Soziale Wärme
Caritas Salzburg eröffnet das Haus Elisabeth mit Notschlafstelle und Tageszentrum

Michael Landau (Präsident Caritas Österreich), Brigitta Pallauf (Obfrau des Fördervereines für das Haus Elisabeth), Johannes Dines (Direktor Caritas Salzburg) und Torsten Bichler (Caritas Fachbereichsleiter Existenzsicherung und Perspektiven).
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  • Michael Landau (Präsident Caritas Österreich), Brigitta Pallauf (Obfrau des Fördervereines für das Haus Elisabeth), Johannes Dines (Direktor Caritas Salzburg) und Torsten Bichler (Caritas Fachbereichsleiter Existenzsicherung und Perspektiven).
  • Foto: Caritas Salzburg
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In der ehemaligen Elisabethbühne eröffnet die Caritas Salzburg eine Winternotschlafstelle für Frauen.

SALZBURG. Es wird ein Ort der Begegnung und Würde sein, an dem Menschen aus allen sozialen Schichten zusammenkommen können: Das "Haus Elisabeth" der Caritas, das Anfang November bei der ehemaligen Elisabethbühne seine Pforten öffnet, soll eine Lücke in der Versorgung armer und armutsgefährdeter Menschen in Salzburg schließen.

Notschlafstelle und Sozialberatung im Haus Elisabeth

Die Einrichtung umfasst ein Tageszentrum, eine Winternotschlafstelle für rund 20 obdachlose Frauen sowie ein Beratungszentrum. Das Tageszentrum soll einen geschützten Raum mit Verpflegung, Beratung, Ruhebereich und Duschen bieten und steht für alle Menschen offen. Ergänzend zur Notschlafstelle "Haus Franziskus" und zur Jugendnotschlafstelle "Exit 7" wird das neue Haus auch als Notschlafstelle für Frauen genutzt.

Armut wird oft nicht wahrgenommen

Zudem wird die Sozialberatung in das "Haus Elisabeth" übersiedeln, die Beratungen sollen künftig auch über das Telefon angeboten werden. "Die Scham der Menschen, vor allem am Land, ist oft sehr groß, daher sind niederschwellige Angebote nötig. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass nur die Menschen aus der unmittelbaren Umgebung in unsere Caritas-Zentren kommen. Das Angebot soll aber für alle Menschen in Not einfach und niederschwellig nutzbar sein. Bei der Sozialberatung wollen wir unseren Klienten einen selbstständigen Weg aufzeigen und diesen unterstützend begleiten", erklärt der Direktor der Caritas Salzburg, Johannes Dines, der darauf hinweist, dass es auch im reichen Salzburg "bittere Not" gebe.

"Wir nehmen sie nur oft nicht wahr, weil sie mit Folgen verbunden ist, die diese Menschen unsichtbar werden lassen. Zum Beispiel Scham, Krankheit, psychische Belastungen und soziale Ausgrenzung", fügt Dines hinzu. Für Menschen, die von Armut betroffen sind, sei ein Leben im Bereich des gesellschaftlich Üblichen nicht möglich, weiß Torsten Bichler von der Caritas Salzburg. "Diese Menschen müssen dann überlegen, ob sie die Wohnung warmhalten oder sich etwas zu essen kaufen können. Für betroffene Kinder ist das besonders schwierig. Nicht leistbare Freizeitaktivitäten oder Lernhilfen wirken sich massiv auf die Zukunftschancen aus", erklärt Bichler.

Kulturelle Veranstaltungen

Ein besonderer Fokus liegt beim "Haus Elisabeth" auch auf der kulturellen Begegnung. Geplant ist, durch verschiedene Veranstaltungen wie etwa Aufführungen auf der ehemaligen Elisabethbühne, Workshops oder Events eine Atmosphäre zu schaffen, die unterschiedlichste Menschen zusammenbringt. Die Caritas sucht derzeit noch Freiwillige für unterschiedliche Aufgaben, etwa für die Essensausgabe.

Michael Landau (Präsident Caritas Österreich), Brigitta Pallauf (Obfrau des Fördervereines für das Haus Elisabeth), Johannes Dines (Direktor Caritas Salzburg) und Torsten Bichler (Caritas Fachbereichsleiter Existenzsicherung und Perspektiven).
Torsten Bichler (Caritas Fachbereichsleiter Existenzsicherung und Perspektiven), Brigitta Pallauf (Obfrau des Fördervereines für das Haus Elisabeth), Johannes Dines (Direktor Caritas Salzburg) und Michael Landau (Präsident Caritas Österreich)
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