20.11.2016, 21:10 Uhr

"Frieden ist ein zentrales Thema"

(Foto: Land OÖ/Kauder)

Melanie Walterer entzündete das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu

ISRAEL, OÖ (kai). Seit 30 Jahren erinnert das Friedenslicht aus Behtlehem an die Botschaft vom Weihnachtsfrieden bei der Geburt Christi und damit an den tiefen Sinn von Weihnachten. Neben Pilgern aus OÖ, war auch Landeshauptmann Josef Pühringer mit einer Abordnung aus dem Landtag und einer Wirtschaftsdelegation in Israel bei der Entzündung dabei. "Es kann einem Land wie Oberösterreich nichts Besseres passieren, als mit dem Frieden identifiziert zu werden. Frieden ist ein zentrales Thema, unabhängig von Grenzen und Konfessionen", so der Landeshauptmann.
Die 12-jährige Melanie Walterer aus Klam wurde heuer als Friedenslichtkind ausgesucht. Melanie besucht die Neue Musikmittelschule in Saxen. Melanie ist es ein Herzensanliegen, dass alle – egal welcher Herkunft – gut miteinander auskommen, „denn wenn die Mächtigen dieser Welt immer nur streiten, gibt es die Welt irgendwann einmal nicht mehr“.

Goldenes Verdienstzeichen für Bugnyar

Die Friedenslichtmesse wurde unter anderem von Diözesanbischof Manfred Scheuer und Superintendent Gerold Lehner abgehalten. "Das Licht erinnert an Jesus und seine Visionen von einem guten Leben mit Gott", so Scheuer bei seiner Predigt. Beim Empfang im Österreichischen Hospiz, verlieh Landeshauptmann Pühringer dem Rektor des Hospiz, Markus Bugnyar das Goldene Verdienstzeichen des Landes OÖ für seine Verdienste. Den Abschluss bildete ein Friedenskonzert mit dem Adalbert Stifter Gymnasium und der Israel Arts an Sciences Academy. Die Reise stand auch im Zeichen von 60 Jahren diplomatische Beziehungen Österreich und Israel und 160 Jahre Grundsteinlegung Österreichisches Hospiz.

Friedenslicht

Der Brauch des "Friedenslichts aus Bethlehem" erfreut jedes Jahr am Heiligen Abend in nahezu 30 Ländern Millionen Menschen und erinnert an die in Betlehem bei der Geburt Jesu verkündete Botschaft vom Frieden für die Menschen auf Erden.
Es hat sich besonders in den Nachbarländern Ost- und Mitteleuropas einen Platz in den Herzen der Menschen geschaffen. Vor 27 Jahren, unmittelbar nach der ”Wende” im Jahr 1989, hat das Friedenslicht aus Bethlehem erstmals vorher unüberwindliche Grenzen übersprungen.
10.000 Menschen begrüßten es auf dem Hauptplatz der tschechischen Stadt Budweis als Sinnbild der neuen Nachbarschaft und Verbundenheit. Es leuchtete an der geöffneten Berliner Mauer, und nach dem Fall des Eisernen Vorhanges brachte es das oberösterreichische Friedenslichtkind mit einer Delegation des ORF aus Linz den neuen Nachbarn in Berlin und Thüringen.
Im Jahr 1989 begannen auch die Pfadfinder, das Friedenslicht aus Bethlehem in die östlichen Nachbarländer zu bringen. Inzwischen gelangte das Friedenslicht mit Unterstützung der Pfadfinder bis in den hohen Norden Europas und im Osten bis nach Wladiwostok sowie in die USA, nach Argentinien, Bolivien und sogar nach Australien.
In der Schweiz hat die Verteilung des Friedenslichtes aus Bethlehem seit 23 Jahren eine besonders starke Tradition, getragen von einer privaten Initiative mit dem Namen “Friedenslicht Schweiz”. Die Flamme aus Bethlehem leuchtet zu Weihnachten flächendeckend im ganzen Land.
In Österreich kann das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem am 24. Dezember in allen ORF-Landesstudios, auf allen besetzten Bahnhöfen und in allen Rotkreuz-Dienststellen geholt werden. Die Feuerwehr-Jugend verteilt es in mehreren Bundesländern von Haus zu Haus.

Ursprung für das ORF-Friedenslicht war 1986 der Gedanke im ORF-Landesstudio Oberösterreich, im Rahmen der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ in Bethlehem ein Licht zu entzünden und es den Menschen am Heiligen Abend als Dank für Spenden und als Symbol der Verbundenheit zu geben.

Viele prominente Persönlichkeiten haben das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem als Weihnachtsgruß erhalten: die Päpste Franziskus, Benedikt XVI. und Johannes Paul II., der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl, der ehemalige Ministerpräsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow, der Ex-Präsident der Tschechischen Republik Vaclav Havel, König Hussein von Jordanien, die EU-Kommissions-Präsidenten Jean-Claude-Juncker, Jose Manuel Barroso und Romano Prodi, die Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Prinzessin Astrid und Prinz Laurent von Belgien, die Bundespräsidenten der Republik Österreich Dr. Heinz Fischer und Dr. Thomas Klestil sowie die Erzbischöfe von Wien Kardinal DDr. Franz König und Kardinal Dr. Christoph Schönborn.
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