Bergauf & Bergab
Kleiner Traunstein: Kurze Kraxelei im östlichen Tennengebirge

Der Gipfelanstieg auf den Kleinen Traunstein wird durch ein stabiles Drahtseil erleichtert.  | Foto: Thomas Neuhold
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  • Der Gipfelanstieg auf den Kleinen Traunstein wird durch ein stabiles Drahtseil erleichtert.
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Dass es neben dem österreichweit bekannten Traunstein in Oberösterreich am Traunsee im Tennengebirge mit dem Großen und dem Kleinen Traunstein gleich zwei weitere Gipfel dieses Namens gibt, wissen nur die Locals.

Beide Gipfel stehen im Osten des Tennengebirges, ziemlich direkt oberhalb von Abtenau. Während der 1943 Meter hohe Große Traunstein den Kletterern und Kletterinnen vorbehalten bleibt (Normalweg II, schrofig und gefährlich) ist sein kleineres Pedant – 1659 Meter hoch – einfacher erreichbar. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist aber auch hier Voraussetzung, der Gipfelgrat ist luftig und seilversichert. Vom nur mit einem schlichten Holzkreuz geschmückten Gipfel hat man schließlich einen gewaltigen Blick: Fast die gesamten Salzkammergutberge liegen vor uns.

Blick in die Salzkammergutberge

Anforderung: Bis an den Fuß des Kleinen Traunstein, einfache Bergwanderung. Die letzten 50 Höhenmeter sind seilversichert (A/B), stellenweise unangenehm sandig und kurz auch etwas luftiger. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit obligat. Vorsicht bei Nässe. 700 Höhenmeter und 2,5 Stunden im Anstieg.

Ausgangspunkt/Anfahrt: Parkplatz bei der Karalm in Abtenau (997 m). Zufahrt über Abtenau zum Karkogellift, dann der Bergstraße (Wegweiser) folgend zum zweiten Parkplatz (der erste Parkplatz ist der Parkplatz für den Zustieg zur Laufener Hütte). Alternativ kann man auch mit der Seilbahn von Abtenau auf die Karkogelhütte hinauffahren: Alle Infos zu den Betriebszeiten hier. Anreise mit dem Regionalbus 470 von Golling: Fahrplaninfos hier.

Straffes Seil am Gipfelgrat

Route: Vom Parkplatz (Wegweiser) entlang des Hüttenweges ostwärts an der Sommerrodelbahn und der Seilbahn vorbei zur Karkogelhütte (1134 m, Bergstation der Seilbahn). Von hier wenige Meter auf der Forststraße nach Süden bis zu den Wegweisern und hinauf auf den Paragleiter-Startplatz. Der Anstieg zur Gsengalm führt von hier entlang des Karriedels durch schattigen Wald in angenehmer Steigung immer nach Südosten bis der Steig lichten Lärchenwald erreicht und von den ersten Felsen Richtung Osten abgedrängt wird. Hier kurz auch leicht fallend durch eine Karmulde in einen Sattel, bis man die Gsengalm sieht. Weiter in einem Linksbogen bis fast vor die Gsengalm. Hier empfiehlt es sich dann etwa 20 Höhenmeter über der Hütte einem Steig zu folgen, der dann gleich oberhalb der Hütte in den Zapfensteig mündet. Man erspart sich so den Abstieg zur Hütte. Nun dem Zapfensteig nach Westen folgen bis man in der Senke vor dem Kleinen Traunstein auf die Abzweigung (1560 m, Wegweiser) zum Gipfel trifft. Weiter direkt nach Norden zunehmend steiler und exponierter, zum Schluss entlang eines straffen Seiles hinauf auf den Gipfel. Abstieg wie Anstieg.

Variante: Wer diesen relativ einsamen Teil des östlichen Tennengebirges weiter erkunden will, folgt nach dem Gipfelgang weiter dem Zapfensteig nach Westen unter den Felsen des Großen Traunsteins durch, über eine kurze seilversicherte Stelle bis zur nächsten Wegteilung (1680 m, Wegweiser). Der Weiterweg nach Südosten ist anfangs schlecht erkennbar und ebenso schlecht markiert; er führt in ein enges Tal (den „Würger“) hinunter bis man schließlich auf eine Almstraße gelangt. Dieser folgt man bis zur unbewirtschafteten Gwechenberghütte (Quelle, 1370 m). Wenige Meter weiter auf der Straße kommt die nächste Abzweigung (1361 m, Wegweiser) und man steigt auf schmalem, steilem Steig retour nach Norden in den Sattel zwischen Berliner Höhe und Schober. Abstieg zur Gsengalm nach Norden und am Hüttenweg retour zum Auto. Bei dieser Runde kommen samt Kleinem Traunstein rund 1100 Höhenmeter zusammen, man sollte etwa 6,5 Stunden veranschlagen.

  • Ausrüstung: Wanderausrüstung, Kletterhandschuhe angenehm.
  • Karte: AV-Karte Nr. 13, „Tennengebirge“, 1:25.000. Kompass Nr. 15, „Tennengebirge – Hochkönig“, 1:50.000
  • Einkehr: Gsengalm
  • Mehr zum Thema Wandern und Bergsteigen: www.meinbezirk.at/bergauf
  • Tipp: Mit dem Salzburger Hüttenpass der Bezirksblätter Hüttenstempel sammeln und tolle Preise gewinnen! Hier geht es zum Download: www.meinbezirk.at/huettenpass
  • Info: Thomas Neuhold und die Bezirksblätter Salzburg GmbH übernehmen für die angeführte Tour keine Haftung. Im Zweifel soll man immer einen Bergführer oder eine Bergführerin engagieren.
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