11.03.2017, 21:26 Uhr

GLAUBENSKULTUR: Fastenzeit

Wilhelm Willms formulierte am Neujahrstag so:

Man sagt
heute sei Neujahr.
Punkt 24 Uhr
sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr….

Aber so einfach ist das nicht.
Ob ein Jahr neu wird
liegt nicht am Kalender
nicht an der Uhr
ob ein Jahr neu wird
liegt an uns
ob wir es neu machen.

Ob wir neu anfangen
zu denken
ob wir neu anfangen
zu sprechen
ob wir neu anfangen
zu leben.

Liebe Freunde, wer seine Gedanken verändert, kann die Welt verändern, ganz besonders seine eigene. Die Fastenzeit ist eine gute Möglichkeit, unser Leben zu überdenken und einen neuen Anfang zu setzen, einen Neuanfang, der uns öffnet für den Osterjubel und uns einstimmen lässt in die Osterfreude, Osterfreude darüber, dass Jesus, der seinen Weg in Liebe gegangen ist, auferweckt wurde. Mit ihm sind wir aufgerufen zu lieben wie er: zu lieben den Herrn, unseren Gott, und den Nächsten wie uns selbst. Haben wir es gehört? Den Nächsten wie uns selbst!
Ja, auf unserem Liebesweg müssen wir (es) lernen, auch uns selbst immer mehr zu lieben, damit wir unseren Nächsten als Liebende begegnen können. Eigenliebe und Nächstenliebe sind untrennbar miteinander verbunden. Nur wer sich selbst liebt, ist fähig, seinen Nächsten zu lieben. Hören wir auf, ständig an uns herumzumäkeln, wir haben unser Bestes gegeben und verdienen es extrem oft, mit uns selbst zufrieden zu sein, uns gute Gedanken zu schenken, uns Wärme und Zuneigung zu geben, und uns wohlwollend auf die Schulter zu klopfen. Was steckt dahinter, dass ganz viele Menschen meinen, nicht gut genug zu sein? Nun, wir alle hatten Eltern, später Lehrer oder Erzieher zu einer Zeit als wir uns nicht wehren konnten, auch blind den Erwachsenen glaubten. Unzählige Male hören Kinder, dass sie etwas anders machen sollten als sie es tun, sie hätten noch viel zu lernen, müssten sich anstrengen anders zu werden, denn so wie sie sind, seien sie nicht in Ordnung. Und dieses Muster nehmen Kinder dann mit ins Erwachsenenleben.
Liebe Freunde, in der heurigen Fastenzeit gilt es, die Verhaltensmuster aus der Kindheit abzulegen und uns aufzumachen zur Eigenliebe – um unserer Nächsten willen!
(Bild: Fleurop)
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