Ortschef-Interview
Völliger Neubau des Kindercampus Matrei – Gemeinde spart unerwartet Kosten
- "Matrei erhält um 14 Millionen ein Gesamtprojekt samt neuem Kindercampus. Für dieses Geld bauen andere Gemeinden lediglich eine Bildungseinrichtung", so Geir.
- Foto: Kainz
- hochgeladen von Tamara Kainz
Neue Voraussetzungen beim Kindercampus, neue Wohnanlage mit Freizeit-Infrastruktur u.a.m. – Matreis Bgm. Patrick Geir wieder einige Neuigkeiten zu berichten.
MEINBEZIRK: Herr Geir, wie schreiten die Arbeiten am neuen Kindercampus voran?
Patrick Geir: Gut, aber hier ergab sich eine grundlegende Änderung: Im Zuge der fortschreitenden Bauarbeiten zeigte sich, dass die Bausubstanz des Volksschulgebäudes dermaßen desaströs ist, dass der Kindercampus nun wider Erwarten vollständig neu gebaut werden muss. Das war vor dem Projektstart überhaupt nicht absehbar. Wir haben dann externe Experten zu Rate gezogen und gemeindeintern eine Steuerungsgruppe eingerichtet, um eine zukunftsorientierte und wirtschaftlich effiziente Lösung zu erarbeiten.
Hoffentlich mit einem positiven Ergebnis?
Das ist gelungen! Anstelle des eigentlich geplanten Um- und Zubaus wird der Kindercampus Matrei jetzt auf Basis der bisherigen Pläne komplett neu errichtet. Dank LH Anton Mattle und seinen Mitarbeitern bleiben uns dabei sogar größere Mehrkosten erspart. Alle Fördermittel wurden umgeschichtet. Es dauerte über sechs Wochen, bis jeder Raum neu berechnet war. Letztendlich haben wir es geschafft und alles so hinbekommen, dass uns das ganz neue Gebäude nur knappe 99.000 Euro teurer kommt. Dabei konnten sogar noch zusätzliche Wünsche der Pädagogen berücksichtigt werden. Eine Adaption des Kindercampus an einem anderen Ort wäre entgegen kursierenden Gerüchten aber nicht mehr möglich gewesen.
Man hatte also quasi Glück im Unglück?
Genau. Hätten wir nicht umgeplant, hätte es vielleicht in einigen Jahren schon wieder Handlungsbedarf gegeben. Außerdem wären die Förderungen bei einem sofortigen Neubau nicht so hoch ausgefallen – das hat auch das Land bestätigt. Die Gemeinde Matrei ist durch das Projekt auch nicht in Millionen Schulden verhaftet. Wir bekommen ein völlig neues Ensemble mit Kindercampus samt Vorplatz, Umbau des Widums und Adaptierung der Johanneskirche für Aufbahrungen für 14 Millionen Euro. Für die selbe Summe bauen andere Gemeinden oft nur eine einzige Bildungseinrichtung. Und Matrei steht auch insgesamt finanziell gut da! Allein im vergangenen Jahr konnten wir durch gutes Wirtschaften ein Plus von 800.000 Euro verbuchen.
Was steht sonst noch an in der Marktgemeinde?
Die Wegerweiterung in Richtung Gedeir soll in nächster Zeit angegangen werden. Bereits gestartet ist der Bau der Wohnanlage am Steiner bzw. Laners Feld. Dort entstehen insgesamt 40 Einheiten – in Miet-Kauf-Option und in betreubarer Form. Im September gibt es dazu eine Infoveranstaltung. Im Zuge des Projekts werden auch ein neuer Beachvolleyballplatz und neuer öffentlicher Spielplatz entwickelt. Die Standortfindung läuft gerade. Nach wie vor im Gespräch ist auch der Kreisverkehr bei der Autobahn-Anschlussstelle Matrei-Steinach. Genauere Infos dazu folgen bald.
Zusammenfassend läuft in Matrei also momentan recht viel und das recht gut?
Ja. Alles in allem sind wir gemeinsam auf einem guten Weg.
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