Matrei-Mühlbachl-Pfons
Fusion: Jetzt geht's in die heiße Phase – mit Umfrage

Die Info-Offensive läuft – Bgm. Alexander Woertz und seine Kollegen hoffen dann am 20. September auf eine hohe Wahlbeteiligung.
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MATREI/MÜHLBACHL/PFONS. Am 20. September wird über die Fusion der Gemeinden im unteren Wipptal abgestimmt.

Seit drei Jahren steht die Idee für eine Zusammenlegung von Matrei,Mühlbachl und Pfons im Raum. Die drei Kommunen sind bekanntlich geografisch und gesellschaftlich eng verstrickt. So agieren etwa 95 Prozent der Vereine gemeindeübergreifend. Anfang 2019 wurde die Zusammenarbeit wie berichtet durch das Inkrafttreten der Gemeindekooperation (GEKO) auf Verwaltungsebene intensiviert. Geht es nach den politischen Vertretern, soll diesem Schritt ab dem Jahr 2022 die endgültige Fusion folgen. Die grundlegende Entscheidung dafür oder dagegen wird bei der Volksbefragung am 20. September fallen.

Politische Entscheidungsträger einig

Seitens des Landes würde eine Zusammenlegung ganz klar begrüßt. Matrei, Mühlbachl und Pfons würden damit eine Vorbildwirkung einnehmen, heißt es. LR Johannes Tratter stellte bereits ein sattes "Hochzeitsgeld" in Aussicht. Dass sich zudem in vielen lokalen Bereichen Einsparungsmöglichkeiten und neue Synergien ergeben würden, liegt auf der Hand. Wir haben mit dem Pfoner Bgm. Alexander Woertz über Daten, Fakten und den Fahrplan für die nächsten Wochen gesprochen. Woertz war anfangs bekanntlich kein Schwärmer für die Fusion, kann dem Gedanken nach etlichen Gesprächen und reiflichen Überlegungen inzwischen aber genauso wie seine Bürgermeisterkollegen Vieles abgewinnen.

BEZIRKSBLATT: Herr Woertz, wie ist der aktuelle Stand der Dinge?
Woertz:
Nach Workshops im vergangenen Jahr und Anfang des heurigen Jahres trafen sich kürzlich alle Gemeinderäte zur ersten gemeinsamen Gemeinderatssitzung. Dabei wurde die neue Gemeindezeitung – eine Sonderzeitung zum Thema Fusion – präsentiert, die demnächst in die Haushalte versendet wird. Außerdem wurden Fragen diskutiert, die Bürger an uns herangetragen haben. Viele dieser Punkte werden auch in besagter Zeitung aufgegriffen. Weitere Antworten werden ein zusätzliches Infoblatt und die Bürgerversammlung am 10. September in Pfons liefern. Auch über Social Media werden wir Inhalte transportieren.

Man will die Bevölkerung also möglichst umfassend informieren?
Genau. Das ist uns ganz wichtig. Denn natürlich gibt es immer wieder Dinge, die neue Fragen aufwerfen. Gerade kleine Sachen auf einen Nenner zu bringen, ist oft schwierig. Dabei geht es zum Beispiel um Förderungen, die Nutzung der einzelnen Baulichkeiten und Ähnliches. Aber das lässt sich alles organisieren.

Wie stufen Sie die Stimmung ein?
Auf politischer Ebene herrscht ein großer Konsens. Die überwiegende Mehrheit ist sich einig, dass eine gut vorbereitete Fusion Sinn macht. Das Stimmungsbild in der Bevölkerung wird sich am 20. September zeigen. Unser oberstes Ziel ist jedenfalls eine starke Wahlbeteiligung, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen.

Obwohl dieses ja nicht bindend wäre.
Richtig, aber selbstverständlich soll es als Basis für die finalen Abstimmungen in den Gemeinderäten dienen. Deswegen: Je mehr ihr Kreuzerl machen, desto besser.

Wo orten Sie die Hauptsorge der Bewohner von Matrei, Mühlbachl und Pfons?
Sicher darin, dass der dörfliche Bezug in allen drei Gemeinden sehr groß ist und manche fürchten, ein Stück Identität zu verlieren. Dem wird aber nicht so sein – die Dorfgemeinschaften werden bleiben. Funktionieren kann das freilich nur, wenn auch nach der Wahl zusammengeholfen wird.

Wie würde die neue, rund 3.500 Einwohner zählende Gemeinde heißen?
Matrei am Brenner, Matrei im Wipptal oder Matrei Umgebung sind in dieser Reihenfolge vorgeschlagen – das letzte Wort hat die Landesregierung. Das gleiche gilt für das Wappen, das jedenfalls neu gestaltet würde.

Würden Sie 2022 als erster Bürgermeister der fusionierten Gemeinde kandidieren?
Das werde ich im nächsten Frühjahr entscheiden.

Ein Schlusswort?
Ganz viele Argumente sprechen für die Fusion und wir haben jetzt auch schon sehr viel Energie in die Vorbereitungen gesteckt. Wenn wir zusammenspielen, hätten wir danach eine richtig starke Gemeinde. Sollte die Fusion nicht gelingen, wäre das extrem schade.
www.meinbezirk.at

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