Stadt erneuert Leitungen rund um den Makartplatz
Neun Millionen für den Untergrund
- Schon von weiten sieht man die Magnolienbäume am Makartplatz, nicht unweit vom Landestheater.
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Marode Kanäle, neue Leitungen und Verbesserungen an der Oberfläche: Rund um den Makartplatz startet die Stadt Salzburg gemeinsam mit der Salzburg AG ein mehrjähriges Infrastrukturprojekt.
SALZBURG. „Unter dem Makartplatz und den angrenzenden Straßen liegen Kanäle und Leitungen, die teilweise in den 1880ern verlegt wurden“, weiß Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl und fügt hinzu: „Die zerbröseln.“ Mit 1. September starten deshalb Bauarbeiten zur Instandhaltung und Erneuerung des Kanal- und Leitungsnetzes.
Den Anfang machen dabei Arbeiten in der Schwarzstraße und Josef-Friedrich-Hummel-Straße. Laut Angaben der Stadt Salzburg folgen daraufhin ab Anfang 2027 die Arbeiten am Makartplatz sowie ab Anfang 2028 in der Dreifaltigkeitsgasse. Der Abschluss des Gesamtprojekts soll im Juli 2029 folgen.
- .... von der Terrasse des Landestheaters
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Wiederherstellung bringt Verbesserungen
„Gemeinsam mit der Salzburg AG erneuern wir die Infrastruktur, ohne die eine Stadt nicht funktionieren kann. Auch in Zeiten knapper Budgets muss man in die Daseinsvorsorge investieren. Die Baustelle ist so organisiert, dass der Verkehr trotz der beengten Platzverhältnisse immer durchkommt“, fasst Dankl zusammen.
„Die abschließende Wiederherstellung der Oberfläche wird Verbesserungen bringen, wie etwa bei den Bushaltestellen, mehr Bäume, Sitzgelegenheiten und bessere Entwässerung bei Starkregen.“
Kay-Michael Dankl, Bürgermeister-Stellvertreter
Ein eigenes Verkehrsführungskonzept wurde für die Zu- und Abfahrten sowie die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs ausgearbeitet. Die Versorgung mit Wärme, Wasser, Strom und Telekommunikation soll während der Bauzeit durch provisorische Leitungen und direkte Umschlüsse gewährleistet bleiben.
Der Zugang zu den Gebäuden bleibe laut Dankl grundsätzlich weiterhin möglich. Zufahrten können abhängig vom jeweiligen Bauabschnitt zeitweise eingeschränkt sein. Notwendige Umleitungen werden entsprechend beschildert.
Entlastung für das städtische Kanalnetz
Die bestehenden Kanalanlagen im Projektgebiet wurden zwischen 1881 und 1950 errichtet und seien laut Angaben der Stadt Salzburg größtenteils in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Im Zuge des Projekts wird der bestehende Mischwasserkanal erneuert und es werden neue Regenwasserkanäle gebaut.
Durch das neue Trennsystem können Abwässer und stärker verunreinigtes Niederschlagswasser weiterhin zur Kläranlage geleitet werden. Weniger belastetes Regenwasser wird künftig getrennt abgeführt. Dadurch werden die Kläranlage und das städtische Kanalnetz entlastet. Gleichzeitig sinkt bei Starkregen das Risiko von Überlastungen und Überflutungen.
Neben den Kanälen werden auch die Wasser-, Fernwärme-, Gas-, Strom- und Telekommunikationsleitungen erneuert oder erweitert. Insgesamt fließen rund neun Millionen Euro in das gemeinsame Infrastrukturprojekt der Stadt Salzburg und der Salzburg AG.
Mehr zu den Bauarbeiten rund um den Makartplatz finden Sie hier.
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