Gemeinsam für unsere Sicherheit
400 Einsatzkräfte trainieren den Ernstfall
- TENT 26: Große Katastrophenschutzübung der Bezirkshauptmannschaft Hallein mit mehr als 400 Einsatzkräften von Feuerwehr, Bergrettung, Wasserrettung, Höhlenrettung, Rotes Kreuz und Polizei im Wiestal.
- Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
Ein Auto versinkt im Wiestalstausee, Menschen sitzen in einer Höhle fest, Canyoningsportler sind von Wassermassen eingeschlossen. Bei der Katastrophenschutzübung TENT ’26 trainierten mehr als 400 Einsatzkräfte im Tennengau, wie solche Notlagen gleichzeitig bewältigt werden können. Dabei wurden auch Verbesserungsmöglichkeiten sichtbar.
TENNENGAU. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht prägten am Samstag, 10. Oktober, das Bild in Adnet und Krispl. Ab Mittag übten Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung, Höhlenrettung und Wasserrettung an fünf Einsatzabschnitten. Polizei und Salzburg AG unterstützten das mehrstündige Tennengauer Einsatz Netzwerk Training, kurz TENT ’26.
Die Herausforderung lag vor allem im Zusammentreffen unterschiedlicher Notfälle. Während an der Wiestal Landesstraße ein schwerer Verkehrsunfall mit einem im See versinkenden Auto zu bewältigen war, benötigten auch Angler in Seenot Hilfe. Weitere Einsatzkräfte mussten verunfallte und von Wassermassen eingeschlossene Canyoningsportler sowie ein in einer Höhle eingeschlossenes Forscherteam retten. Nasskaltes Wetter erschwerte die Arbeit zusätzlich.
- TENT 26: Große Katastrophenschutzübung der Bezirkshauptmannschaft Hallein mit mehr als 400 Einsatzkräften von Feuerwehr, Bergrettung, Wasserrettung, Höhlenrettung, Rotes Kreuz und Polizei im Wiestal.
- Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
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Hilfe am Wasser, im Gelände und unter der Erde
Die verschiedenen Schauplätze verlangten spezialisierte Rettungstechniken und eine enge Abstimmung zwischen den Organisationen. Gleichzeitig musste die Einsatzführung den Überblick über alle fünf Abschnitte behalten.
Neben den Helferinnen und Helfern vor Ort war deshalb auch der Stab der Bezirkshauptmannschaft Hallein gefordert. Dort wurden Informationen zusammengeführt und Entscheidungen vorbereitet. Nach Angaben von Bezirkshauptfrau Monika Vogl funktionierte das Zusammenspiel mit der örtlichen Einsatzleitung effizient und zielgerichtet.
- Im Bild Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Bezirkshauptfrau Monika Vogl.
- Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
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Besonders hebt Vogl die „lösungsorientierte Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg“ hervor. Die Übung habe gezeigt, wie leistungsfähig die Einsatzorganisationen und Behörden im Bezirk zusammenarbeiten.
Kommunikation wird weiter verbessert
Trotz der positiven Bilanz brachte das Training auch Punkte ans Licht, die genauer geprüft werden müssen. Das betrifft bestimmte Informations- und Kommunikationsabläufe sowie die Abstimmung zwischen den verschiedenen Ebenen der Einsatzführung.
Für Andreas Leiter, Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft Hallein, liegt gerade darin ein wesentlicher Nutzen der Großübung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun analysiert und sollen in die Vorbereitung künftiger Einsätze einfließen. Bestehende Konzepte und Abläufe sollen damit weiter verbessert werden.
Vorbereitung auf größere Schadenslagen
Für die Bevölkerung im Tennengau ist entscheidend, dass auch bei mehreren gleichzeitigen Notfällen Hilfe organisiert werden kann. TENT ’26 bot den beteiligten Organisationen die Gelegenheit, dieses Zusammenspiel unter realitätsnahen und schwierigen Bedingungen zu erproben.
- Im Bild Landeshauptfrau Karoline Edtstadler mit den Einsatzkräften des Rotes Kreuzes.
- Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
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Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) verweist dabei auf die zentrale Rolle der Bezirkshauptmannschaften im Krisenfall. Diese können ihre Einsatzstäbe rasch aktivieren und arbeiten eng mit dem Land sowie den Hilfs- und Rettungsorganisationen zusammen.
„Die Menschen in unserem Bundesland können sich Tag und Nacht auf die Behörden und die professionelle Zusammenarbeit der Einsatzkräfte verlassen“, betont Edtstadler.
Ihr Dank gilt den ehrenamtlichen Kräften, den Statistinnen und Statisten sowie den Mitarbeitenden der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Sie haben die Großübung ermöglicht – und damit einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf den Ernstfall geleistet.
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