Salzburger Unternehmen
Optimismus trotz vieler Einbußen

Während des Lockdown im Frühjahr war die Salzburger Altstadt nahezu menschenleer.
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  • Während des Lockdown im Frühjahr war die Salzburger Altstadt nahezu menschenleer.
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Wie Salzburgs Betriebe, Hotels und Restaurants die wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigen.

SALZBURG. Ein gutes halbes Jahr ist es aus, seit die Bundesregierung den Lockdown für das ganze Land verkündet hat. Wie haben Unternehmen und Gastronomiebetriebe in der Stadt Salzburg die herausfordernden Monate erlebt und welche neuen, kreativen Wege sind sie – bedingt durch die Corona-Pandemie – gegangen? Das Stadtblatt hat bei einigen von ihnen nachgefragt.

Treue Stammkunden 

Für die Inhaberin der Boutique "Eibl" im Kaiviertel, Tanja Eibl, ist die "starke Kundentreue ausschlaggebend gewesen, dass wir bisher eine sehr gute Saison gehabt haben. Wir haben viele Stammkunden, die den persönlichen Service in unserem Geschäft schätzen und zu denen wir eine enge Beziehung haben. Man kann sagen, dass wir jetzt das ernten durften, was wir gesät haben", berichtet Eibl. Während des Lockdown habe sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern den Kunden die Waren auch persönlich vor die Haustüre geliefert, "einen kleinen Plausch über den Gartenzaun inklusive", fügt Eibl hinzu.
Positiv stimme sie auch die Rückmeldung vieler Kunden, dass diese heuer noch bewusster kleine Betriebe unterstützen und weniger die internationalen Konzerne.

Individualtouristen und Einheimische 

Ähnliches berichtet Brigitte Hirschegger auch von der anderen Salzachseite, wo sie in der Linzergasse die Boutique "Via Venty" führt. "Unsere Stammkunden haben uns aufgefangen und wirklich in Bausch und Bogen eingekauft. Der Wegfall des Massentourismus hat uns kaum getroffen, zu uns kommen eher Individualtouristen, vielfach aus Deutschland, und die waren auch in diesem Sommer hier. Meine Tochter hat im Frühjahr unsere Instagram-Seite mit Fotos von Outfits ‚gefüttert’ und wir haben alle unsere Stammkunden persönlich angeschrieben", sagt Hirschegger.

Der Hotelier Georg Imlauer betont, dass die Coronapandemie die "gesamte Stadthotellerie in Mark und Bein erschüttert hat. Uns steht ein schwieriger Herbst bevor", sagt Imlauer. Positiv für ihn und seine Betriebe sei, dass "wir immer stark auf die Gastronomie gesetzt haben und dadurch auch viele einheimische Gäste begrüßen dürfen, das kommt uns jetzt zugute."

Schwieriger Herbst durch Kongress-Absagen 

Im Hotel Villa Auersperg im Andräviertel konnte man dank der vielen Stammgäste einen guten Sommer verzeichnen. "Juli und August waren wir sehr zufrieden, wir haben viele Stammgäste aus den Nachbarländern, aber auch aus Österreich. Nicht zuletzt auch dank der Salzburger Festspiele sind viele unserer Stammgäste auch heuer gekommen. Im Herbst wird die Situation schwieriger, da fehlen die internationalen Gäste, vor allem aus dem amerikanischen Raum. Auch die Absage vieler Kongresse und Messen tut natürlich weh. Generell wird jetzt alles kurzfristiger, was die Buchungen betrifft, das betrifft die gesamte Branche", heißt es aus dem Hotel Villa Auersperg.

Sperrstunde um 22 Uhr sorgt für Stornierungen 

Dankbar über die Unterstützung der Stammgäste zeigt man sich auch im Restaurant Brunnauer im Nonntal. "Als wir nach dem Lockdown Mitte Mai wieder öffnen durften, war von Anfang an die Treue unserer Stammgäste zu spüren. Auch wenn die Festspiele in diesem Jahr anders abgelaufen sind, allein die Tatsache, dass sie stattfanden, hat für viel positive Stimmung gesorgt. Aber klar, durch die Einhaltung der Mindestabstände haben wir weniger Plätze in unserem Restaurant zur Verfügung. Unser Personal hat auch durchgehend Maske getragen, um unseren Gästen ein hohes Sicherheitsgefühl zu vermitteln", erklärt Sybille Brunnauer, die gemeinsam mit ihrem Mann Richard seit dem Lockdown auch die Möglichkeit des "Take away" eingeführt hat.

Vor allem die Sperrstunde um 22 Uhr wirke sich negativ auf das Geschäft aus. "Es ist schade, dass alle über einen Kamm geschert werden. Wir sind ein Speiserestaurant, bei uns wird nicht abgefeiert. Wir haben einige Stornierungen erhalten, weil viele Gäste am Abend länger arbeiten müssen und sich ein Restaurantbesuch danach einfach nicht mehr auszahlt. Aber wenn es hilft, einen zweiten Lockdown zu verhindern, wollen wir natürlich alle dazu beitragen", so Brunnauer.

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