Alissa Papp neu in der Schlichtungsstelle
"Die objektive Person in der Mitte"
- Seit Anfang April ist Alissa Papp die zweite starke Personalkraft in der Schlichtungsstelle im Wohnservice der Stadt Salzburg. Zuvor war sieben Jahre lang als Rechtsanwältin tätig. Damit verdoppelte sich die Personalzahl in der Schlichtungsstelle.
- Foto: Schrofner
- hochgeladen von Daniel Schrofner
Mit Anfang April 2025 hat sich das Personal in der Schlichtungsstelle der Stadt Salzburg verdoppelt. Jahrzehntelang bearbeitete Wolfgang Schrofner, Verfahrensleiter der Schlichtungsstelle, die Fälle, wenn sich MieterInnen und VermieterInnen um Kautionen oder andere Angelegenheiten streiten, alleine. Nun gehört auch Alissa Papp zum Team und geht voller Tatendrang an ihre neuen Aufgaben heran.
SALZBURG. Die letzten sieben Jahre vertrat Alissa Papp als Rechtsanwältin, die sich auf das Immobilienrecht spezialisiert hat, die Interessen ihrer Mandanten.
"Ich habe die Arbeit als Anwältin geschätzt, doch schon in meiner Studienzeit war der Wunsch groß, eine objektivere Position einzunehmen, so wie ich es nun in der Schlichtungsstelle machen kann",
erklärt Papp, die ihre Anfänge als Rechtspraktikantin bei Gericht hatte und dort auch als Richterin tätig sein wollte. Nachdem diese Karriere nicht möglich war, schlug sie den Weg zur Anwältin ein und erwarb ihr Wissen und Erfahrung, das sie nun auch in der Schlichtungsstelle der Stadt Salzburg einsetzen kann.
"Meine Erfahrungen in Verhandlungen und im Gerichtssaal können mir hier sicher weiterhelfen",
so die zweifache Mutter von Söhnen.
Fast täglich ein neuer Fall
Die Schlichtungsstelle ist eine Antragsbehörde und kommt dann ins Spiel, wenn sich MieterInnen und VermieterInnen (auch Genossenschaften) nicht ganz einig sind, was unter anderem die Kaution betrifft oder unangemessene Erhöhungen des Mietzinses. Im vergangenen Jahr wurde sie mit 113 neuen Verfahren befasst - im Vergleich zu 2023 (79 neue Verfahren) eine Steigerung von mehr als 40 Prozent. Erstmals seit 20 Jahren gab es über 100 neue Verfahren in einem Jahr. 71 von den 113 Verfahren konnten abgeschlossen werden und fast täglich kommen neue hinzu.
"Viel effektiveres Arbeiten zu zweit möglich"
Wolfgang Schrofner, Verfahrensleiter der Schlichtungsstelle, bearbeitete 38 Jahre lang die Fälle alleine. Nun hat sich die Personalzahl mit Alissa Papp verdoppelt,
"was uns in Zukunft viel effektiver arbeiten lässt. Es ist für alle Seiten ein Vorteil, dass nun zwei Personen in der Schlichtungsstelle tätig sind."
Zuerst muss sie sich aber einarbeiten, die erste Woche war sehr herausfordernd - andere Abläufe, viel Neues kommt auf einen zu. Die Akten und Fälle werden noch gemeinschaftlich bearbeitet, auch die Verhandlungen werden die nächste Zeit noch als Team geführt. In Zukunft will sie diese als objektive Person in der Mitte ruhig und ohne Emotionen führen: "Es ist wichtig immer die Ruhe zu bewahren und nichts persönlich zu nehmen."
Wenn Jobwechsel, dann langfristig
Als sie die Ausschreibung kurz nach dem Jahreswechsel auf einer Karriereseite gesehen hat, hat sich die Pucherin sofort angesprochen gefühlt:
"Mein Interesse war sofort geweckt und ich fand, dass ich das mitbringe, was gesucht wurde."
Der Wunsch sich beruflich zu verändern war da und Papp war klar, wenn sie wechselt, dann nur in eine neue Stelle, in der sie auch langfristig tätig sein wird.
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