Schlick und Elfer
Aus zwei soll ein Gesamtes werden

V.l. TVB-Obmann Adrian Siller, AR Christoph Gleirscher, Vorstand Klaus Kindl, Elfer-AR-Vors. Harald Zyka, TVB-Vorstand Lukas Rasinger, Schlick-Chef Martin Pittl, TVB-AR Christian Pfurtscheller und GF Roland Volderauer
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  • V.l. TVB-Obmann Adrian Siller, AR Christoph Gleirscher, Vorstand Klaus Kindl, Elfer-AR-Vors. Harald Zyka, TVB-Vorstand Lukas Rasinger, Schlick-Chef Martin Pittl, TVB-AR Christian Pfurtscheller und GF Roland Volderauer
  • Foto: Kainz
  • hochgeladen von Tamara Kainz

Die Idee, die TVB-Obmann Adrian Siller bereits im Oktober vergangenen Jahres im Bezirksblatt-Interview in groben Zügen schilderte, hat konkrete Formen angenommen.

STUBAI. Die "Verbindung der zwei Hausberge" Schlick 2000 und Elfer ist skitechnisch vielleicht das größte Projekt, das im Stubai eine Chance auf Realisierung hat. Abgesehen davon, dass Skigebiets-Neuerschließungen in Tirol nicht mehr gewollt sind, ist die Top-Tourismusdestination nämlich auch von besonders vielen Schutzgebieten umgeben. Ergo ist der Spielraum ein sehr kleiner.

Gesamtkonzept

Um die infrastrukturelle Entwicklung dennoch weiter voranzutreiben, arbeiten führende Stubaier Touristiker seit geraumer Zeit an der Idee einer Zubringerbahn von Neustift in die Schlick. Nachdem der Neustifter Gemeinderat die Weichen dafür 2018 nicht gestellt hat, wird das Konzept jetzt neu ausgerollt. Abgeändert bzw. ausgebaut hat man es insbesondere dahingehend, dass die geplante Station in "Gmoch" jetzt nicht mehr einfach nur eine Talstation, sondern eine Zwischenstation auf dem Weg zum Elfer bilden soll. Ein Shuttlesystem in Form eines autonomen E-Busses soll die Verbindung der zwei Hausberge im Talboden "innovativ und bequem" komplettieren.

Höhere Attraktivität auf beiden Seiten

Am Vorhaben einer neuen Gondelbahn in die Schlick samt Erschließung der so genannten Goldsuttn hat sich - abgesehen von einem 180 m langen Tunnel - im Wesentlichen nichts Grundlegendes geändert (Kostenpunkt gesamt rund 19 Millionen Euro). Hinzugekommen ist aber ein Ausbauschwerpunkt am Elfer. Hier sollen jetzt zusätzlich rund 16 Millionen Euro investiert werden; in die Reaktivierung der Mittelstation, eine neue Gondelbahn von der derzeitigen Bergstation bis zur Elferhütte - inklusive Ausbau der Rodelmöglichkeit - die Adaptierung der Talabfahrt und in die Beschneiung etwa. Die durch die Verbindung der Hausberge zu erwartende Frequenzsteigerung könne nämlich die Wirtschaftlichkeit des Skibetriebs am Elfer nachhaltig absichern, sind die Verantwortlichen sicher und betonen zugleich, damit einem Wunsch vieler Neustifter nachzukommen.

"Licht am Ende des Tunnels"

Die TVB-Vertreter sind überzeugt, dass das Projekt unter dem Motto "Stubaier Hausberge - verbinden was zusammengehört" ein Licht am Ende des (Corona-)Tunnels darstellt, da es die Interessen von Einheimischen und Gästen gleichermaßen berücksichtigt, wichtige Infrastruktureinrichtungen absichert und zur Wertschöpfung beiträgt. "Um einen Schritt weiter zu kommen, muss man in gewissen Dimensionen denken und das Beste aus beiden Welten herausholen", unterstreicht TVB-Vorstand Klaus Kindl. Generell zeigt man sich guter Dinge, dass das Ganze jetzt auch politisch mehrheitsfähig ist. "Wir haben ein gutes Gefühl", so TVB-AR Christoph Gleirscher. Man hätte in den vergangenen Monaten ein Dialogforum begründet, um möglichst auch unterschiedliche Meinungen und Vorbehalte konstruktiv zu berücksichtigen, ergänzt TVB-Obmann Adrian Siller, dass der Austausch mit allen erdenklichen Lagern ein reger war.

Nächster Schritt: Gemeinderat

Der TVB Stubai will jedenfalls "proaktiv in die Zukunft schauen" und bittet die Bevölkerung, "das Ding neu zu bewerten", denn es würden sich "ökologische und ökonomische Synergien ergeben". Demnächst soll das Thema im Neustifter Gemeinderat behandelt werden. "Die Gemeinde kann, muss sich aber finanziell nicht an der Umsetzung beteiligen", so Siller. Wie berichtet soll besagte Sitzung "im größeren Rahmen" stattfinden, damit auch die interessierte Öffentlichkeit teilnehmen kann.
Was die Bürgerinitiative "Rettet die Goldsutten" zum Projekt sagt, lesen Sie hier.
www.meinbezirk.at

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