Fulpmes
Fernwärme die Zweite

Bei der Firstfeier v.l.: Bgm. Robert Denifl, Teilhaber Kurt Schwarz, Tiefbauamtsleiter Franz Voglbauer und Robert Hammer vom Ingenieurbüro Sprenger.
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  • Bei der Firstfeier v.l.: Bgm. Robert Denifl, Teilhaber Kurt Schwarz, Tiefbauamtsleiter Franz Voglbauer und Robert Hammer vom Ingenieurbüro Sprenger.
  • Foto: A. Moser/Tiroler Heizwerkverband
  • hochgeladen von Tamara Kainz

FULPMES. Auf Initiative von Bgm. Robert Denifl wird ein zweites Bioheizwerk für die Ortsteile Medraz und Stille in der Industriezone Fulpmes errichtet.

Das Stubaital gilt als eine der Bioenergie-Hochburgen in Tirol. Nach Mieders, Neustift und Fulpmes-Telfes wird in Fulpmes aktuell ein zweites Heizwerk für die Ortsteile Medraz und Stille in der Industriezone Fulpmes errichtet. In diesem Gemeinschaftswerk der Gemeinde Fulpmes mit Unternehmer Kurt Schwarz, der hier bereits das erste Werk federführend errichtete und betreibt, werden bald über 30 Kunden mit erneuerbarer Energie aus dem Wald versorgt. "Große Gewerbebetriebe werden genauso anschließen wie Private. Zudem wird es uns möglich sein, Wärme nach Fulpmes zu schicken. Das heißt, auch dort können künftig zusätzliche Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden", informiert Teilhaber Schwarz.

Aufwändige Grabungsarbeiten

Das Werk selbst entsteht derzeit im unteren Bereich der Industriezone, genauer neben der Firma Kössl GesmbH Blechscheren für Spenglerbedarf. Parallel dazu laufen im Ortsteil Medraz seit Wochen groß angelegte Grabungen zur Leitungsverlegung. "Wir wissen um die damit verbundenen Belastungen und bitten die Anrainer um Verständnis", so Schwarz, der nicht unerwähnt lassen will, "dass wir bei dieser Gelegenheit Synergien nutzen, indem wir das LWL – also das schnelle Internet – gleich mitverlegen."
Mit der Ausführung der Arbeiten wurden unter anderen mehrere kleine Erdbau-Unternehmen aus dem Ort beauftragt. "Im Zuge der Ausschreibung waren sie die Bestbieter und wir sehen die Vergabe auch als Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung. Das Hackgut für den Betrieb des Fernheizwerks wird später aus Mieders angeliefert. Regionalität soll bei dem Projekt mehr als ein geflügeltes Wort sein", unterstreicht Schwarz.

Kosten: 2,2 Millionen Euro

Der weitere Fahrplan sieht so aus, dass die Arbeiten in Medraz Dorf bis zum Herbst größtenteils abgeschlossen sein sollen. 2021 kommen dann das Sonneck und Teile der Stille an die Rohre. Insgesamt werden gut vier Kilometer Leitungen verlegt, fast die Hälfte ist inzwischen geschafft. Schwarz: "Besonders herausfordernd bei der Realisierung ist natürlich die Corona-Krise. Trotzdem gelang es bisher – nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung der Gemeinde Fulpmes – den Zeitplan einzuhalten." Der Firstbaum am neuen Bioheizwerk wurde Mitte Juli angebracht. Insgesamt investieren die Gemeinde Fulpmes (sie hält in der Gesellschaft "Wärme Stubai" 70 Prozent) und Kurt Schwarz (30 %) rund 2,2 Millionen Euro in die neue Anlage.

Anreize für erneuerbare Systeme

Damit werden im Stubaital, das wie berichtet seit kurzem auch Klima- und Energie-Modellregion (kurz KEM) ist, weitere ca. 1600 Tonnen an CO2 eingespart. Solche Projekte können nur entstehen, wenn sich die Bürger dafür entscheiden, ihr Heizungssystem von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas auf klimaneutrale Systeme umzustellen. Mit der "Raus-aus-Öl-Förderung" des Bundes und der seit Juli geltenden Pauschalförderung des Landes Tirol in der Höhe von 3.000 Euro sind weiters auch finanzielle Anreize für eine Umstellung geschaffen.
www.meinbezirk.at

Bei der Firstfeier v.l.: Bgm. Robert Denifl, Teilhaber Kurt Schwarz, Tiefbauamtsleiter Franz Voglbauer und Robert Hammer vom Ingenieurbüro Sprenger.
Die Firstfeier der Wärme Stubai GmbH wurde musikalisch umrahmt vom Alphorntrio Arth mit Franz Nolf, Johannes Ellmerer und Andreas Fehr
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