06.10.2014, 20:30 Uhr

Radarkette an der B309 soll die Raser einbremsen

Die stark befahrene B309 am Heuberg in Dietach. Der Schwerverkehrsanteil ist hoch. (Foto: Thöne)

Das Land OÖ errichtete acht Radar-Bodenkabinen als Verkehrssicherheits-Maßnahme an der unfallträchtigen Schnellstraße zwischen Steyr und Enns.

STEYR, ENNS. Seit ihrer Eröffnung am 24. Oktober 2010 gilt die 17 Kilometer lange, kreuzungsfreie Schnellstraße B309 (Steyrer Straße) zwischen Steyr und Enns als Unfall-Hotspot. Die Bilanz ist erschreckend: In den vergangenen vier Jahren ereigneten sich 47 Unfälle mit vier Todesopfern sowie 22 schwer und 49 leicht Verletzten.

Ab 16. Oktober in Betrieb
Nun setzt das Land OÖ gezielt vorbeugende Maßnahmen. Zwischen der Anschluss-Stelle Enns-West (km 0,0) und dem Kreisverkehr Nordspange Steyr (km 17,7) wurde eine Radarkette errichtet, die am 16. Oktober 2014 in Betrieb geht. Sie besteht aus acht Bodenkabinen. Wobei immer nur ein Radarkasten mit einem Geschwindigkeitsmessgerät bestückt ist. Dieses kann wahlweise innerhalb der acht Standorte gewechselt werden. Die Geräte gewährleisten Bilder mit bester Kennzeichen-Lesbarkeit und Fahrer-Erkennung.

Kosten: 350.000 Euro
Die neue Laserscanner-Technologie wird in beiden Fahrtrichtungen eingesetzt. Die Gesamtkosten für die Verkehrssicherheits-Maßnahme belaufen sich auf 350.000 Euro. Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl: „Mit der Radarkette an der B309 setzen wir eine bewusste Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit, denn jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel.“ Seit zehn Jahren gibt es in Oberösterreich einen stetigen Rückgang an tödlichen Verkehrsunfällen. Im Jahr 1972 mussten noch 454 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr lassen, 2013 waren es 99.

„Ein notwendiges Mittel“
Verkehrsreferent LH-Stv. Reinhold Entholzer erklärt: „2014 liegen die Unfallzahlen noch einmal deutlich unter den Vergleichswerten von 2013. Dieser positive Trend wäre nicht möglich, wenn von Seiten des Landes OÖ nicht laufend in Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit investiert werden würde.“
Eine tragende Säule dieser Maßnahmen sei die Präventionsarbeit, wobei die Bewusstseinsbildung in Sachen Verkehrssicherheit bereits in den Schulen beginnt – in Abstimmung mit der Exekutive.
„Fälle wie die B 309 zeigen aber, dass auch die beste Präventionsarbeit nicht ohne ein engmaschiges Kontrollnetz auskommen kann. Die neue Radarkette an der B 309 ist ein notwendiges Mittel, um die Einhaltung der Geschwindigkeitslimits an der gut ausgebauten Strecke gewährleisten zu können“, betont Entholzer.

Die Standorte der neuen Radarkästen: km – Fahrtrichtung, Bezirk:
Radarkette1: 1,2+86 – Enns, Linz-Land
Radarkette2: 3,6+124 – Steyr, Linz-Land
RK3: 4,6+124 – Steyr, Linz-Land
RK4: 6,2+195 – Enns, Linz-Land
RK5: 7,6+149 – Steyr, Linz-Land
RK6: 11,0+0 – Enns, Linz-Land
RK7: 12,4+43 – Steyr, Steyr-Land
RK8: 15,4+117 – Enns, Steyr-Land

http://www.facebook.com/wegbereiter.ooe
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.