Ohne Stress und Frust
Muttertag: So gelingt der Tag für alle entspannt
- Den meisten Müttern geht es nicht um die große Geste, sondern darum, als Mama gesehen zu werden.
- Foto: panthermedia/Olga Zakrevskaya
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Der Muttertag macht sichtbar, was im Alltag oft untergeht: die Mama. Damit dieser Tag für alle Familienmitglieder Freude statt Druck bringt, kann Folgendes helfen: Kommunikation im Vorfeld, kleine Gesten und eigene Rituale.
SALZBURG. Der Muttertag hat eine besondere Stärke: Er rückt Dankbarkeit in den Mittelpunkt. Dinge, die im hektischen Familienalltag selbstverständlich erscheinen, können an diesem Tag bewusst wahrgenommen werden. „Den meisten Müttern geht es nicht um die große Geste, sondern darum, als Mama gesehen zu werden“, erklärt Doris Lindner von der Partner- und Familienberatung Salzburg. Aber genau darin liegt auch die Herausforderung des Muttertags.
- Doris Lindner von der Partner- und Familienberatung Salzburg.
- Foto: Partner- und Familienberatungsstelle
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Viele unausgesprochene Erwartungen
„Der Muttertag ist immer wieder Thema in meinen Paar-Settings“, sagt die Sozialarbeiterin, akademische Ehe- und Familienberaterin sowie Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision. „Denn oft schwingen rund um diesen Tag viele unausgesprochene Erwartungen mit. Mütter hoffen darauf, verwöhnt und gesehen zu werden. Viele Mamas sprechen das aber nicht klar aus.“
- Gerade weil Mütter an 364 Tagen im Jahr oft wenig explizite Anerkennung erfahren, bekommt dieser Tag für viele Mamas eine besondere Bedeutung.
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Was willst du machen, Mama?
Ein Schlüssel zu einem gelungenen Muttertag liegt in der Kommunikation. „Die Kinder können im Vorfeld fragen: Mama, was wünschst du dir und was möchtest du machen?“, rät die Expertin. „Häufig müssen das die Papas anleiten. Ist es aber durchgesprochen, ist der Druck aus der Situation genommen.“
Zentrale Rolle des Papas
Auch den Mamas rät Lindner, klar zu kommunizieren: „Viele Mütter sagen zwar, 'ich brauche nichts'; freuen sich aber dennoch über Aufmerksamkeit. Genau deshalb ist es wichtig, klar zu formulieren.“ Auch die Väter spielen eine zentrale Rolle. Oft wird angenommen, dass Kinder von selbst Ideen entwickeln, doch das funktioniert nur bedingt. Während jüngere Kinder im Kindergarten noch basteln, brauchen ältere Kinder und Jugendliche oft Anleitung und Anstoß durch die Väter.
Kein Tag wie jeder andere
„Es ist eigentlich absurd, aber gerade weil Mütter an 364 Tagen im Jahr oft wenig explizite Anerkennung erfahren, bekommt dieser Tag für viele Mamas eine besondere Bedeutung“, erklärt die Beraterin im Katholischen Familienverband Salzburg.
Ich sehe, was du tust
Und wie schafft man Wertschätzung in den restlichen Tagen im Jahr? „Hier geht es um Anerkennung und Dankbarkeit für die normalen Dinge im Alltag. Es reichen eine Umarmung oder ein Dankeschön fürs Aufräumen, das Kochen, das Zuhören – übrigens auch unter den Partnern“, sagt Lindner.
Eigene Traditionen schaffen
Jede Familie ist anders und genau deshalb darf auch der Muttertag individuell gestaltet werden. „Es lohnt sich, eigene Rituale in der Familie zu entwickeln. Das ist verbindend und gibt Sicherheit“, sagt Lindner.
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