerin. Die Masseurin erklärt, dass sie jeden Tag sehr hart an ihrem jetzigen Erfolg arbeiten musste. "Bis in die Nacht habe ich am Businessplan gefeilt. Es sollte einfach alles perfekt sein. Entweder ich mache es gescheit oder ich lasse es bleiben", so Mitschdörfer.

Eröffnung im Mai

Im Mai war es dann soweit: Die Eröffnung stand bevor. "Klar war ich nervös. Ich wusste nicht, wie viele Leute kommen oder ob ich erfolgreich sein werde", berichtet die 24-Jährige. Gezweifelt habe sie an ihrem Unternehmen laut eigenen Aussagen nie. "Ich traf immer die richtigen Menschen, die mich immer perfekt unterstützt haben. Ohne sie wäre das alles gar nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich mich bei allen herzlich bedanken", freut sich die Unternehmerin. Zur Eröffnung kamen dann etwa 250 Leute, die mit der Aigen-Schläglerin bis in die Morgenstunden feierten. Mit so vielen habe sie nicht gerechnet. In ihrer ersten Arbeitswoche war Mitschdörfer bereits ausgebucht. "Der Andrang war riesig", berichtet sie. Die 24-Jährige hat nun einen guten Kundenstamm, welcher regelmäßig wächst. "Ich freue mich sehr, dass alles so gut gelaufen ist und bin gespannt auf neue Herausforderungen", sagt Mitschdörfer abschließend.

Besondere Herausforderungen 

Aus vielen Gesprächen mit Selbstständigen weiß Andreas Höllinger, Bezirksvorsitzender der Jungen Wirtschaft Rohrbach, dass solche Unternehmer besonderen Herausforderungen gegenüberstehen. Die Firmengründer müssen sich um alle unternehmerischen Aufgaben selbst kümmern. Dabei läuft man Gefahr, unangenehme Dinge hinauszuschieben. "Das erfordert besondere Selbstdisziplin und Organisationstalent", betont der JW-Vorsitzende. Das breite Aufgabengebiet, das sich über die eigentliche Tätigkeit hinaus auch auf bürokratische, buchhalterische und organisatorische Aufgaben erstreckt, nimmt gerade in der Anfangsphase verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch. Aus Kostengründen ist für Ein-Person-Unternehmen (EPU) die Anmietung oder gar Errichtung von Büroräumlichkeiten nicht möglich. "Hier bleibt oft nur die Arbeit von zu Hause aus, im Homeoffice, die immer auch mit den Ablenkungen des Alltags verbunden ist und eine strikte Trennung von Arbeits- und Freizeit erschwert", berichtet der St. Martiner.

Unterstützung für die Unternehmer

"Seitens der Interessenvertretungen wird daher viel angeboten, um EPU, aufstrebenden Start-ups und Jungunternehmen ihre Tätigkeiten zu erleichtern und Hilfestellungen anzubieten", so Höllinger. Es gibt Förderungen für die Einstellung des ersten Mitarbeiters, kostenlose Beratungsangebote zu unterschiedlichen Aspekten, spezielle Seminarangebote, die auf relevante und brennende Themenschwerpunkte zugeschnitten sind oder auch Networking-Events, die das Knüpfen von Kontakten und den Austausch mit Gleichgesinnten ermöglichen. Ein voll ausgestatteter EPU-Raum im WIFI Linz steht ebenfalls zur Verfügung. Dieser kann von den Unternehmern kostenlos genutzt werden.

Autor:

Sarah Schütz aus Rohrbach

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