Patsch
Globuli für die Kuh

Maria Kröll behandelt Tiere ganzheitlich.
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PATSCH.Tierärztin Maria Kröll wendet neben der Schulmedizin auch alternative Heilmethoden bei ihren vierbeinigen Patienten an.

Maria Kröll verspürte schon von klein auf eine intensive Bindung zu Tieren. Als Berufswunsch kam daher nur der der Tierärztin infrage. Die Patscherin war die erste Frau im Stubaital, die kleine und große Haus- und Nutztiere behandelte. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit, mit der die 42-Jährige aufwarten kann: "Mein Steckenpferd ist mittlerweile die Osteopathie für Tiere."

Erste Großtierärztin

Die Alternativmedizin hat Kröll immer schon in ihre Arbeit eingebaut. Anfangs in Form von sehr viel Homöopathie. Darüber hat sie mit den Bauern nicht immer groß gesprochen, verrät sie: "Es war ja schon als Frau in dieser Männerdomäne nicht ganz leicht. Es ist mir passiert, dass ich zu einer Kuh kam die kälberte und dass ich dann gefragt wurde, wo denn der Tierarzt bleibt", lacht Maria. Inzwischen konnte sie sich aber gut behaupten. Obwohl oder vielleicht gerade deswegen, weil sie nie die war, die in den Stall hineinging, eine Spritze gab und wieder weg war.

Neue Wege gehen

Vielmehr nützt sie ihre vielen zusätzlichen Ausbildungen in den Bereichen Alternativmedizin, Spiritualität und Energetik heute mehr denn je für die ganzheitliche Behandlung von Tieren. Dass ihre Methoden erfolgversprechend sind, ist bereits über die Landesgrenzen hinaus bekannt! Die Patscherin hat sich einen guten Ruf erarbeiten können. Oft werden Tiere zu ihr gebracht, bei denen die klassische Tiermedizin nicht mehr weiter weiß. Für sie, aber freilich auch alle anderen Patienten, setzt Maria Arnika, Beinwell & Co. an, mischt Salben und Tinkturen und hat auch sonst noch so manches Geheimrezept in petto.

Behandlung mit Herz und Seele

Alternativmedizinische Medikamente hin, Feingefühl und Kommunikation mit dem Tier her – auch die 42-Jährige sieht in alledem ein rein ergänzendes Werkzeug. "Wenn eine Henne nicht legen kann, oder eine Kuh ein Fruchtbarkeitsproblem hat, kann ich Alternativen anbieten. Wenn aber krankheitsbedingt Antibiotika nötig sind, verabreiche ich sie auch." Besonders stolz macht es Kröll, dass ihre Überzeugung nun langsam Schule macht: "Wenn Bauern aus den hintersten Tälern anrufen und sich erkundigen, welche 'Kugelen' ich eingesetzt habe, dann freut mich das."

Maria hat noch viel vor

Denn so kommt sie einem ihrer erklärten Ziele ein Stück näher: "Es ist mir ein Anliegen, die Bauern wieder zurück zu ihren Wurzeln zu begleiten. Es macht Sinn, das alte Wissen wieder auszugraben. Früher hat man ja auch mit Kräutern gearbeitet." Ein weiteres Ziel von Maria ist es, sich künftig den krankheitsbedingten Zusammenhang zwischen Tier und Besitzer verstärkt zu widmen. Was kompliziert klingt, kann die kreative Tierärztin einfach erklären: "Hat ein Reiter eine schiefe Hüfte, wird das Tier auch eine schiefe Hüfte haben. Deshalb möchte im Idealfall bald Tierbesitzer, die eng mit ihren Tieren zusammen leben, und ihre Tiere parallel unterstützen."

Arbeit am Schlachthof

Info am Rande: Als alleinerziehende Mutter kann Maria Kröll aktuell keine Großtierpraxis betreiben. Die dafür nötige, permanente Erreichbarkeit kann sie derzeit nicht gewährleisten. Die Patscherin betreut aber als selbstständige Tierärztin dennoch viele Bauern und Privatpersonen bzw. deren Vieh im Stubai- und Wipptal. Zudem ist sie noch am Schlachthof beschäftigt, denn dort muss jedes Stück Fleisch von einem Tierarzt begutachtet werden. "Das gehört dazu. Ich esse auch selbst gerne Fleisch", verdeutlicht Kröll abschließend, dass sie richtig breit aufgestellt ist.
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