Leben mit Wasser
Neue Wasserleitung kommt unter die Drau

Die Wasserleitung - derzeit noch über der Drau - ist veraltet und wird - unter der Drau hindurch - neu verlegt
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SPITTAL (ven). Nicht nur das in die Jahre gekommene Kanalnetz der Stadt Spittal wird erneuert, auch die Trinkwasserversorgung wird unter den Fittichen von Stadtrat Christoph Staudacher auf den neuesten Stand gebracht. 146 Kilometer Wasserleitungen aus PVC, PE, Stahl und Guß muss die Stadtgemeinde betreuen.

Zwei Großprojekte

"Derzeit sind zwei Großprojekte in der Umsetzungsphase: Die Gesamtsanierung Gmeineck inklusive Errichtung eines Trinkwasserkraftwerkes - damit werden 80 Prozent des gesamten Wasserbedarfs der Stadt abgedeckt - sowie der Ausbau der Wasserversorgung im Unterland (Stadtgebiet, Krieselsdorf, Zgurn, Molzbichl, Rothenthurn, Olsach)", so Staudacher.
Am Gmeineck werden über 7,7 Millionen Euro investiert, das Projekt läuft von 2017 bis 2021. "Derzeit ist der Abschnitt Edenhöhe bis Hochbehälter Eckberg/Kreuz mit einer Länge von 1,8 Kilometern fertig."
Im Unterland werden drei Millionen Euro in die Hand genommen, bis 2021 wird hier gebaut. Derzeit befindet sich das Vorhaben in der Projektierungsphase für wasserrechtliche Bewilligungen.

Neuester Stand

"Im Zuge des Kanalprojektes BA 18 wird die Versorgungsinfrastruktur im innerstädtischen Bereich umgesetzt, 2020 bis 2023 ist BA 19 dran. "Dabei werden sämtliche Wasserleitungen auf Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Trink- und Löschwasserversorgung berechnet und das Rohrmaterial auf den neuesten Stand der Technik gebracht."

Über 150 Jahre alt

Die erste Wasserversorgung der Stadt wurde 1855 aus den Lippnik-Quellen errichtet, 1892 wurden die Koistrattl-Quellen errichtet. 1928 bis 1932 wurde die Tiefbrunnenanlage Kranabethwald mit einer Entnahmeleistung von 50 Litern pro Sekunde errichtet.
Die Wasserversorgung vom Gmeineck wurde von 1959 bis 1964 gebaut, 1959 folgte die Anlage Goldeck-Berg- und Mittelstation im Zuge der Errichtung des Skigebietes. 1972 kam durch die Eingemeindung der Gemeinde Molzbichl/Rothenthurn die Trinkwasserversorgungsanlage Rothenthurn hinzu.

Leitung unter der Drau

Nach dem großen Hochwasser 1965/1966 wurde die bestehende Holzbrücke über die Drau, wo eine Wasserleitung aus den Koistrattlquellen angebracht war, zerstört. "Daraufhin wurde mittels Seilabspannung eine neue Wasserleitung errichtet. Diese muss auf Grund des Alters nun erneuert werden, und zwar mittels eines Bohrspülverfahrens unter der Drau erneuert werden. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase für die wasserrechtliche Bewilligung. Bis Ende 2019 sollte es fertig sein", so Staudacher beim Lokalaugenschein.

Zahlen, Daten und Fakten:

  • Die Stadtgemeinde Spittal muss 146 Kilometer Wasserleitungen aus Rohrmaterialen PVC, PE, Stahlleitungen und Gußleitungen betreuen.
  • Die Altersstruktur reicht von 1892 (Guss) bis 2019 (PVC, PE und Stahlguss).
  • Im Zuge von umzusetzenden Baumaßnahmen (Kanalprojekt BA 10, Sanierung Großprojekt Gmeineck, Ausbau Unterland etc.) werden diese erneuert bzw. verstärkt.
  • 16 Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von gesamt 3.200 Kubikmeter
  • Drei Drucksteigerungsanlagen
  • Tägliche Verbrauchsspitzen von 4.200 bis 5.800 Kubikmeter/Tag (24 Stunden) witterungs- und saisonal bedingt.

Mehr zum Thema lesen Sie auf unserer Themenseite "Leben mit Wasser" unter www.meinbezirk.at/leben-mit-wasser

Autor:

Verena Niedermüller aus Spittal

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