Asiatische Tigermücke
Mit vier einfachen Schritten gegen die Ausbreitung
- Zum Welt-Moskito-Tag am 20. August macht das Land Tirol auf die Gefahr durch die asiatische Tigermücke aufmerksam.
- Foto: pixabay/WikiImages
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Die Asiatische Tigermücke breitet sich auch in Österreich aus. Das Land Tirol ruft die Bevölkerung auf, mögliche Brutstätten zu beseitigen.
TIROL. Mücken sind nicht nur lästige Sommerbegleiter. Einige Arten können auch Krankheitserreger übertragen. Anlässlich des Welt-Moskito-Tages am 20. August macht das Land Tirol deshalb auf die Asiatische Tigermücke aufmerksam, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend ausgebreitet hat. Seit 2022 wurde die invasive Stechmückenart in allen österreichischen Bundesländern nachgewiesen. In Tirol gilt das Risiko einer Krankheitsübertragung derzeit zwar als gering, dennoch setzen Fachleute auf Früherkennung und Prävention.
„Die invasive Stechmückenart hat sich in den vergangenen Jahren weiter ausgebreitet und ist seit 2022 in allen Bundesländern nachgewiesen. Auch wenn das Risiko einer Krankheitsübertragung in Tirol derzeit gering ist, gilt es, eine weitere Ausbreitung im Blick zu behalten und neue Vorkommen möglichst früh zu erkennen“, erklärt Gesundheitsdirektorin Theresa Geley.
Brutplätze oft direkt vor der Haustür
Ein besonderes Problem: Die Asiatische Tigermücke benötigt nur kleinste Wasseransammlungen, um sich zu vermehren. Bereits eine Gießkanne, ein Blumentopfuntersetzer oder eine Regentonne können als Brutplatz ausreichen. Die ursprünglich aus Südostasien stammende Mückenart ist an ihren schwarz-weißen Streifen an Beinen und Körper sowie einem weißen Längsstreifen auf dem Rücken erkennbar. Zudem ist sie deutlich kleiner als eine Ein-Cent-Münze und vor allem tagsüber aktiv.
Vier einfache Maßnahmen gegen die Ausbreitung
Das Land Tirol empfiehlt vier einfache Schritte, um die Vermehrung der Tigermücke einzudämmen:
Regelmäßig entleeren
Blumentopfuntersetzer, Vogeltränken, Gießkannen und Regentonnen mindestens einmal pro Woche leeren oder entsprechend abdecken.
Wasseransammlungen vermeiden
Kleine Hohlräume wie Schirmständer, Zaunrohre oder ähnliche Behälter verschließen oder mit Sand füllen.
Dachrinnen reinigen
Laub und Ablagerungen regelmäßig entfernen, damit sich kein stehendes Wasser bildet.
Bereits an den Herbst denken
Wasserbehälter trocken lagern, damit Mückeneier nicht überwintern können.
Das Land Tirol weist darauf hin, dass bereits kleine Maßnahmen im privaten Umfeld einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen.
- Mit vier einfachen Maßnahmen kann auch die Bevölkerung beitragen, um die Verbreitung der asiatischen Tigermücke einzudämmen.
- Foto: unsplash/National Institute of Allergy and Infectious Diseases
- hochgeladen von Thomas Geineder
Mücken per App melden
Wer eine verdächtige Mücke entdeckt, kann das österreichweite Monitoring unterstützen. Über die kostenlose App „Mosquito Alert“ lassen sich Fotos direkt hochladen und melden. Die Bilder werden automatisch ausgewertet und bei Bedarf von Expertinnen und Experten überprüft. Bestätigte Nachweise fließen in eine öffentlich zugängliche Verbreitungskarte ein. Über die App können neben der Asiatischen Tigermücke auch andere gebietsfremde Stechmückenarten wie die Japanische Buschmücke oder die Koreanische Buschmücke gemeldet werden.
Monitoring liefert wichtige Erkenntnisse
Das österreichweite Gelsenmonitoring der AGES liefert laufend Informationen zur Verbreitung verschiedener Mückenarten. Diese Daten helfen dabei, neue Vorkommen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Für Gesundheitsdirektorin Geley steht fest: Eine wirksame Vorsorge gelingt nur durch das Zusammenspiel von wissenschaftlichem Monitoring und der Mithilfe der Bevölkerung. Wer Wasseransammlungen vermeidet und verdächtige Mücken meldet, kann somit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die weitere Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in Tirol einzudämmen.
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