17.05.2017, 00:00 Uhr

Der sportliche Weg in die tägliche Arbeit

Die Fahrt mit dem Fahrad zur Arbeitstelle nach Rohrbach und nach Hause ist für Hannes Bohaumilitzky „ein absoluter Gewinn von Lebensqualität“.

Der Haslacher Hannes Bohaumilitzky (60) fährt mit dem Rad zu seiner Arbeitsstelle nach Rohrbach.

HASLACH (hed). Der Frühling steht vor der Tür. Darauf freut sich Hannes Bohaumilitzky besonders: Nicht nur, weil er dann die ersten Sonnenstrahlen auf der Terrasse und am Schwimmteich tanken kann. Bohaumilitzky freut sich, ab April wieder jeden Morgen sein Fahrrad zu „satteln“. Auf „Schusters Rappen“ geht es dann ab zur Arbeitsstelle nach Rohrbach. Das Auto bleibt in der Garage stehen.

Seit 10 Jahren

Und das seit nunmehr zehn Jahren, wenn es das Wetter irgendwie erlaubt. „Ich fahre über Güter- und Waldwege, um den Morgen noch intensiver zu genießen, abseits des Autoverkehrs.“ Auch zurück geht es mit dem Rad. „Da mache ich oft sogar Umwege und genieße die schöne Mühlviertler Landschaft. So gewinne ich Abstand von der Arbeit.“ Begonnen hat alles zu seinem 50-er: Ich hatte erhöhten Blutdruck und nicht die besten Blutwerte“, gesteht er. Der Arzt sagte ihm damals: "Du kannst das mit Tabletten regeln, oder du machst mehr Sport." Er entschied sich für die zweite Möglichkeit.“

Geschenk an sich zum 50er

Er habe zwar auch vorher sporadisch Sport betrieben. „Eben ab und zu Joggen, Radfahren und wandern. Im Winter Skifahren“, erzählt er. Aber ab dann entschied er sich, in den wärmeren Monaten des Jahres mit dem Rad in die Arbeit zu fahren. Von Oktober bis März geht er zu Fuß. Auch im Winter, wenn die Witterung nicht zu extrem ist. „Das war sozusagen sein 50er-Vorsatz und er hat durchgehalten“, bestätigt seine Frau Christa.
Der Blutdruck habe sich normalisiert und er genieße die Fahrt in der Natur. „Das entspannt und macht ,fit im Kopf'".
Ein Motiv war die Tatsache, dass er jahrelang als Umweltausschussobmann in der Gemeinde wirkte. „Gerade kürzere Strecken machen den Großteil der Autofahrten aus. Ich wollte auch hier einen Beitrag leisten“, ergänzt er.

Früher aufstehen

Was sich vom zeitlichen Ablauf geändert hat? „Naja, man muss halt früher aufstehen und benötigt eben etwas länger für die Fahrt von und zur Arbeit. Aber dafür hat man auch das schlechte Gewissen los, das ich früher öfter hatte, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam und noch keinen Sport gemacht hatte", schmunzelt er.

Überwindung ist gefragt

Ob es auch Zeiten gebe, wo es ihm schwer falle, durchzuhalten? „Naja, öfter muss man sich schon überwinden.“ Hannes Bohaumilitzky möchte alle ermutigen, für kürzere Strecken öfter auf das Auto zu verzichten und zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Eben auch in die Arbeit. „Für mich ein absoluter Gewinn von Lebensqualität.“
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