Nach massiven Schäden
Sechs Millionen Euro für mehr Sicherheit im Mölltal
- Sechs Millionen Euro für das Schutzprojekt in Winklern, Rangersdorf und Stall. (Symbolfoto)
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Mit einem Investitionspaket von sechs Millionen Euro sollen die durch Sturm, Schnee und Borkenkäfer geschädigten Schutzwälder im Mölltal wieder aufgebaut werden. Die Kärntner Landesregierung hat dafür nun die finanzielle Beteiligung des Landes beschlossen. Ziel ist es, Menschen, Siedlungen und wichtige Verkehrswege langfristig vor Naturgefahren wie Steinschlag und Muren zu schützen.
BEZIRK SPITTAL. In der Regierungssitzung am heutigen Dienstag wurde der Landesmittelzuschuss für das flächenwirtschaftliche Projekt Winklern-Rangersdorf-Stall im Bezirk Spittal an der Drau beschlossen. Das Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung hat ein Gesamtvolumen von sechs Millionen Euro und soll zwischen 2026 und 2040 umgesetzt werden.
"Mit diesem Beschluss stellen wir sicher, dass die notwendigen Schutzmaßnahmen langfristig umgesetzt werden können. Konkret geht es um eine rasche Bewaldung, forsttechnische Maßnahmen und permanente Steinschlagverbauungen in den Gemeinden Winklern, Rangersdorf und Stall. Das bedeutet mehr Sicherheit für die Menschen vor Ort und für wichtige Zufahrtsstraßen. Aus dem Bereich der Wasserwirtschaft werden dafür 1,26 Millionen Euro bereitgestellt", betont Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Nach massiven Schäden
Auslöser für das Projekt waren die massiven Schäden in den Schutzwäldern der Gemeinden Winklern, Rangersdorf und Stall, die durch das Orkantief "Vaia" im Oktober 2018, die Extremwinter 2019/2020 und 2020/2021 mit enormen Nassschneemengen sowie den anschließenden starken Borkenkäferbefall verursacht wurden. Dadurch gingen in den betroffenen Waldflächen wichtige Schutzfunktionen verloren.
"Wichtiges Schutzprojekt"
Gruber unterstreicht: "Mit diesem Projekt arbeiten wir auch im Mölltal daran, die durch den Sturm Vaia und den anschließenden starken Borkenkäferbefall zerstörten Schutzwälder wieder aufzubauen. Es ist wichtig und richtig, die finanziellen Kräfte zu bündeln, um die Menschen und die kritische Infrastruktur vor den Auswirkungen solcher Naturgewalten zu schützen und die Waldbesitzer bei der Wiederaufforstung zu unterstützen". Er ergänzt:
"Nicht zuletzt geht es bei solchen Maßnahmen aber auch um Sicherheit – für Bevölkerung und Infrastruktur. Im konkreten Fall schützen wir insbesondere die B106 Mölltal Straße und die B107 Großglockner Straße, aber auch das Gemeinde- und Verbindungsstraßennetz, die umfassende Güter-, Alm- und Forstweginfrastruktur sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen, Hofstellen und Siedlungsgebiete".
Die Finanzierung
Die Finanzierung erfolgt durch Bundesmittel, Landesmittel und Beiträge weiterer Projektpartner. Der Bund übernimmt 3,72 Millionen Euro, das Land Kärnten insgesamt 1,56 Millionen Euro – davon kommen 1,26 Millionen Euro aus dem Bereich der Wasserwirtschaft von Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Weitere 300.000 Euro werden aus dem Bereich Straßen und Brücken von Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber finanziert - , der Wasserverband Mölltal 408.000 Euro, die Kelag 168.000 Euro und die Verbund VHP GmbH 144.000 Euro.
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